Brut-Drama

13. Oktober 2017 13:19; Akt: 14.10.2017 16:10 Print

Tausende Pinguin-Küken verhungern in der Antarktis

Eine dicke Eisschicht hat auf dem Heimatkontinent der Pinguine zu einem Brut-Drama geführt. Der Weg zur Nahrung ist zu weit für die Tiere.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Antarktis sind tausende Pinguin-Küken verhungert. Wie Wissenschaftler am Freitag erklärten, mussten die Eltern der Jungtiere wegen einer ungewöhnlich dicken Eisschicht zur Nahrungssuche weitere Wege zurücklegen. Die Küken starben, während sie warteten.

Aus der Kolonie mit rund 18'000 Adelie-Pinguinenpaaren hätten nur zwei Küken die Brutsaison von Anfang 2017 überlebt. Eine Ursache für das «katastrophale Brutversagen» sehen die französischen Wissenschaftler in veränderten Umweltbedingungen in der Region seit dem Abbruch eines riesigen Gletschers Mitte Februar 2010.

Bisher vom Klimawandel verschont

Durch das Abbrechen des Mertz-Gletschers im Jahr 2010 habe sich der Meeresabschnitt vor der Pinguin-Kolonie verändert, sagte ein Pinguinforscher von der Dumont-D'Urville-Forschungsstation in der Antarktis. Ähnliche Brut-Dramen könnten sich künftig häufiger ereignen. Aber auch Temperaturschwankungen und Windstärken und Windrichtungen seien Einflussfaktoren. Die Wissenschaftler wurden bei ihren Untersuchungen von der Umweltorganisation WWF unterstützt.

Der Name des Mertz-Gletschers geht auf den Schweizer Polarforscher Xavier Mertz zurück, der das Gebiet 1912 zusammen mit einem Australier und einem Briten mit einem Hundeschlitten erforschte. Bild: Jacques.verron

Adelie-Pinguine ernähren sich hauptsächlich von Antarktischem Krill, einer garnelenartigen Krebstierart. Ihr Lebensraum in der östlichen Antarktis war bislang weitestgehend gesichert. Doch sie sind durch den Klimawandel und steigende Meerestemperaturen immer mehr bedroht. Vor vier Jahren überlebte aus derselben Kolonie, die damals aus mehr als 20'000 Pinguinpaaren bestand, kein einziges Küken die Brutsaison.

Der Mertz-Gletscher liegt im ostantarktischen Viktorialand am Südlichen Ozean. Karte: Google

(oli/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Margot am 13.10.2017 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Haben wir schon einmal

    seriös in der Presse über den Flugzeug-und Schifffahrtsverkehr, der zirka 80 % der Luftverschmutzung ausmacht gelesen oder gehört ?? Nein, im Gegenteil, es wird bloss über die Elektro-Autos gesprochen und informiert ..... Geld ist Geld !!

    einklappen einklappen
  • Susi Meier am 13.10.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Menschheit wurstelt stumpfsinnig weiter

    Solche Artikel deprimieren mich. Die Menschheit mit ihrer Intelligenz könnte so viel zum Guten verändern wenn man nur endlich aufhören würde sich selbst immer so wichtig zu nehmen.

    einklappen einklappen
  • Schnurrli am 13.10.2017 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Ich liebe die "Watschel" Pinguine.

Die neusten Leser-Kommentare

  • elotor am 14.10.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    20'000 Paare

    und kein Küken hat überlebt - Den Forscher der dies, notabene in der Antarktis, faktisch beweisen kann - gibt es nicht. Die Medien sind voll solcher Meldungen - Klimawandel sei Dank - wenn man aber ein bisschen in die Tiefe gehen würde, ist es nichts weiter als ein laues Lüftlein - sprich max 20% ist wahr.

