Fotowettbewerb

10. September 2019 10:02; Akt: 10.09.2019 10:02 Print

Welches Monster schnappt sich hier einen Pinguin?

Die Bilder, die für den «Wildlife Photographer of the Year»-Wettbewerb eingereicht wurden, verblüffen. Sie zeigen eine schöne, aber auch gnadenlose Natur.

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Am 15. Oktober 2019 werden die Gewinner des «Wildlife Photographer of the Year»-Wettbewerbs verkündet. Im Vorfeld hat das Britische Naturhistorische Museum eine Auswahl der aussichtsreichsten Anwärter aus den verschiedenen Kategorien veröffentlicht. Hier streckt ein Waschbär seinen Kopf aus einem Schrottauto auf einer verlassenen Farm in Saskatchewan, Kanada. Eselspinguine sind die schnellsten Schwimmer unter den Pinguinen. Blitzschnell wollte auch dieses Exemplar das Weite suchen, als aus den eisigen Fluten ein Seeleopard auftauchte. Die gefürchteten Jäger können bis zu 3,5 Meter lang und 500 Kilo schwer werden. 15 Minuten dauerte die Jagd, dann hatte der Seeleopard den Pinguin erlegt. Die Aufnahme gelang Eduardo Del Álamo vor der Küste der Antarktis. Bei dieser bizarren Kreatur handelt es sich um einen toten Rüsselkäfer, der von einem «Zombie-Pilz» befallen wurde. Der Pilz nutzte den Rüsselkäfer erst als Transportmittel und dann als Nährstofflieferanten. In den drei Kapseln, die aus dem Käfer wachsen, befinden sich Pilzsporen. Die Aufnahme entstand im peruanischen Regenwald. Die nächsten beiden hochgelobten Aufnahmen kommen von Schweizer Fotografen. Hier hat Adrian Hirschi in Simbabwe festgehalten, wie ein Flusspferd-Männchen versucht, ein Jungtier zu töten. Kindestötungen unter Flusspferden sind selten, können aber passieren, wenn sich zu viele Tiere in den austrocknenden Wasserlöchern aufhalten. Diese Aufnahme von Michel Roggo stammt vom Grund des Neuenburgersees. Sie zeigt Stängel des Ährigen Tausendblatts, von denen einige über und über mit Wandermuscheln bedeckt sind. Die Weddellrobbe auf dieser Aufnahme scheint tief zu schlafen. Das Bild entstand auf dem Festeis vor dem Larsen Harbour an der Südostküste Südgeorgiens. Weibchen dieser Art können bis zu 3,5 Meter gross werden. Die Männchen sind etwas kleiner. Diese Schwanzmeise (Aegithalos caudatus japonicus) trinkt an einem bitterkalten Morgen auf Hokkaido, der nördlichsten der Hauptinseln Japans, einen Tropfen, der sich an einem Eiszapfen gebildet hat. Eine kleine Makrele schaut vor Tahiti aus einer Qualle heraus, die sie als Rastplatz für die Nacht nutzte. Der Fisch ist in der Qualle sicher vor Fressfeinden. Ob die Qualle auch einen Vorteil von der Präsenz des Fisches hat, ist unklar. Jedes Jahr werden in Sweetwater in Texas anlässlich des viertägigen Rattlesnake Round-up Zehntausende von Klapperschlangen eingefangen und getötet. Die blutigen Handabdrücke, darunter viele von Kindern, stammen von jenen, die die Reptilien gehäutet haben. Ein neugieriger junger Grauwal nähert sich einem Paar Hände vor San Ignacio im mexikanischen Bundesstaat Baja California. Die Hände gehören einem Toursten auf Walbeobachtungstour. Die Wale mögen es offenbar, sich Kopf und Rücken von den Touristen streicheln zu lassen. Stachelmakrelen bilden einen kreisförmigen Schwarm bei einem Korallenriff im Ras-Mohammed-Nationalpark an der Südspitze der Sinai-Halbinsel in Ägypten. Diese Schildkröte verendete, nachdem sie sich in einem angeschwemmten Strandstuhl verfangen hatte. Das Bild entstand im Tierschutzgebiet Bon Secour im US-Bundesstaat Alabama. Beim Tier handelte es sich um eine stark gefährdete Atlantik-Bastardschildkröte. Die Puppe eines Zahnbindenzünslers. Den Käfig hat der zukünftige Falter zum Schutz vor Fressfeinden aus Borsten gebaut und sich an Seidenfäden darin aufgehängt. Die Aufnahme stammt aus dem autonomen Bezirk Xishuangbanna im Süden der Provinz Yunnan (Volksrepublik China). Ein Braunkehl-Faultier sitzt auf einem Ameisenbaum im Nationalpark Soberanía in Panama. Das Bild hat Carlos Pérez Naval für die Kategorie Junge Tierfotografen 11 bis 14 Jahre geschossen. Ein einzelner Gepard streitet sich mit einem Rudel Wildhunde im Zimanga-Wildreservat in der südafrikanischen Provinz Kwazulu-Natal. Laut dem Fotografen Peter Haygarth gab der Gepard nach einigen Minuten auf und machte sich aus dem Staub.

