Hightech an Heiligabend

22. Dezember 2011 23:38; Akt: 23.12.2011 10:17 Print

US-Luftwaffe jagt den Weihnachtsmann

Wo ist der Weihnachtsmann? Wenn die Schweiz das Christkind erwartet, stellt sich ein grosser Teil der Erdbevölkerung an Heiligabend genau diese Frage. Die amerikanische Armee kennt die Antwort.

Die Route, die der Weihnachtsmann 2010 zurücklegte. Wo er dieses Jahr überall auftaucht? (Quelle: noradsanta.org)
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Wenn einer wissen kann, wo der Weihnachtsmann am Himmel gerade ist, dann ist es ja wohl das Raketen-Frühwarnzentrum der US-Luftwaffe (NORAD). Das sehen die Mitarbeiter dieser High-Tech-Behörde offenbar genauso und eröffnen an Heiligabend wieder ihr «Santa-Beobachtungszentrum».

Sie erwarten Zehntausende Anrufe und E-Mails, die von 1200 freiwilligen Helfern beantwortet werden. Das Nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (NORAD) informiert Kinder seit 1955, wo sich der Weihnachtsmann gerade aufhält.

Am Anfang stand ein Tippfehler

Dabei beruht das Ganze eigentlich nur auf einem Irrtum. Eine Zeitung in Colorado Springs hatte damals in einer Anzeige Kinder aufgerufen, den Weihnachtsmann unter einer bestimmten Nummer anzurufen. Darin war aber ein Fehler enthalten und Dutzende Kinder landeten beim NORAD-Vorgänger Continental Aerospace Defense Command.

Die diensthabenden Offiziere spielten aber mit und begannen, Berichte dazu abzugeben, wo Santa, wie der Weihnachtsmann in den USA heisst, gerade ist. Das wurde nun inzwischen zu einer Tradition. Im vergangenen Jahr beantworteten Freiwillige an Heiligabend 80 000 Anrufe, wie Projektleiterin Joyce Creech erklärt.

Nervöse Kinder am Telefon

«Es ist so bewegend, die kleinen Seufzer am anderen Ende der Leitung zu hören, da merkt man, wie nervös sie sind», sagt Creech. «Aber wir hören auch herzzerreissende Geschichten: ‹Kannst du Santa bitten, meinen Bruder von Krebs zu heilen?› oder ‹Kann ich ein Paar neue Schuhe bekommen? Ich habe keine.›»

Die aktuellen Positionsmeldungen von NORAD gibt es inzwischen auch auf Facebook, Twitter, YouTube, auf der eigenen Website (sogar in deutscher Sprache) und im Fernsehen. In diesem Jahr gibt es erstmals auch eine App für iPhones oder Mobilgeräte mit den Betriebssystemen Android. Seit Mitte Dezember wurde die App mehr als 234 000 Mal heruntergeladen, sagt Creech.

Im Mittelpunkt stehen aber immer noch die Telefonanrufe. Im Schichtbetrieb werden hier die Freiwilligen die Fragen der Kinder beantworten. Für viele Familien sei es schon zur Tradition geworden, bei NORAD anzurufen, erklärt Creech. «Es bringt den Menschen Freude, vor allem den Kindern.»

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc N am 23.12.2011 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    @Werbung

    Tja, und wenn man bedenkt dass die ganze Sache mit Santa auf dem Mist von Coca-Cola gewachsen ist, kann man wirklich nur schmunzeln. In dem Sinne, Prost, äh ich meinen frohe Weihnachten... :-)

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  • Marco am 23.12.2011 02:40 Report Diesen Beitrag melden

    o'santa

    Komischer Mann mit Bart, den alle suchen...

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  • erooo am 23.12.2011 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist mal Menschlichkeit

    echt super sache. mir ist eine träne runtergeflossen als ich die zeile gelesen hatte, dass kinder anrufen, weil geschwister unter krebs leiden oder man keine schuhe hat. echt toll von denen!:))

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bernadette Müller am 25.12.2011 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Ich finde das eine gute Sache P.s: wie heißt diese App. ??

  • erooo am 23.12.2011 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist mal Menschlichkeit

    echt super sache. mir ist eine träne runtergeflossen als ich die zeile gelesen hatte, dass kinder anrufen, weil geschwister unter krebs leiden oder man keine schuhe hat. echt toll von denen!:))

  • santa claus am 23.12.2011 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super sache

    schön, dass es so viele freiwillige leute gibt

  • AFrikanerin am 23.12.2011 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Afrika vergessen

    Schade, dass Santa nicht nach Afrika fliegt

    • Galago am 23.12.2011 17:41 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht vergessen

      Vielleicht beim grossen Stadion bei 0:56? Und falls nicht - er war auch nicht in Südamerika, Asien oder Australien, also nicht gleich alles persönlich nehmen...!

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  • CHer am 23.12.2011 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    red alert

    Bärtige Männer, die über nordamerikanischem Luftgebiet mit verdächtigen Paketen unterwegs sind, sind unverzüglich abzuschiessen.

    • Santa am 23.12.2011 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Haha

      Haha der war gut :-D

    • Julian am 24.12.2011 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Humor ist toll

      hahahahaha :D

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