Deutschland - Algerien

30. Juni 2014 20:26; Akt: 01.07.2014 00:48 Print

Deutschland zittert sich in den Viertelfinal

Algerien bringt Deutschland an den Rande einer Niederlage. Am Ende siegen die Deutschen 2:1 nach Verlängerung. Im Viertelfinal wartet nun Frankreich.

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Knapp 92 Minuten dauerte es, bis André Schürrle den algerischen Abwehrriegel erstmals knacken und den überragenden afrikanischen Torhüter Rais Mbolhi überwinden konnte. Der Flügel des FC Chelsea lenkte einen Querpass von Thomas Müller mit dem Absatz ins Tor zum 1:0 für den haushohen Favoriten, dem bei garstigen Bedingungen und bei nur 15 Grad in Porto Alegre vom krassen Aussenseiter alles abverlangt wurde. Mesut Özil entschied mit dem 2:0 kurz vor Schluss die Partie endgültig, der Anschlusstreffer von Abdelmoumene Djabou in der Nachspielzeit kam zu spät.

Nachdem die Deutschen in der ersten halben Stunde unsicher und uninspiriert aufgetreten waren, begannen sie erst kurz vor der Pause die Spielkontrolle langsam an sich zu reissen. Die erste gute Torchance vergab Mario Götze, als er nach einem Weitschuss von Toni Kroos mit dem Abpraller an Mbolhi scheiterte.

Auch nach der Pause der regulären Spielzeit wehrte sich der Aussenseiter mit aller Macht gegen einen Verlusttreffer, allen voran Mbolhi. Der 28-jährige Torhüter von CSKA Sofia parierte den Abschlussversuch Schürrles (48.), den Kopfball von Shkodran Mustafi (49.), den Schuss von Philipp Lahm (55.) und den Kopfball von Müller (80.) mirakulös.

Sofiane Feghouli und Slimani hatten Mitte der zweiten Halbzeit innerhalb von 60 Sekunden jeweils die Chance zum Führungstreffer und zur möglichen Sensation. Löw musste neben dem erkrankten Hummels, der im Teamhotel geblieben war, auch auf den verletzten Lukas Podolski verzichten. Im defensiven Mittelfeld setzte er erneut auf Bastian Schweinsteiger, der bereits im letzten Gruppenspiel gegen die USA Khedira verdrängt hatte. Den fünfköpfigen Bayern-Block in der Offensive komplettierte auf der linken Seite Götze, der ins Team zurückkehrte, nach einem schwachen Auftritt nach der Pause aber Schürrle Platz machen musste. Algeriens Trainer Halilhodzic hatte im Vergleich zu den beiden erfolgreichen Partien gegen Südkorea (4:2) und Russland (1:1) fünf (!) Änderungen in der Startformation vorgenommen.

Nun gegen Frankreich

Im Viertelfinal kommt es nun am Freitag im Maracanã in Rio de Janeiro zum prestigeträchtigen rein europäischen Duell gegen Frankreich. Dreimal standen sich die beiden ehemaligen Weltmeister an einer WM-Endrunde bisher gegenüber, 1958 setzte sich Frankreich im Spiel um Platz 3 durch, 1982 und 1986 jeweils im Halbfinal siegte Deutschland. Für Algerien wiederholte sich trotz einer leidenschaftlichen und grandiosen Leistung die Geschichte nicht. Vor 32 Jahren hatten die Algerier an ihrer ersten WM-Teilnahme den damaligen Europameister in Gijon sensationell 2:1 besiegt.

Deutschland - Algerien 2:1 n.V. (0:0, 0:0)
Beira-Rio, Porto Alegre. - 43'063 Zuschauer. - SR Ricci (Br). -
Tore: 92. Schürrle 1:0. 119. Özil 2:0. 121. Djabou 2:1.
Deutschland: Neuer; Mustafi (69. Khedira), Mertesacker, Boateng, Höwedes; Lahm; Schweinsteiger (109. Kramer), Kroos; Özil, Müller, Götze (46. Schürrle).
Algerien: Mbolhi; Mandi, Belkalem, Halliche (97. Bouguerra), Ghoulam; Mostefa, Lacen; Feghouli, Taider (78. Brahimi), Soudani (100. Djabou); Slimani.
Bemerkungen: Deutschland ohne Hummels (krank) und Podolski (verletzt). 17. Kopfball-Tor von Slimani wegen Offside aberkannt. 68. Mustafi verletzt ausgeschieden. -
Verwarnungen: 42. Halliche (Foul). 107. Lahm (Foul).

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(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Deutscher am 30.06.2014 23:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindisch 

    Es wirkt wirklich schon kindisch wie sich manche (gottlob längst nicht alle) Schweizer hier aufführen.

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  • SchweizerCH am 01.07.2014 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freu mich 

    Oh Gott seid ihr Deutschland-Hasser peinlich. Schäme mich für euch! Deutschland gewinnt, und freue mich auf eure enttäuschten Gesichter morgen wenn die Schweiz verliert.

  • Chobi am 30.06.2014 22:48 Report Diesen Beitrag melden

    Unsportlich

    Wohl die unsportlichsten Fans der ganzen WM mit dem Gepfeife. Oder sind da so viele Schweizer dabei?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Maia Ribelle am 01.07.2014 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Schadenfreudigkeit bla bla bla

    Ich finde es immer wieder amüsant wie die meisten Schweizer über Siege von Italien, Spanien, Portugal und letztendlich Deutschland lästern. Bei einer Niederlage ist eine immense Schadenfreudigkeit zu spüren. Bei uns ist die WM vorbei, wenn unsere Mannschaft herausfliegt. Bei euch ist die WM vorbei, wenn Holland herausfliegt :-). Respekt Holland spielt ein schöner Fussball, aber der prompte Seitenwechsel ist aus diesem Grund auch nicht gerechtfertigt. Bleibt ein bisschen locker und schaut das aus einer sportlichen perspektive an. Ihr seid gute Hockeyaner aber im Fussball seid Ihr noch nicht rei

  • Konter am 01.07.2014 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Grosse Leistung der Deutschen (3)

    Nr. 22 der Welt geschlagen!

  • Stella am 01.07.2014 00:39 Report Diesen Beitrag melden

    Gewonnen! :)

    Jetzt können sich alle Deutschen-Hasser wieder Gründe ausdenken warum die Deutschen gewonnen haben! ;-) Gewonnen ist gewonnen! Tut mir leid für Euch dass Eure Hoffnung sich nicht erfüllt hat! Trotz der primitiven, gehässigen Kommentare gegen DE: Ich drücke auch den Schweizern ganz fest die Daumen dass sie weiterkommen!

  • Silvan Haregger am 01.07.2014 00:37 Report Diesen Beitrag melden

    Schade für Algerien

    Schade. Aber einen Hoffnungsschimmer gibts. So werden die überheblichen Deutschen bestimmt nicht Weltmeister.

  • Schade am 01.07.2014 00:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zitterpartie von Deutschland

    Das ist kein verdienter Sieg. Schade für Algerien :(