  • Eskimo am 14.10.2017 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    jaja die Erderwärmung bildet Eis

    Die Eisschicht nimmt zu. Also ein eindeutiges Zeichen der globalen Erderwärmung? Nein, ein weiteres Zeichen, dass es sich nicht um eine Erderwärmung sondern um einen Klimawandel handelt. Klimawandel gibts solange es die Erde gibt und sind weitgehend unabhängig vom Menschen. Wir nehmen uns einmal mehr viel zu wichtig. Das Klima können wir gar nicht beeinflussen.

    • T. Hink am 14.10.2017 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eskimo

      Vor einem Tsunami nimmt der Wasserspiegel kurz ab, was aber nicht heisst, das da nicht mehr kommt...

    • Deine Mutter am 14.10.2017 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eskimo

      Wehalb das Eis auf dem Meer wächst, wenn es auf dem Festland verschwindet, habe ich schon zig mal erklärt, so auch in dieser Kommentarspalte.

    • Spatz am 19.10.2017 15:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eskimo

      Wir hätten höchstens die Geschwindigkeit dieses Klimawandels etwas drosseln können. Doch damals, als man Gegenmassnahmen hätte ergreifen sollen, hatte der Mensch noch keine Ahnung davon. Jetzt ist es zu spät. Und so sehr wir uns auch dagegen wehren: wer sich anpassen kann, überlebt. Wer das nicht kann, wird aussterben. Leider.

    einklappen einklappen
  • huschmie am 14.10.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilfswerke kommen bald

    Sofort Amnesty und Ärzte ohne Grenzen und weitere Hilfswerke hinschicken. Glückskette wird auch gleich mit sammeln beginnen.

  • Welten Unversteher am 13.10.2017 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komische Welt

    Tausende Menschen Babys verhungern auf der Welt und Abertausende werden abgetrieben, niemand interessiert das. Aber alle haben verbarmen mit den Pinguinen.

    • Ist nicht falsch am 13.10.2017 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Welten Unversteher

      Das eine schliesst das andere nicht aus oder? Empathiefähige Menschen machen keine grossen Unterschiede zwischen den verschiedenen Lebewesen da sie alle fühlen. Es gibt auch keinen Grund dies zu tun.

    • Peter am 13.10.2017 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Welten Unversteher

      Verhungern müsste niemanden ein wenig bewusste Denken, Kinder auf die Welt bringen ist einfach aber Verantwortung übernehmen ist was anderes aber die dritt Welt Länder können nichts als Gebären wie Maschine das Geld und Nahrung kommt ja von der Hilfsorganisationen.

    • fredyd am 13.10.2017 20:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Welten Unversteher

      Auch wenn es hart klingt aber würden alle diese Menschen Babys überleben wäre auf der Erde noch ein grösseres Menschenchaos. Der Mensch ist nicht vom Aussterben bedroht aber viele andere Spezies leider schon oder sind es schon. Die Pinguine tragen wenigstens etwas zum Ökosystem bei wir Menschen zerstören es leider nur! Wie kann man den Menschen in dieser Zeit nur so wichtig nehmen???

    • fredyd am 13.10.2017 21:15 Report Diesen Beitrag melden

      @Welten Unversteher

      Und noch was, die Welt ist einzigartig schön und das grösste Kunstwerk was wir Menschen überhaupt kennen und von was Sie sprechen ist der Mensch. Also die Welt ist nicht gleich Mensch bezüglich "komische Welt"! Wir nehmen uns hier viel zu wichtig und denken wir stehen über allem. Dem ist aber nicht so glauben Sie mir.

    • Sloogy CKK am 13.10.2017 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Sagt der Kaiser von seinem Thron. 3. Welt Länder wenn ich das schon höre krieg ich nen Hals. Wer hat sie dazu gemacht? Ah ja die kolonisten sprich Europäer. Sind ja immer noch dabei diese Länder klein zu halten damit ja Nix passiert mit den schürf Rechten. Gold platin Diamanten Kupfer gibt's ja alles einfach so in der Schweiz (Europa). Die geburtenrate muß kontrolliert werden weltweit. Es sind zu viele Menschen auf der Erde. Nicht nur in 3. Welt Länder sondern überall.

