Nebeneffekte

23. Juli 2014 13:36; Akt: 23.07.2014 13:36 Print

Warum Ehen mit Töchtern öfter geschieden werden

Die Scheidungsrate bei Ehepaaren, die Töchter haben, ist höher als bei solchen mit Söhnen. Das ist bekannt. Jetzt haben Forscher den Grund dafür gefunden.

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Das Geschlecht eines Babys lässt vieles erahnen – etwa, ob im Haus künftig Puppen oder Autos dominieren. Oder: Ob es später eher auf den Fussballplatz oder in Shopping-Malls gehen wird. Doch eines dürften werdende Eltern meist nicht in ihre Überlegungen miteinbeziehen. Nämlich ob das Geschlecht des Babys Konsequenzen für ihre Ehe haben wird.

Doch genau das spielt eine grosse Rolle, wie US-Forscher bereits 2004 festgestellt hatten. Demnach halten Ehen mit Söhnen länger als die mit Töchtern – und das nicht nur in den USA, sondern weltweit. Nur: Warum das so ist, war bislang unklar. Wissenschaftler vermuteten, dass Mädchen womöglich einen negativen Effekt auf die Stabilität der Beziehung ihrer Eltern haben oder dass Väter generell Söhne bevorzugen.

Dass die Ursache eine ganz andere ist, berichten nun Forscher um Amar Hamoudi von der Duke Universität im US-Bundesstaat North Carolina im Fachjournal «Demography». Die überraschende Antwort auf das «Warum?» lautet: Ungeborene weibliche Babys sind widerstandsfähiger als männliche. Sie überstehen eher Schwangerschaften, die durch Stress und Beziehungskrisen geprägt sind. Dadurch werden sie statistisch häufiger in angespannte Beziehungen geboren, die wiederum oft mit einer Scheidung enden, so die Erklärung. Töchter verursachen demnach also keine höheren Scheidungsraten, sondern sind ein Nebeneffekt von Eheproblemen.

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vater am 23.07.2014 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Leerlauf

    Wieder eine Studie die kein Mensch braucht!

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  • Angel am 23.07.2014 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin eine Tochter

    "Töchter sind ein Nebeneffekt von Eheproblemen". Hui,das hört sich nicht soo gut an

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  • Ernst Hafter am 23.07.2014 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Die Töchter als Folge von Eheproblemen?

    "Töchter verursachen demnach also keine höheren Scheidungsraten, sondern sind ein Nebeneffekt von Eheproblemen." Na dann ist ja alles klar ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • die ela am 30.07.2014 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    keine Regel ohne Ausnahme

    tja, ich bin die älteste von 3 Mädchen, und meine Eltern sind immer noch glücklich verheiratet, seit über 35 Jahren...

  • Mädel am 29.07.2014 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Studien - Rückschluss

    Naja die Theorie kann ich zumindest an eigener Erfahrung bestätigen. Meine Eltern hatten schon lange vor meiner Geburt Probleme und meine Mutter hat vor mir leider eine Totgeburt erlitten, das wäre mein älterer Bruder geworden. Ich habe es jedenfalls geschafft, die Ehe hat leider aber nicht gehalten. Auch mein Stiefvater hatte mit seiner Ex immer Stress, hatte mit ihr auch nur Töchter. Als meine Eltern dann heirateten, war plötzlich ein Junge da. Meinen (Stief)Vater hat das natürlich gefreut :) Alles in allem sind Männer immer noch in Unterzahl aber alle sind glücklich :)

  • Fiona am 27.07.2014 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lückenhaft

    Diese Art von Studie ist aus meiner Sicht nicht Aussagekräftig genug. Männliche Samen mit Erbgut XX (Weiblich) sind langsamer, dafür langlebiger. Samen mit XY (männlich) schneller, dafür kurzlebiger. Findet der Geschlechtsverkehr ein paar Tage vor dem Eisprung statt, steigt die Chance auf ein Mädchen. Am Tag des Eisprung selber (oder innerhalb der nächsten 24 Std) sind die Chancen für einen Jungen. Bei all den Paaren mit Mädchen & Scheidung/Trennung, müsste mann auch berücksichtigen ob Tatsächlich Fehlgeburten vorhanden waren & ob es dabei um Junge handelte. Ansonsten ist es nur Zufall.

  • Mama 32 am 25.07.2014 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Töchter vs. Söhne

    Ich habe selbst 2 Töchter und habe bei der 2. Schwangerschaft den Druck der Familie meines Mannes zu spüren bekommen, weil alle einen Sohn wünschten. Söhne werden in vielen Kulturen gefeiert, Mädchen weniger. Männer kümmern sich auch lieber um männlichen Nachwuchs als mit Puppen zu spielen. Ich denke, in einer Familie mit Söhnen bringt sich der Vater mehr ins Familienleben ein.

    • Corinne am 26.07.2014 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Vater hat meistens engere Bindung zum Sohn

      Ihr letzter Satz ist sehr treffend. Mein Mann hat mit seiner Exfrau 2 Söhne und mit mir eine Tochter. Sicher liebt er seine Tochter auch, aber er verbringt mehr Freizeit mit seinen Söhnen. Ich sprach mit meiner Tochter darüber und es stört sie nicht, da sie die engere Bindung zu mir hat. Würde es meine Tochter stören, dann würde ich meinen Mann zwingen dies zu ändern, was zu Eheproblemen führen könnte. Auch ich fühlte mich mehr zu meiner Mutter hingezogen, während mein Bruder halt mehr mit dem Papa unternommen hat. Gestört hat uns das nicht. Mir hat in meiner Kindheit nichts gefehlt.

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  • Toni D. am 25.07.2014 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    geirrt

    ich hätte jetzt darauf getippt, dass Töchter besser darin sind, ihre Eltern gegeneinander auszuspielen.

    • Herr Stolte am 05.08.2014 09:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ich auch.

      Bei mir war es jedenfalls so und es gelang ihnen vorzüglich.

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