Neymar gegen James

04. Juli 2014 07:15; Akt: 04.07.2014 07:15 Print

Das Duell der neuen Glamour-Boys

Brasilien gegen Kolumbien: Das ist das prickelnde Viertelfinal-Duell zwischen Neymar und James Rodriguez. Zwei Jungstars, die künftig den Weltfussball regieren könnten.

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Neymar – der Frühreife

Vier Tore hat er bereits erzielt. Dazu kam der entscheidende Penalty im Elfmeter-Drama gegen Chile. Es ist beeindruckend, wie routiniert Neymar mit den riesigen Erwartungen von 200 Millionen Landsleuten umgeht. Dabei ist er erst 22 Jahre alt. Im Gegensatz zu seinem Gegenspieler James Rodriguez bewegt er sich schon länger auf der grossen Bühne. Bereits mit 17 zog Neymar die Blicke beim FC Santos auf sich und seit er mit 18 in der Seleção debütierte, ist er nicht mehr aus dieser wegzudenken. Seine Bilanz: 35 Tore in 53 Länderspielen. Nur in Europa ist er noch nicht wirklich angekommen: In seinem ersten Vertragsjahr bei Barcelona stand er zumeist im Schatten anderer – wie Lionel Messi.

Neymar ist bei fast allem ein bisschen früher dran als andere. Bereits mit 19 wurde er Vater, Sohn David Lucca ist sein ganzer Stolz. Komplizierter gestaltet sich sein Liebesleben. Mit David Luccas Mutter Carolina ist er schon länger nicht mehr zusammen. Dagegen pflegt er eine On-off-Beziehung mit Schauspielerin Bruna Marquezine. Gegen Chile feuerte die Soap-Darstellerin Neymar mit einem Strahlen im Gesicht an, was darauf hindeutet, dass sie wieder seine Herzensdame ist und die Liaison mit Model Gabriella Lenzi beendet ist. Anbrennen lässt der Glamour-Boy nichts. Weder neben noch auf dem Platz. Doch das wichtigste Date seiner bisherigen Karriere steht am Freitag in Fortaleza an: mit Kolumbien und Rodriguez.

James – der Umworbene

Einer breiten Masse war der Name James (wird «Hames» ausgesprochen) Rodriguez bis vor drei Wochen nicht geläufig. Denn den kolumbianischen, argentinischen, portugiesischen und französischen Ligen, in denen sich der 22-Jährige bislang bewegte, gehört nicht unbedingt der Hauptspot im Weltfussball. Doch durch seine fünf WM-Tore und die Führung im Torschützenklassement hat sich dies schlagartig geändert.

Und man beginnt zu verstehen, weshalb die AS Monaco im letzten Sommer 45 Millionen Euro an den FC Porto überwies, um ihn zu bekommen. Doch auch die Monegassen dürften für ihn nur Zwischenstation sein. Bereits wird er von Real Madrid und Manchester United heftig umworben. Er selbst hat mal gesagt, dass er «am liebsten in Spanien und bei Real» spielen würde.

Wie Neymar hat auch er in seinem Privatleben schon früh Nägel mit Köpfen gemacht. Der Jungstar ist verheiratet – und ebenfalls Vater. Mit 19 ehelichte er Volleyballspielerin Daniela Ospina, Schwester von Kolumbiens Goalie David Ospina. Die beiden sind Eltern der einjährigen Salome.

«Es wird sehr schwierig gegen Brasilien. Eine Nation mit viel Geschichte und Qualität. Das wird für uns gefährlich. Aber auch für Brasilien», sagt er vor dem Knüller. Es ist das erste Mal überhaupt, dass die beiden gleichaltrigen James und Neymar gegeneinander spielen. Aber kaum das letzte Mal.

(als)