    • Petra Wyler am 14.10.2017 10:36 Report Diesen Beitrag melden

      Wir sind zu viele Menschen

      Ganz hart gesagt nennt sich das natürliche Selektion. Warum gibt es wohl solche Hungersnot? Weil wir immer wieder hinrennen und diesen Leuten helfen. Die überlebenden Kinder machen später wieder Kinder und die schon knappe Nahrung reicht dann auch nicht mehr. Einfach mal schauen wie sich z.b. Afrika sich in den letzten 50 Jahren vermehrt hat. Alles Dank unseres Helfersyndroms.

    • Zu Ende denker am 14.10.2017 19:10 Report Diesen Beitrag melden

      Erst überlegen und bis zu ende denken!!!

      Ja jeder junge Menschen sollte sich dringen anfangen zu überlegen was er tut wenn er KINDER in diese Welt setzt. !!!?? Man kann den Umweltschutz den man so betreibt mit KEINER Technik aufhalten schon gar nicht rückgängig machen!! Kopf einschalten! Und man kann GUT AUCH OHNE Kinder GLÜCKLICH LEBEN ! ICH HABE ES AUSPRIOBITRT UND SOMIT EIEN GUTEN Umweltschutz getrieben!!

    • Peter am 15.10.2017 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sloogy CKK

      Möchte nochmals betonen das in der dritten Welt Länder wie am Fliessband geboren wird, und bei jeder Strohhütte stehen die Hilfsorganisationen mit Geld und Nahrung. Und darum ich halte nicht von den Hilfswerke den sie spielen ein falsches Spiel.

    • Spatz am 19.10.2017 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sloogy CKK

      Da haben Sie schon recht. Aber die Hände in den Schoss zu legen und zu jammern, dass alle anderen schuld haben, bringt die Leute auch nicht weiter. Seit Jahrzehnten fliessen Milliarden an Entwicklungshilfe in diese Gebiete, aber gebracht hats irgendwie nicht gerade viel. Noch immer verhungern zehntausende Kinder. Umdenken wäre wohl angebracht. Aber solange die westliche Welt den Entwicklungsländern das Denken abnimmt, verändert sich genau gar nichts.

    einklappen einklappen
  • Jury am 13.10.2017 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaerwärmung?

    Während das Eis am Nordpol schmilzt wächst es am Südpool. Aber darüber will niemand ernsthaft sprechen. Es ist nicht so einfach mit dem Klimawandel.

    • patrick h. am 13.10.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      keine Macht den Klimalügner

      Jaja, die Klimalügner. Wissenschaftler sagen der Klimawandel sei sehr komplex und rufe interessante Dinge hervor. Aber für Dich, zum mitschreiben: Das Eis am Nordpol schmilzt ca. 6 mal so stark wie es am Südpol nachwächst. Das reicht für Dich aber natürlich um die Meinung von 98% aller Wissenschaftler in Frage zu stellen, ist klar.

    • Martin am 13.10.2017 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jury

      Klimaerwärmung alle sprechen davon dass es heiss wird. Da kann es gar kein Eis geben. Oder stimmt beides nicht. Verändern nur die Menschen sich.

    • Deine Mutter am 13.10.2017 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Jury

      Selbst wenn ein Kommentar welcher nur 9 Minuten zuvor geschrieben wurde den Grund erklärt, behaupten Sie dass niemand darüber spricht. @Martin und genau das ist der Unterschied zwischen "wird" und "ist".

    • Juan R am 14.10.2017 01:31 Report Diesen Beitrag melden

      Südpol-Eis hatte gerade Negativrekord!

      Und die Arktis ist ohnehin in einem armseeligen Zustand. Die Konsequenzen werden gravierend sein.

    • Peter Moser am 14.10.2017 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      @patrik h.

      Ja das Eis schmilzt, doch so ist z.b. die Eisdecke in Grönland immer noch viel dicker als sie auch schon war. Grönland hatte schon viel weniger Eis um 1500.

    einklappen einklappen