Behörden hilflos

28. August 2013 03:23; Akt: 28.08.2013 11:17 Print

Virus tötet Hunderte Delfine an US-Ostküste

In den letzten Wochen sind zwischen New York und North Carolina mindestens 330 tote Delfine angespült worden. Schuld am Massensterben soll ein bekanntes Killervirus sein.

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Die amerikanischen Behörden haben offenbar das für das Delfinsterben an der US-Ostküste verantwortliche Virus identifiziert. Das Morbillivirus wird für den Tod von Hunderten Delfinen der Art Grosser Tümmler verantwortlich gemacht. Mehr als 330 der Tiere wurden seit dem 1. Juli zwischen New York und North Carolina angespült, die meisten bereits verendet, wie das Nationale Meeresinstitut (NOAA) am Dienstag mitteilte.

Das seien fest zehnmal so viele Tiere wie im Schnitt. Die tatsächliche Zahl dürfte noch viel höher liegen, da ein beträchtlicher Teil der toten Delfine nicht angespült wird, sondern im Meer bleibt.

Bereits 1987 und 1988 hatte das Virus mindestens 740 Delfinen an der Küste zwischen New Jersey und Florida das Leben gekostet. Einen wirksamen Schutz gegen die Krankheit gebe es nicht, hiess es von den Behörden. Allerdings würden die überlebenden Tiere künftig widerstandsfähiger gegen die Krankheit sein. Für Menschen bestehe keine Ansteckungsgefahr.

(jbu/sda)