Kuriose Erscheinung

13. Dezember 2019 17:22; Akt: 13.12.2019 17:22 Print

Tausende «Penisse» in Kalifornien angespült

Sie sind rosa, glitschig und pulsieren. Und sie sehen aus wie das männliche Genital: Am Drakes Beach sind unzählige Igelwürmer aufgetaucht.

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Wer Igelwürmer zum ersten Mal am Strand liegen sieht, dürfte irritiert sein: Die Tiere weisen eine verblüffende Ähnlichkeit zum männlichen Penis auf. Tausende von ihnen sind kürzlich am kalifornischen Drakes Beach angeschwemmt worden.

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Normalerweise leben die bis zu 30 Zentimeter langen Würmer, deren wissenschaftlicher Name Urechis caupo lautet, im seichten Wasser, wo sie sich in Sand oder Schlamm eingraben. Was also hat sie nun an den Strand kommen lassen?

Der Sturm wars

Die Antwort darauf liefert der Biologe Ivan Parr auf Baynature.org. Ihm zufolge hat das von einem Sturm aufgepeitschte Meer die Würmer aus ihren unterirdischen Bauten herausgedrückt.

Wie Parr schreibt, sind die eindrucksvoll geformten Tiere immer wieder an der Küste Kaliforniens anzutreffen. Vor allen in den Jahren von El Niño, wenn der Wellengang besonders stark sei.

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SHOOK 😳 Thousands of these marine worms—called fat innkeeper worms, or “penis fish”—were found on Drake’s Beach last week! These phallic organisms are quite common along the West coast of North America, but they spend their whole lives in U-shaped burrows under the sand, so few beachgoers are aware of their existence. ⛈🌊 A recent storm in Northern California brought strong waves that washed away several feet of sand from the intertidal zone, leaving all these fat innkeeper worms exposed on the surface. 🏖 Next time you go to the beach, just think about the hundreds of 10-inch, pink sausages wiggling around just a few feet under the sand. 🙃 . . Get the full story in our new #AsktheNaturalist with @california_natural_history via link in bio! (📸: Beach photo courtesy David Ford; Worm photo by Kate Montana via iNaturalist)

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Die pulsierenden Würmer sind für den Menschen völlig harmlos. Sie ernähren sich von Bakterien, Plankton und anderen kleinen Partikeln, die sie aus dem Wasser filtern. Einzelne Exemplare können bis zu 25 Jahre alt werden.

In Asien eine Delikatesse

Während die Urechis caupo im Untergrund vor Fressfeinden sicher ist, haben die Igelwürmer überirdisch ein Problem: Sie stehen auf dem Speiseplan von Ottern, Haien, Möwen, Seelöwen – und uns Menschen.

In Asien gelten sie als Delikatesse, in Korea etwa werden sie gern zu Kimchi und Bier serviert. Die Chinesen haben ihm aufgrund seines Aussehens den Spitznamen Penisfisch verpasst.


So sieht es aus, wenn die Penisfische schwimmen. (Video: Wikimedia Commons/Popolon/CC BY-SA 3.0)


So sieht es aus, wenn die Tiere pulsieren. (Video: Youtube / Kim Powell)

(vro/fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Homo am 13.12.2019 18:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur so am Rand bemerkt

    Würden diese Kreaturen wie weibliche Genitalien aussehen und man würde sie auch so benennen, ja dann gäbe es einen Tsunami von einem Shitstorm von x tausend Feministinnen

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  • Dino Schön am 13.12.2019 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Nochmals Glück gehabt!

    Wäre Tamara dort in den Ferien gewesen, dann hätte Kalifornien jetzt sowas von einer Klage am Hals...

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  • Igitt igitt am 13.12.2019 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer sich so ein Ding einverleibt

    muss schon einen sehr grossen Hunger haben, aber bei den Asiaten, mich wunderts, gibts ds noch lebendige Schwiegermütter?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jakob am 28.12.2019 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    Titelgschicht

    Wie mancher hätte den Bericht nicht gelesen beim Titel "Tausende Fische an Land gespühlt"

  • Das Wunder am 18.12.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Uff, Glück gehabt

    mein Penis wurde nicht angespült.

  • Thomas Kleyling am 16.12.2019 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Aehnlichkeit

    Sieht aus wie mein Pfyffli.

    • Sabine die vielgereiste Dirne am 18.12.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      Dann hast du aber

      kein hübsches Pfyffli.

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  • M. Enschlich am 16.12.2019 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Es wurmt mich eine Frage

    " Die Tiere weisen eine verblüffende Ähnlichkeit zum männlichen Penis auf." - da stellt sich natürlich die Frage, ob es auch Würmer gibt, die wie weibliche Penisse aussehen.

  • Julia am 16.12.2019 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fake Titel

    Das ist genau das Problem von den Medien. Heute kam der Lehrling von unserem Betrieb und erzählte, dass auf einer Insel das männliche Geschlecht angespühlt wurde. Und er fing an daraus Schlüsse zu ziehen, wie zb. der Menschenhandel usw. Ich konnte ihn dann schliesslich stoppen mit der Erklärung, dass er beim nächsten Mal den Artikel lesen soll und nicht mehr dem Titel glauben darf. Er fiel aus allen Wolken, als er den Artikel dann gelesen hat.