Computeranimation

18. März 2016 15:50; Akt: 18.03.2016 15:50 Print

Wie Technologien das Kino neu verzaubern

von Martina Polek - «Toy Story» beflügelte die Computeranimation. Seither haben sich die Tricks der Macher stetig verbessert.

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Der Film «Toy Story» kam vor 20 Jahren in die Schweizer Kinos. Damals eine Sensation: Die Spielzeugpuppen Woody und Buzz Lightyear rennen komplett vom Computer animiert über die Leinwand. Aus heutiger Sicht wirkt die Welt der Spielzeuge ziemlich grob.

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Doch «Toy Story» stiess eine rasante Entwicklung der Technik an. «Jeder neue Film verlangte nach neuen Software-Tricks, damit die Ideen auch möglichst echt dargestellt werden konnten», sagt Animationsexperte Jürgen Haas von der Hochschule Luzern.

So gelang den Softwareentwicklern schon wenige Jahre nach «Toy Story» die Animation der pelzigen Wesen in «Die Monster AG». Diese überzeugten nur, weil die Programmierer die Bewegung jedes einzelnen Haares berechneten. Noch realer wirkte der rote Wuschelkopf der schottischen Heldin Merida im gleichnamigen Film. Die Macher programmierten ihr Locken, die selbst dann in ihre Form zurückspringen, wenn sie heftig durch den Wind zerzaust werden.

Auf die Protagonisten folgt der Hintergrund

Nicht nur die Animation der Hauptfiguren, sondern auch die der Umwelt verbesserte sich rasant. Dank der exakten Lichtreflexe sieht das Wasser und Eis im Superheldenfilm «Die Unglaublichen» wie echt aus. Für realistische Wolken brauchten die Entwickler hingegen ein weiteres Jahrzehnt. So lange mussten Wolken jeweils von Hand in den fertigen Film hineingezeichnet werden – erst in «Arlo & Spot» tauchen dreidimensionale Wolken auf, die auf echten Satellitendaten basieren.

Und heute? «Unsere moderne Computeranimation kennt kaum mehr Einschränkungen», sagt Haas. Technik allein mache aber noch keinen guten Film. «Schlussendlich muss vor allem die Geschichte überzeugen.»


Den ersten computeranimierten Kurzfilm produzierte Pixar schon 1988. (Video: Youtube/kevin javier radilla garduño)


In diesem Film verraten die Animationsexperten von Pixar ihre Tricks. (Video: Youtube/WIRED)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sebastian am 18.03.2016 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Geschichten sind schuld

    Ich finde, Pixar erzählt einfach super Geschichten, schön verpackt. Darauf basiert ihr Erfolg und nicht primär auf der Animation. Seit ca. 10-15 Jahren gibt es kaum mehr gute Kinofilme (mit Ausnahmen). Grund sind die schlechten Geschichten, perfekte und viele Spezialeffekte, unzählige schlechte Fortsetzungen von Filmklassikern, etc. Die Filme sind einfach nicht mehr "prägend". Nemo, Toystory... Super erzählt. Oder "alles steht Kopf": Funktionsweise des menschlichen Gehirns spielerisch (und korrekt) in einem Animationsfilm. Super! Einer meiner Lieblingsfilme. Könnte Hollywood noch etwas lernen.

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  • Das Brot am 18.03.2016 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    In erster Linie...

    ... hat sich die Computerleistung vervielfacht. - Der Rest ist eine Folge dessen. - Wo bei Toy Story 1995 noch ~4 Stunden pro Bild gerendert wurde, würde das heute noch ~3 Minuten dauern.

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  • Reality am 18.03.2016 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Am besten finde ich ...

    ... Shrek (1), Monster Inc und Kung Fu Panda (1)

Die neusten Leser-Kommentare

  • shrekislife am 19.03.2016 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Verzaubert?

    Die Bilder werden zwar immer detaillierter und die Bewegungen natürlicher, aber die Designs immer liebloser und die Geschichten immer schlechter. Zauber ist schon lange weg.

  • Paul am 18.03.2016 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    3d fehlt Charme

    Der Charme von 2d Filmen vermisse ich, das war noch echte Kunst!

  • horst am 18.03.2016 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie wenns die technik wäre

    und dennoch sind die stories noch immer gleich öd und einfallslos.

  • Reality am 18.03.2016 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Am besten finde ich ...

    ... Shrek (1), Monster Inc und Kung Fu Panda (1)

  • Das Brot am 18.03.2016 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    In erster Linie...

    ... hat sich die Computerleistung vervielfacht. - Der Rest ist eine Folge dessen. - Wo bei Toy Story 1995 noch ~4 Stunden pro Bild gerendert wurde, würde das heute noch ~3 Minuten dauern.

    • G.V. am 19.03.2016 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Vorausgesetzt...

      ...man hat eine gute Renderfarm.

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