Wasserdampf in Atmosphäre

11. September 2019 22:02; Akt: 11.09.2019 22:07 Print

Gibt es Leben auf diesem Planeten?

Ein Forscherteam hat einen Planeten entdeckt, der ein «vielversprechender Kandidat» für die Suche nach ausserirdischem Leben ist.

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Bei der Suche nach Leben ausserhalb unseres Sonnensystems ist ein internationales Forscherteam womöglich einen wichtigen Schritt vorangekommen: Astronomen entdeckten zum ersten Mal Wasserdampf in der Atmosphäre eines fernen Planeten, der seinen Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone umkreist.

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Das geht aus einer am Mittwoch im Fachmagazin «Nature Astronomy» veröffentlichten Studie hervor. Der Himmelskörper ist den Experten zufolge der «vielversprechendste Kandidat» für die Suche nach ausserirdischem Leben.

«Ist die Erde einzigartig?»

«Wasser in einer möglicherweise bewohnbaren Welt zu finden, bei der es sich nicht um die Erde handelt, ist unglaublich aufregend», sagte der Ko-Autor der Studie, Angelos Tsiaras, vom University College in London. «Es führt uns näher zur Antwort auf die grundlegende Frage: Ist die Erde einzigartig?»

Die Entdeckung sei mithilfe des Hubble-Teleskops geglückt, erklärten die Forscher. Der Fund bedeutet demnach aber nicht, dass es tatsächlich Leben auf dem 110 Lichtjahre entfernten Exoplaneten K2-18b gibt.

«Wir können nicht daraus schliessen, dass sich flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Exoplaneten befindet, aber ich denke, dass dies sehr gut möglich ist», betonte die Mit-Autorin Giovanna Tinetti, die ebenfalls am University College in London forscht. Zudem herrsche auf dem Planeten eine Temperatur, die jener der Erde sehr ähnlich sei.

Ähnliche Zusammensetzung wie Erde und Mars

Der Exoplanet K2-18b wurde 2015 vom US-Weltraumteleskop Kepler entdeckt. Er umkreist die Sonne K2-18, einen roten Zwergstern im Sternbild Löwe, in der sogenannten bewohnbaren Zone – also in einem Abstand von seiner Muttersonne, der die dauerhafte Existenz flüssigen Wassers auf seiner Oberfläche ermöglichen könnte. K2-18b besteht wahrscheinlich aus Silikaten wie die Erde, Mars und Venus, sowie aus Eis.

Zuletzt hatte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen drei neue Planeten entdeckt, von denen einer womöglich bewohnbar ist. Die im Sternbild Wasserschlange (Hydra) entdeckten Exoplaneten umkreisen den 31 Lichtjahre entfernten Stern GJ 357. Er weist ein Drittel an Masse und Grösse unserer Sonne auf, wie die Universität Göttingen Ende Juli mitgeteilt hatte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Albin Notter am 11.09.2019 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja

    wenn es wirklich intelligentes Leben da drausen gibt, davon gehe ich aus, werden die sich hüten,sich der Menschheit zu zeigen

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  • mark s. am 11.09.2019 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    110 Lichtjahre

    110 Lichtjahre. hmm. das schaffe ich kaum um von all den doofen Leuten zu fliehen.

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  • Mephistofeles am 11.09.2019 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weit, weit weg!

    Ist leider sehr weit weg und dahin zu fliegen dauert sehr, sehr, sehr lange!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • x x x x x x x x x x x x am 12.09.2019 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    ist wohl eher so, dass Ausserirdische

    sich gut versteckt halten vor uns auch so tollen Menschen. Zu welchen scheusslichen Taten der Mensch fähig ist beweist er täglich aufs Neue. Man braucht nur die Beweiskette umdrehen dann gibt es nicht Leben hinter dem Mond zu erfoschen - denn mit umgekehrtem Blickwinkel sind wir es, die aus Sicht der Ausserirdischen hinter dem Mond leben. So arrogant zu glauben, dass es ausser ihm keine Intelligenz im Universum gibt kann nur der ignorante ungebildete Mensch sein.

    • Leonardo am 12.09.2019 15:03 Report Diesen Beitrag melden

      Eigenverantwortung

      Das übliche Gerede von den verbitterten. So reden nur Leute die es nicht verstanden haben, dass wenn man bereitwillig sein Kreuz trägt, man automatisch einen positiven Einfluss haben kann. Alles andere ist nur seine eigenen Unzulänglichkeiten auf die Welt zu übertragen, nach dem Motto: "Ich bin 15 Jahre jung, habe keine Ausbildung, erzähle aber der Menschheit wie sie unvorstellbar komplexe Probleme bewältigen soll". Stichwort "Greta", was weiss sie denn schon von Verantwortung und wie man das Leben meistern soll. Ich sage wir sind auf einem guten Weg.

    • Someone am 12.09.2019 23:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Leonardo

      Diese Aussage hat rein gar nichts mit Verbitterung zu tun. Und bitte, wie kommen Sie jetzt auf Greta? Wenn Sie schon eine Meinung kritisieren wollen, dann bitte richtig und vorallem mit mehr Überlegung. Zu behaubten, nur ein Weg sei "richtig" ist ein bisschen fragwürdig lieber Leonardo.

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  • Romeo Jenny am 12.09.2019 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eingebildete Menschheit

    Es ist keine frage ob sondern wan wir die auerirdischen finden werden. natürlich gibts anderes leben da drausen. Die menschen sind nichts besonderes, Sondern genauso verwesende Biomasse wie alles andere auf diesem kleinen Planeten.

    • Silberdistel am 12.09.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      Arrogant

      Höchstwahrscheinlich werden wir auch auf Mikroben und Bakterien treffen. Aber es wäre arrogant anzunehmen, dass wir alleine Intelligenz entwickelt haben. Andere Wesen werden vermutlich nicht genau so aussehen wie wir.

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  • Rumpelstilzli am 12.09.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Suche nach Ausserirdischen?

    Ich denke da wird im ausserirdischen ein Platz für die oberen 10'000 gesucht...

  • Dani am 12.09.2019 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die SVP kann es kaum erwarten

    und auch den fernen Planeten zu vermüllen um damit Geld zu machen.

  • Weisser Wolf am 12.09.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    verwirrende Umfrage

    "Glauben" Sie an ausserirdisches Leben? Nein, das ist für mich keine Glaubensfrage. Ich denke, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es auch andernorts Leben gibt. Es geht für mich dabei um eine naturkundliche Fragestellung. Mit Glauben hat das nichts zu tun.