Ein Bild, eine Frage

07. Februar 2011 15:58; Akt: 07.02.2011 17:33 Print

Was entsteht hier aus Kork und Schnur?

Dieser Angestellte einer Fabrik in Indien ist gerade dabei, etwas herzustellen, das man für die Ausübung eines Sports benötigt. Haben Sie eine Idee, was hier aus Kork und Schnur entsteht?

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B.D. Mahajan and Sons (BDM) heisst der Familienbetrieb, der seit 90 Jahren Cricketbälle und -schläger herstellt. Die beiden Fabriken mit rund 300 Arbeitern liegen in Meerut, 80 Kilometer nordöstlich von Delhi. Dort werden jeden Tag in Handarbeit rund 400 Cricketschläger und 600 Cricketbälle hergestellt. Mit dem Start des Cricket World Cup 2011 am 19. Februar haben die Arbeiter noch mehr zu tun; täglich fertigen sie 1200 Schläger an.

Sponsorennamen verdrängen Herstellerlogo

Und an diesen Schlägern entzündet sich nun eine Diskussion. Der Direktor von BDM, Rakesh Mahajan, sagte gegenüber der neuseeländischen Zeitung «The Independent on Sunday», dass für den World Cup sein Firmenlogo von den Schlägern abgekratzt werde. Dafür werden die Bats mit den Namen der Sponsoren versehen. Zwar finde er nichts Negatives am Sponsoring, dass aber das Hersteller-Logo für die Cricket-Welt nicht mehr sichtbar ist, das findet der Direktor unfair.

Im Moment läuft es für BDM allerdings noch gut. Die besten Cricket-Spieler der Welt gingen bei ihnen ein und aus, um das Holz zu berühren, aus dem schliesslich ihr Schläger gefertigt werden soll. Mahajan: «Reebok ist hier, Nike ist hier, aber unser Business wächst. Denn die richtigen Leute wissen, wer die Ausrüstung herstellt.»

Solange das so ist, kann BDM auch seine Angestellten überdurchschnittlich gut entlöhnen. Sie bekommen umgerechnet rund 105 Franken pro Monat, was in Indien ein anständiger Lohn ist.

Wie viel Arbeit in einem Cricket-Ball steckt, kann man dank einem Blick in die Bildstrecke erahnen. Die Bälle werden für 1.20 bis 12 Franken pro Stück verkauft.

(lue)