Alkohol am Arbeitsplatz

01. Februar 2011 11:02; Akt: 01.02.2011 19:51 Print

Trinken bei der Arbeit kommt teuer zu stehen

Wer vor oder während der Arbeit Alkohol trinkt, leistet weniger. Das kostet den Arbeitgeber jährlich eine Milliarde Franken.

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Wer am Arbeitsplatz trinkt, kostet dem Arbeitgeber viel Geld. (colourbox.com)

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Erstmals haben Experten für die Schweiz berechnet, wie teuer dies die Arbeitgeber zu stehen kommt. Problematischer Alkoholkonsum am Arbeitsplatz verursacht demnach jährlich Kosten von einer Milliarde Franken.

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Insgesamt 3335 Teilnehmer

Der grösste Teil davon - vier Fünftel - entfällt auf Produktivitätseinbussen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag in einem Communiqué schreibt. Menschen, die während der Arbeit trinken, leisten gemäss Studie rund 15 Prozent weniger als nüchterne Personen. Neben der entgangenen Produktivität führt der problematisch Alkoholkonsum auch zu Kosten wegen vermehrter Absenzen sowie wegen Unfällen.

70 000 Betroffene

Bestellt wurde die Studie vom BAG und der Unfallversicherungsanstalt Suva bei der Beratungsfirma Polynomics. Deren Experten befragten Personalverantwortliche von 1300 Firmen. Ein Drittel davon gab an, Mitarbeitende mit einem problematischen Alkoholkonsum zu beschäftigen.

Von den Angestellten der 1300 befragten Firmen sind laut BAG 2 Prozent von Alkoholproblemen betroffen. Hochgerechnet auf die 3,5 Millionen Erwerbstätigen in der Schweiz entspricht dies etwa 70 000 Personen.

Am stärksten betroffen sind das Gast- und das Baugewerbe mit 5,1 respektive 3,9 Prozent Betroffener. Am wenigsten solcher Personen gibt es gemäss Studie in der öffentlichen Verwaltung und im Schulwesen mit einem Anteil von 0,5 Prozent.

Wenig verbreitete Präventionsprogramme

Stärker betroffen sind auch kleinere Unternehmen mit 10 bis 20 Mitarbeitenden. Personalverantwortliche solcher Firmen gaben mehr als doppelt so oft an, Angestellte mit Alkoholproblemen zu beschäftigen. Ein Grund dafür könnte gemäss Studie sein, dass die Personalverantwortlichen in engerem Kontakt zu den Angestellten stehen als in grossen Firmen.

26 Prozent der Unternehmen, die solche Menschen beschäftigen, verfügen über ein Präventionsprogramm, bei 10 Prozent ist ein solches in Planung. Im Vordergrund stehen dabei Alkoholverbote vor oder während der Arbeit, beschränkter Zugang zu Alkohol am Arbeitsplatz sowie Beratung.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ArbeiterIn am 01.02.2011 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    es gibt noch viele andere Ursachen

    es gibt noch viele andere Ursachen, welche die Arbeitsleistung reduzieren. Über Freizeitthemen reden, an Frauen/Männer denken, Internet, Mobbing, Blau machen, Sport(unfälle), wer noch einen zweiten Job/Ausbildung hat und sich im ersten darauf vorbereitet, Moorhuhn und Ähnliches, viel zu lang Pause machen, Rauchpausen, Geldsammeln für Frischverheiratete/Kinder (Gespräch beim Einkassieren), Berichte/Protokolle die niemand liest, unnötiges Verärgern von Mitarbeitern, Entlassungsklima, Streik der Kaffeemaschine, verschwitzte Kleider, übertrieben-gescheit-sprechen, Missverständnisse mit Ausländern.

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  • Teto am 15.02.2011 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig diese angeblichen Berechnungen

    dabei ist genau die Wirtschaft und der Druck schuld. Macht weiter so in der Arbeitswelt und es wird noch mehr süchtige geben!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Teto am 15.02.2011 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig diese angeblichen Berechnungen

    dabei ist genau die Wirtschaft und der Druck schuld. Macht weiter so in der Arbeitswelt und es wird noch mehr süchtige geben!

  • ArbeiterIn am 01.02.2011 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    es gibt noch viele andere Ursachen

    es gibt noch viele andere Ursachen, welche die Arbeitsleistung reduzieren. Über Freizeitthemen reden, an Frauen/Männer denken, Internet, Mobbing, Blau machen, Sport(unfälle), wer noch einen zweiten Job/Ausbildung hat und sich im ersten darauf vorbereitet, Moorhuhn und Ähnliches, viel zu lang Pause machen, Rauchpausen, Geldsammeln für Frischverheiratete/Kinder (Gespräch beim Einkassieren), Berichte/Protokolle die niemand liest, unnötiges Verärgern von Mitarbeitern, Entlassungsklima, Streik der Kaffeemaschine, verschwitzte Kleider, übertrieben-gescheit-sprechen, Missverständnisse mit Ausländern.

    • C. am 12.02.2011 20:40 Report Diesen Beitrag melden

      M Mitarbeiter

      Ja genau das erlebe ich tag Täglich in dem Betrieb in dem ich Arbeite.

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