Joachim Gauck

14. Juli 2014 01:59; Akt: 14.07.2014 04:35 Print

«Dieser Freude mussten wir Ausdruck geben»

Edel-Fan Angela Merkel hat der deutschen Nationalmannschaft im WM-Final die Daumen gedrückt. Mitgebracht hat sie Bundespräsident Joachim Gauck. Auch er war aus dem Häuschen.

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Feuchte Augen. Sichtbare Emotionalität und die Suche nach den richtigen Worten. Die frischgebackenen Weltmeister schweben nach dem Sieg des vierten Sterns auf Wolke sieben. Selbst Bundespräsident Joachim Gauck liess auf der Tribüne des Maracanã die Contenance eines Politikers fallen. «Ich war die letzten Wochen so sicher, dass die Mannschaft das schafft, aber vor dem Spiel bin ich dann doch ins Zittern gekommen. Ich bin Präsident und sollte gesetzter wirken, aber wir – Angela Merkel und ich auch - waren einfach drin in der Woge der Emotionen. Dieser Freude mussten wir Ausdruck geben», sagt Joachim Gauck.

«Diese Mannschaft war so grossartig. Danke an Brasilien, danke an die Fans und vor allem einen grossen Dank an diese wunderbare Mannschaft. Was für mich besonders interessant zu sehen war: Trotz dem 7:1-Sieg gegen Brasilien hat Deutschland keine Sympathien in Brasilien verloren. Die Brasilianer haben unsere Mannschaft auch gewürdigt. Ich sass 1954 am Rundfunk und sah Rahn schiessen. Heute habe ich auf der Tribüne einen grossartigen Sieg miterlebt – das ist unbeschreiblich.»

Selfie mit Merkel

Während dem Spiel fieberten Gauck und Merkel auf der Tribüne mit. Nach dem Spiel schaute - zumindest Merkel - in den Katakomben des Maracanã vorbei, um den Titel-Helden persönlich zu gratulieren. Nationalspieler Lukas Podolski liess es sich nicht nehmen, ein Selfie mit der Kanzlerin zu schiessen. In Windeseile verbreitete sich das Foto auf den sozialen Netzwerken.


(ete/als)