Spektakuläre Flugeinlage

12. Oktober 2009 10:14; Akt: 12.10.2009 11:50 Print

Maradonas göttlicher Bauchklatscher

Der späte Siegtreffer von Martin Palermo in der Regenschlacht gegen Peru brachte Argentinien die WM-Hoffnung zurück und sicherte Nationaltrainer Diego Maradona (vorerst) den Job. Der «Goldjunge» feierte seine Rettung in allerletzter Sekunde mit einem «Diver» ins klatschnasse Grün.

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Wie ein begossener Pudel stand Diego Armando Maradona nach dem peruanischen Ausgleich in der 90. Minute an der Seitenlinie. Alles schien verloren, die Qualifikation für die WM in Südafrika in weite Ferne gerückt, der Abgang des ehemaligen Nationalhelden in Schimpf und Schande nur wenige Augenblicke entfernt. Doch drei Minuten später hatte sich die Szenerie komplett geändert.

Maradonas Freude nach dem Schlusspfiff war beinahe grenzenlos und die «Hand Gottes» war von niemandem mehr aufzuhalten. Nach kurzem Anlauf tauchte er bäuchlings und mit vollem Körpereinsatz ins klatschnasse Grün des Estadio El Monumental von Buenos Aires. Nach dem 2:1-Siegtreffer von Martin Palermo in der 93. Minute gegen Peru verwandelte sich die ganze Anspannung des argentinischen Nationaltrainers in pure Energie und die «Hand Gottes» feierte das erlösende Tor, als hätte er es selbst erzielt.

«Wir werden unser Leben geben»

«Ich habe geglaubt, dass wir ausgeschieden sind», gestand Maradona nach dem Spiel. «Aber ich habe auf Palermo gesetzt, den heiligen Palermo. Er hat uns ein weiteres Leben geschenkt.» Und der Nationaltrainer kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus: «Meine Tore waren alle normal. Sein Treffer war aber ein Wunder.» Dank dem Abstauber des 35-Jährigen aus zwei Metern in der Nachspielzeit kann sich Argentinien wieder aus eigener Kraft für die WM-Endrunde in Südafrika qualifizieren. «Wir werden unser Leben geben, um es zu schaffen», versicherte Maradona.

Um definitiv dabei zu sein braucht Argentinien einen Sieg im letzten Qualifikationsspiel gegen den nördlichen Nachbarn Uruguay, der momentan auf Rang fünf liegt und selber noch um die WM kämpft. Ein Unentschieden würde reichen, falls das sechstplatzierte Ecuador in Chile keinen Kantersieg landet. Bei einer Niederlage könnten die Gauchos aber ihrerseits auf Platz sechs landen und damit zum ersten Mal seit 1970 eine WM-Endrunde verpassen.


Maradona macht den «Diver»

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(Quelle: Youtube)

(pre)

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