Noch kein Sieg

30. Juni 2014 14:03; Akt: 01.07.2014 08:41 Print

Deutschlands schlechte Bilanz gegen Algerien

In den bisherigen zwei Duellen gegen Algerien hat die DFB-Elf noch keinen Punkt geholt. Die Nordafrikaner rund um Islam Slimani wollen eine weitere Sensation schaffen.

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Deutschland gegen Algerien – viele Fussballfans denken, dass es sich bei diesem Duell um einen klaren Fall handelt. Kaum einer glaubt, dass die Nordafrikaner in der Lage sind, der DFB-Elf ein Bein zu stellen. Doch dabei vergessen viele: In den bisher zwei gespielten Duellen konnte Deutschland keinen einzigen Punkt ergattern. Allerdings muss man sagen, dass die Begegnungen schon sehr lange zurückliegen. An der WM 1982 unterlagen die Deutschen Algerien 1:2, 1964 endete ein Testspiel 2:0 zugunsten der Nordafrikaner. Ein starkes Argument haben die Algerier in diesem Jahr aber auch auf ihrer Seite: Stürmer Islam Slimani.

Er hat sich bei der WM in Brasilien ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gespielt. Schon zwei Jahre nach seinem ersten Länderspiel liefert der Stürmer Stoff zur Legendenbildung. Islam Slimani, der in Algerien schon jetzt so etwas wie ein Volksheld ist, will am Montag im Achtelfinal gegen Deutschland erneut zuschlagen. Um in den erlauchten Kreis der Fussball-Legenden um Lakhdar Belloumi und Rabah Madjer vorzustossen, fehlen dem 26-Jährigen aber noch ein paar Spiele und Tore im Trikot der Nordafrikaner. In seiner Bedeutung jedoch hat Slimani die algerischen Altmeister vielleicht sogar schon übertroffen: Mit seinem historischen Kopfball zum 1:1 gegen Russland sorgte er für Algeriens erstmaligen Vorstoss in einen WM-Achtelfinal. Zudem kürte ihn die Fifa zweimal nacheinander zum «Man of the Match» – dies gelang noch keinem algerischen und arabischen Spieler vor ihm bei einer Weltmeisterschaft.

Keine Karriere-Start nach Mass

Der in Algier unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Profi hat in seinen 204 WM-Minuten zwei Tore erzielt und eines vorbereitet. Dazu markierte er in der WM-Ausscheidung fünf Treffer – die meisten seines Teams – und hatte grossen Anteil an der erfolgreichen Qualifikation. Auch in den Spielen seines Klubs Sporting Lissabon hinterliess er einen bleibenden Eindruck. So schoss er im Klassiker gegen den Erzrivalen FC Porto das Siegestor – und sich damit in die Herzen der Fans.

Noch vor fünf Jahren sah es für Slimani nicht nach einer derartigen Karriere aus. Damals spielte er noch für einen Drittliga-Klub ausserhalb Algiers. Anschliessend war er während vier Jahren für CR Belouizdad in seiner Heimat aktiv, ehe der FC Nantes wegen seiner vielen Tore auf ihn aufmerksam wurde. Eigentlich waren sich er und die Franzosen einig, dann aber entschied sich der Goalgetter im Sommer 2013 für Sporting.
Wer weiss, vielleicht trifft Slimani auch gegen Deutschland ins Tor. So wie die Volkshelden Belloumi und Madjer 1982 in Gijón bei Algeriens sensationellem 2:1-WM-Sieg. So würde er noch ein Stück näher an den Ruhm des Duos heranrücken.

(fbu/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerhard Mächt am 30.06.2014 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh Teutonia

    Während man in D der CH Nati das Beste wünscht und sogar Mehmet Scholl im D TV Shaqiri und die Nati lobt bemüht man hierzulande 30 bzw. 50 Jahre alte Spiele, um den Tüütschen eine einzuschenken. Schade! Im D TV werden Erfolge von Ö und CH immer begrüsst, eine aufrichtige Freude am Erfolg der Nachbarn. Und hier? Missgunst und Häme. Sportsmanship? Nicht vorhanden beim Volk. Hitzfeld ist ein Spitzentrainer, von dem könnte so mancher hier auch Anstand & Ehre lernen.

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  • Nachbar am 30.06.2014 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    von Nachbar zu Nachbar

    In keiner Zeitung im Düütsche wird man so Kommentare über die schweizer Nati lesen, wie hier in der Schweiz über die Deutsche. Ein grosser Teil drückt euch gegen Argentinien die Daumen und der Rest ist zumindest nicht ausdrücklich gegen euch. Ist bei 'den Schweizern' wohl leider anders mit der guten Nachbarschaft!

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  • KULT-Urbanause am 30.06.2014 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Der Sieger steht nach dem Spiel fest

    Aber was ich hier an deutschfeindlichen Kommentaren lese ist wieder typisch für Büenzli Schwiizer, die Angst vor dem grossen Nachbarn haben. Mir wäre es peinlich so nen rassisitischen Murks von mir zu geben. Der im Spiel bessere gewinnt und fertig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fussballexperte am 30.06.2014 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Afrikanischer Viertelfinal

    Ich drücke meine Daumen für den Under Doc und für ein afrikanisches Viertelfinale.

  • Strub Ronald am 30.06.2014 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Algerien besser

    Bin sicher dass die Algerier die Deutschen heim schicken. Bisher haben sie noch nicht ihre Leistung abrufen können. Viele bisher ent täuschende Einzelmasken. Also Tipp Algerien : Deutschland 2:1,

  • Schweizmann am 30.06.2014 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    aller guten Dinge sind drei

    In diesem Sinne, HOPP ALGERIEN!!

  • Robert am 30.06.2014 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mag Algerien nicht

    Ich mag Algerien als Land mit seiner Politik nicht, und das wegkicken des Balls gegen Russland zeigte den Charakter der Mannschaft. Heute bin ich definitiv Deutscher!!

  • B.S am 30.06.2014 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer

    Ich drücke unserem grossen Nachbar die Daumen. Lasst uns wieder Freunde sein.;)