East Island

24. Oktober 2018 21:44; Akt: 25.10.2018 11:40 Print

Sturmflut verschlingt Hawaii-Insel komplett

East Island gibts nicht mehr. Die Heimat von Mönchsrobben und Grünen Meeresschildkröten ist Hurrikan Walaka zum Opfer gefallen.

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Die nordwestlichen Hawaii-Inseln im Pazifik sind um 0,36 Quadratkilometer kleiner geworden. So gross war East Island, eine kleine Insel, die gemäss aktuellen Satellitenbildern vollständig im Meer verschwunden ist. Sie wurde praktisch wegespült. Schuld ist eine Sturmflut, die von Hurrikan Walaka ausgelöst worden war, einem der stärksten pazifischen Hurrikane der Geschichte.

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Vorher-nachher-Bilder der US-Fischereibehörde USFWS machen deutlich, was anderen ähnlich gelegenen Inseln angesichts des Klimawandels droht. Steigt der Meeresspiegel an und werden die Stürme aufgrund steigender Temperaturen immer heftiger, kann dies das Todesurteil für viele kleine, sandige Inseln bedeuten.

«Oh mein Gott, sie ist weg»

Der Klimaforscher Chip Fletcher von der University of Hawaii beschrieb dem «Honolulu Civil Beat» seine Reaktion auf den Untergang der Insel wie folgt: «Ich hatte einen Heilige-Scheisse-Moment und dachte, oh mein Gott, sie ist weg.» Er wies weiter darauf hin, dass die Vielfalt des Ökosystems unter dem Verschwinden der Insel leide. Denn East Island war ein wichtiger Ort, wo die vom Aussterben bedrohten hawaiischen Mönchsrobben ihre Jungen zur Welt brachten und die stark gefährdeten Grünen Meeresschildkröten Nester anlegten.

East Island war die zweitgrösste Insel der French Frigate Shoals, dem grössten Atoll der nordwestlichen Hawaii-Inseln. Sie war Teil des Papahanaumokuakea Marine National Monument, einem riesigen Meeresschutzgebiet. Doch gegen die Wucht von Hurrikan Walaka nützte dem kleinen Eiland am Ende auch die Unterschutzstellung nichts.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mutter Erde am 24.10.2018 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Lauf der Natur

    Das ist der Verlauf der Welt. Die Insel ist irgendwann mal aufgetaucht und hatte das Glück durch die Meeresströmung nicht gleich wieder unterzugehen, wie es mit manch anderen Inseln passiert. Es werden immer wieder Inseln geboren und untergehen (gab es hier nicht schon ähnliche Berichte über andere Inseln?). Die Robben und Schildkröten finden andere Plätze und man sollte sich lieber über die Verschmutzung der Meere Gedanken machen. Das ist die grössere Katastrophe.

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  • Bauer Fritz am 24.10.2018 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ob lang - oder kurzfristig

    heute eine Insel, morgen verschlingts die Menschheit!

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  • Sue am 24.10.2018 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hot Spot

    Hawaii liegt auf einem Hot Spot. Wärend auf einer Seite die Inseln versinken entehen auf der Anderen durch Vulkane neue Inseln. Das ist der Verlauf der Natur.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Meilo am 25.10.2018 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel ist immer schuld

    Ich kann es auch bald nicht mehr hören an allem ist der Klimawandel schuld. Unsere Bäche sind im moment trocken...der Klimawandel ist schuld....nächstes Jahr stehen wider Dörfer unter Wasser....der Klimawandel ist schuld. Wir hatten einen extrem langen und hitzigen Sommer auch da ist der Klimawandel schuld....dann kommt wider ein harter Winter der Klimawandel ist schuld. Amerika wird jährlich von Hurrikans heimgesucht....der Klimawandel ist schuld. Leute bitte überlegt mal logisch es ist ganz einfach die Natur und wir tragen einen kleinen Teil dazu bei. Ansonsten fragt mal die Naturvölker was sie von der Klimaverschwörungstheorie halten. Was wir definitiv machen ist die Erde vermüllen und das ist eine absolute Katastrophe.

  • Asterix am 25.10.2018 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Der Kreislauf

    Das ist schon lange bekannt, dass die Hawaiianischen Inseln eine begrenzte Lebensdauer haben. Zuerst werden sie über dem Hotspot als Vulkaninsel geboren, schieben sich dann vom Hotspot weg und verschwinden dann nach und nach durch die natürliche Erosion. Dafür entsteht am Hotspot aktuell bereits eine neue Insel unter Wasser. Warum also die Panik?

  • C.Käser am 25.10.2018 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn wird unsere Generation endlich

    akzeptieren, dass die einzige Konstante im Universum die stetige Veränderungen ist. Die Alpen werden jedes Jahr ein paar Zentimeter höher und kein Mensch regt sich auf oder würde je auf die Idee kommen es z.B. dem Dieselskandal anhängen zu wollen. Nehmen wir doch bitte einfach aber ehrfürchtig zur Kenntnis dass wir Menschen zu unbedeutend sind als das wir nennenswerten Einfluss auf das Geschehen nehmen können.

  • Sandy am 25.10.2018 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Anfang vom Ende...

    Wieder wurde der Wohnraum von unschuldigen Tieren zerstört :-(...aber es wird ja immer noch schön geredet, dass es Naturkatastrophen schon immer gab!! Und immer schön die Augen vor der Realität schliessen!! Und immer schön weiter rumreisen, Fliegen, Kreuzfahrten buchen und denken, mich betrifft es nicht....

    • Reto Kleinstein am 25.10.2018 15:05 Report Diesen Beitrag melden

      Dann lies mal Geschichte über die

      Entstehung des Planeten und den Klimawandel den es schon immer gab > zum Glück den sonst hätten wir noch Eiszeit aber Hauptsache was behaupten da helfen die offen Augen absolut nichts wen die Bildung nicht stimmt. Das ist soo peinlich.

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  • Duck and Cover am 25.10.2018 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Hawaiianische Inseln werden und vergehen

    durch vulkanische Tätigkeiten. Was aber bleibt, sind die Amis, die sich Hawaii einverleibt und gegen den Willen der Natives daraus 1959 den 50 Bundesstaat schufen. Ob die Amis dadurch auf "ihrem" Aloha State viel Sympathien geniessen, kann bezweifelt werden. Eine immer grösser werdende Meeresverschmutzung, direkt neben Honolulu, ist übrigens im Gange, weil der Treibstoff aus der versenkten USS Arizona herausleckt.