Sepp Blatter

07. Juli 2014 17:01; Akt: 08.07.2014 09:44 Print

«Aussergewöhnlich, spannend, Entertainment»

Im House of Switzerland in Rio de Janeiro gab es am Sonntag hohen Besuch. Fifa-Präsident Sepp Blatter war da und plauderte im kleinen Kreis mit Journalisten über die WM.

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Noch sechs Tage, noch vier Spiele, dann ist bekannt, wer Weltmeister ist. Fifa-Präsident Sepp Blatter kann dem Ende der WM in Brasilien schon jetzt gelassen entgegensehen. «Es ist gefährlich, bereits Bilanz zu ziehen, denn es fehlen noch vier Spiele.» Doch nach 60 von 64 Partien weiss er: Die WM ist ein grosser Erfolg. «Der Fussball hat sich entwickelt. Es gibt keine Kleinen mehr. Schauen Sie nur mal den Achtelfinal zwischen Deutschland und Algerien. Die Deutschen mussten ganz schön leiden.» Deshalb kommt Blatter zum Schluss: «Diese WM ist: aussergewöhnlich, spannend, Entertainment.»

Es ist Sonntag nach den Viertelfinals und Blatter nimmt sich Zeit für einen Zwischenhalt in der Heimat. Das stimmt so zwar nicht ganz, denn der Walliser ist immer noch in Brasilien, in Rio de Janeiro. Aber er besucht an diesem Abend das House of Switzerland. Der Fifa-Präsident trifft sich mit ein paar Journalisten zum Apéro, um über die WM zu plaudern. Es gibt Weisswein und Raclette, wie zuhause in Visp.

Ein erfolgreicher Gastgeber tut einem Turnier gut

Blatter fühlt sich nicht nur wegen dem Walliser Ambiente wohl. Denn in Brasilien lief es für ihn und die Fifa von Anfang an ziemlich gut. Befürchtet hatten sie Demonstrationen. Doch die blieben aus. Je länger desto mehr. «Die Begründung heisst Fussball, heisst WM. Kein Event ist so populär wie die WM, vor allem in einem Fussball-Land wie Brasilien.» Es sei wichtig gewesen, dass Brasilien das Eröffnungsspiel gewonnen habe, so Blatter. Ein erfolgreicher Gastgeber tut einem Turnier immer gut. Auf die WM in Brasilien traf dies in besonderem Masse zu. «Der erste Sieg Brasiliens hat dem ganzen Turnier einen Ruck gegeben.»

Dass dabei – beim 3:1 gegen Kroatien – die Gastgeber von einem umstrittenen Penalty profitierten, benutzt Blatter als Vorlage für das nächste Thema: «Die Schiedsrichter sind bis jetzt gut bis sehr gut», urteilte der Fifa-Präsident. Blatter gibt zwar zu, dass «nicht alles das Gelbe vom Ei» gewesen sei, doch was ihn mehr stört als die Fehler der Schiedsrichter, ist die ständige Kritik der Experten. «Urs Meier war einmal ein ausgezeichneter Schiedsrichter. Aber jetzt am Fernsehen kritisieren, das ist zu einfach. Ich mag Leute nicht, die vom Fussball leben, aber auf ihm herumtreten.»

Blatter bestätigt: Die Challenge, wie im Tennis, soll kommen

Um die Schiedsrichter in Zukunft stärker aus der Kritik zu halten, bekräftigt Blatter, was er vor rund zwei Wochen bereits gesagt hat. «Ich versuche, den Challenge, wie es ihn im Tennis gibt, auch in den Fussball zu bringen.» Neuerungen durchzubringen, ist im Fussball nicht so einfach, doch Blatter ist überzeugt, dass sich die Hilfe der Technik früher oder später durchsetzt. «Die Torlinien-Technologie oder auch der Spray beim Freistoss wurden am Anfang auch belächelt. Jetzt sind sie eine grosse Hilfe und ein grosser Erfolg.» Ein grosser Erfolg – wie die ganze WM.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • moni am 07.07.2014 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    voll daneben!

    ich mag leute nicht, die vom fussball leben ind auf ihm herumtrampeln?!?!? was bitte macht die fifa? aus dem sport wird eine geldfabrik gemacht, die schiris werden angewiesen milde zu urteilen, karten auf dem schmwarzmarkt werden von ihnen gesponsort und menschen beim bau der stadien in allen ländern ausgebeutet! redet dieser mann von fusball oder business???

