Zufällige Entdeckung

14. April 2019 07:31; Akt: 14.04.2019 07:31 Print

Tauchende Echse atmet mit eigener Luftblase

16 Minuten – so lange kann Anolis aquaticus unter Wasser bleiben. Dies verdankt sie einem einzigartigen Talent, das nur durch Zufall entdeckt wurde.

Das Talent der Echse wurde noch nie zuvor dokumentiert. (Video: Binghamton University)
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Ihre Tauchausrüstung hat Anolis aquaticus immer mit dabei: Die in Costa Rica vorkommende Echsenspezies lässt sich bei ihren Tauchgängen jeweils eine Luftblase an ihrem Vorderkopf stehen, die sich im Rhythmus ihres Atems abwechselnd ausdehnt und dann zusammensackt (siehe Video oben).

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Das berichtet Biologin Lindsey Swierk von der Binghamton University im Fachjournal «Herpetological Review». Auf das besondere Talent der Echse war die Biologin nur durch Zufall aufmerksam geworden.

Flüchten und jagen

Als Swierk sah, wie lange einzelne Exemplare unter Wasser bleiben können, wollte sie mehr über die Tauchkunst der Tiere wissen. «Ich war beeindruckt und ziemlich verwirrt über die Länge des Tauchgangs, was mich dazu brachte, mit einer Unterwasserkamera genauer hinzuschauen.» Dabei entdeckte sie die Luftblase auf der Schnauze der Echsen.

Swierk will das Verhalten nun weiter untersuchen, um zu verstehen, wie Atmen auf diese Weise genau funktioniert. Nach wie vor ist auch unklar, warum Anolis aquaticus überhaupt auf Tauchgang geht.

Die Forscherin vermutet, das teilt ihre Hochschule mit, dass sie sich auf diese Weise vor Fressfeinden schützen wollen und sie im Wasser auf die Jagd gehen. Schliesslich seien in den Mägen der Echsen wasserlebende Insekten gefunden worden.


(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nur-mit-Lunge-ausgestattet am 14.04.2019 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich - toll!

    Phantastisch, was die Natur alles zustande bringt!!!

  • Bartli am 14.04.2019 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    putzig

    Sehr interessant, wie oft hilft der Zufall.

  • Homunkulus am 14.04.2019 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zufällig?

    So wie ich den Text verstanden habe, hat Swierk aber ganz gezielt nachgeforscht weshalb die Echse so lange unter Wasser bleiben kann.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Intressierter am 15.04.2019 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hmmmmm

    Alter, jetzt einen Anzug für den Menschen der die Blasen aufnimt und wir brauchen keine flaschen mehr < 3.

  • Paul Steiner am 15.04.2019 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Natur

    Es gibt nur einen Gott, und der heisst Greta!

  • Flavio am 14.04.2019 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Ist bei manchen Käfern allerdings schon seit Jahren bekannt, dass die das können.

  • Typhoeus am 14.04.2019 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Menschen tauchen

    halt mit Pressluftflaschen

  • Anony Mouse am 14.04.2019 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na dann forsch mal schön weiter...

    Schlussendlich macht sich die Echse nichts anderes als ihre Lungen zu füllen vor dem abtauchen, und recycled dann die ausgeatmete Luft ein paar mal. Wären wir klein genug (oder die Oberflächenspannungen stark genug) könnten wir das auch. Nicht dass es was bringen würde bezüglich Tauchdauer, denn Sauerstoff hats ja trotzdem nicht mehr, aber man kommt weniger schnell in Panik wenn man scheinbar normal atmen kann... zu lange sollte die Echse das aber nicht machen. Das einzige interessante an der Sache ist das die Echse intelligent genug ist dies gezielt zu nutzen ohne sich zu schaden.