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Am 15. Oktober 2019 werden die Gewinner des «Wildlife Photographer of the Year»-Wettbewerbs verkündet. Im Vorfeld hat das Naturhistorische Museum in London eine Auswahl der aussichtsreichsten Anwärter aus den verschiedenen Kategorien veröffentlicht.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zoologe am 10.09.2019 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf!!!

    Tiere gehen nur ihrer natürlichen Bestimmung nach und sind und waren nie Monster! Monster bringt nur die menschliche Spezies hervor!

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  • Mönschtärli am 10.09.2019 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Monster?

    Monster? Welches Monster? Ich seh nur eine super gelungene Aufnahme eines Seeleoparden, der auf einer (Fr-)Esstour ist.

  • Hydrurga leptonyx am 10.09.2019 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Robby Rob

    Seeleopard -> einer der beiden spitzen Prädatoren in der Arktis

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Die neusten Leser-Kommentare

  • AFD-er Jucken am 10.09.2019 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Freude Herrscht

    ihr seht es selbst, die Natur ist böse, gemein, hinterrücks und zeigt kein Mitgefühl: wir müssen gemeinsam gegen sie vorgehen und wir sind schon auf gutem Weg,... bald ist sie weg, dann geht die Party erst richtig los... los weiter so wie bis her, noch ein bisschen schneller wir sind bald am Ziel

    • Bertb am 10.09.2019 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @AFD-er Jucken

      die natur ist nicht böse, es ist natur in vollendung, weder gut noch böse! der lauf der natur ohne wen und aber!

    • AFD-er Jucken am 10.09.2019 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      hallo Bertb

      Vollendung der Natur, wenn ich das nur höre...warum wollen uns dann die Löwen fressen? und wir rutschen auf Bananenschalen aus? ganz zu schweigen von Rückenschmerzen und von den Mücken die uns stechen, die Blutsauger...da läuft so viel schief, sogar der Turm von Pisa kennt das...nur gut biigt das der Mensch wieder gerade, ist sowieso noch 3 -5 °C zu kalt, frag mal die Finnen...nur geht das etwas langsam aber wir geben uns Mühe...

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  • Glacé am 10.09.2019 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Surfer-Seele

    Der Pinguin ist ja mal ne eiskalte Socke.. mit der Wake-Bord-Scholle vor dem Seeleoparden abhauen.. das nenn ich coool... Der gehört zur Gattung " Sphenisicidus Chucknorris"

  • Tribu am 10.09.2019 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschen

    Tiere kennen keine Gnade, Menschen schon. Das ist der entscheidende Unterschied, liebe Tiervermenschlicher. Mitgefühl gibts nur von Menschen, bei Tieren ist alles Triebgesteuert.

    • sami, hulger am 10.09.2019 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Tribu

      lieber Tribu, wo hast du bloss diese info her? mitgefühl gibt es sehr wohl auch bei tieren! solltest dir vielleicht mal ein haustier zutun. aber bitte immer lieb zu ihm oder sie sein, gele?

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  • K.D. am 10.09.2019 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Flusspferdbaby

    Bild Nr. 4 ist echt traurig :( Bei den Kinderhandabdrücken kommt mir Blair Witch in Sinn.

  • Pinguinfreund am 10.09.2019 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reto C.

    Ich hätte eingegriffen und wäre dem Pinguin zu Hilfe geeilt. Für den Fotografen war sein blödes Bild wichtiger. Wäre so einer mein Mann würde ich ihn verlassen.

    • Bertb am 10.09.2019 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pinguinfreund

      sorry dass ist reine natur! so ist das leben!

    • nöpnööp... am 10.09.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      Pingu vs. Robby

      Was für ne komische Ansicht sie hier teilen. Wäre der Fotograf nicht da gewesen, oh wie schlimm! Der Pingu wäre trotzdem gejagt worden. Die Natur wartet nicht darauf, bis jemand kommt und ein schönes Foto schiesst damit likes gewonnen werden. Und zudem ist es die eine Aufgabe eines Naturfotografen, alles seinen Lauf zu lassen d.h. bei noch so schlimmen Situationen einfach draufhalten und NICHT eingreifen! Traurig, aber ist leider so!

    • S. aus L. am 10.09.2019 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pinguinfreund

      Fressen und gefressen werden, natürliche Regulation der Populationen. Natur pur. Ausserdem: Was genau hätte er unternehmen sollen/können? Hätte er hinterher schwimmen sollen?

    • Simi am 10.09.2019 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Pinguinfreund

      Es gilt als ungeschriebenes Gesetz unter Tierfotografen und Naturbeobachtern, niemals in die natürlichen Abläufe einzugreifen.

    • Maler50 am 10.09.2019 13:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pinguinfreund

      Natur pur, da hat der Mensch nicht einzugreifen. Hier gilt nun ein fressen y gefressen werden.

    • Geni am 11.09.2019 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      wenn dr Löwe an der Gattin knabbert

      auch wenn der Löwe an der Gattin kaut, immer "Maler50 und "Sims Rat befolgen: Natur pur, da hat der Mensch nicht einzugreifen. Hier gilt nun eins fressen und gefressen werden.

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