  • Chris am 07.07.2014 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum heulen

    Es gibt nur noch wenige Mannschaften die fair spielen. Es wird geschlagen, gstossen, gerissen, Schwalben gemacht. Penaltis erzwingen vor dem Tor usw Was hat das ganze noch mit Sport zu tun. Nur die Kohle ist wichtig.Setzt nun endlich mal dir Kameras ein, da wird ev. mancher Spieler vorsichter.

  • Ueli Leutwyler am 07.07.2014 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Aussergewöhnlich, Entertainment ....

    Aussergewöhnlich werden die Zinsen und Kosten sein für diesen WM Anlass. Der Zinsbetrag ist schon so hoch man könnte ein weitere Stadium damit bauen, gemäss Artikel heute in der Folha de Sao Paulo. Die Steuern werden nach der WM angehoben. Egal wer Weltmeister wird die FIFA ist der Gewinner. Hoffe, dass dieser "Patriarch" Herrn Sepp Blatter endlich das Amt abgibt. Er lebt in einer andern Welt, eben in der FIFA Welt - Entertainment ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus W. am 08.07.2014 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    es geht nur noch ums Geld

    es wird noch soweit kommen, dass ich kein Spiel mehr schauen werde - was im Fussball abgeht hat doch nichts mehr mit Fussball zu tun - Saläre die jenseits des Guten liegen, Schiedsrichter die sich nicht an das Regelbuch halten, Spieler die immer brutaler und unfairer werden und Zuschauer die sich nicht mehr für den Sport interessieren sondern nur ob man gesehen wird oder nicht. Früher war nicht alles besser aber der Fussball ganz bestimmt, früher wurde auch hart gekämpft aber mit fairen Mitteln (meistens jedenfalls).

  • raar am 08.07.2014 05:17 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig...

    leider wird sich Hr. Blatter für eine weitere Amtszeit zur verfügung stellen!!!!

  • Chris am 07.07.2014 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum heulen

    Es gibt nur noch wenige Mannschaften die fair spielen. Es wird geschlagen, gstossen, gerissen, Schwalben gemacht. Penaltis erzwingen vor dem Tor usw Was hat das ganze noch mit Sport zu tun. Nur die Kohle ist wichtig.Setzt nun endlich mal dir Kameras ein, da wird ev. mancher Spieler vorsichter.

  • moni am 07.07.2014 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    voll daneben!

    ich mag leute nicht, die vom fussball leben ind auf ihm herumtrampeln?!?!? was bitte macht die fifa? aus dem sport wird eine geldfabrik gemacht, die schiris werden angewiesen milde zu urteilen, karten auf dem schmwarzmarkt werden von ihnen gesponsort und menschen beim bau der stadien in allen ländern ausgebeutet! redet dieser mann von fusball oder business???

  • Ueli Leutwyler am 07.07.2014 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Aussergewöhnlich, Entertainment ....

    Aussergewöhnlich werden die Zinsen und Kosten sein für diesen WM Anlass. Der Zinsbetrag ist schon so hoch man könnte ein weitere Stadium damit bauen, gemäss Artikel heute in der Folha de Sao Paulo. Die Steuern werden nach der WM angehoben. Egal wer Weltmeister wird die FIFA ist der Gewinner. Hoffe, dass dieser "Patriarch" Herrn Sepp Blatter endlich das Amt abgibt. Er lebt in einer andern Welt, eben in der FIFA Welt - Entertainment ist.