WM-Flops

15. Juli 2014 07:06; Akt: 15.07.2014 09:41 Print

Eto’o, Casillas, Fred und andere Enttäuschungen

von Marcel Allemann - Neben Attraktionen gab es an der WM auch Tiefflieger. Dazu zählen die Afrikaner, die Asiaten, aber auch Supertalente und Ex-Weltmeister.

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Die Afrika-Altstars: Weder Didier Drogba (36) noch Yaya Touré (31, beide Elfenbeinküste) oder Samuel Eto’o (33, Kamerun) konnten in Brasilien etwas reissen und waren mitverantwortlich, dass der afrikanische Fussball einen herben Rückschlag erlebte.

Die Asiaten: kein einziger Sieg, kein Achtelfinalist – auch die Asiaten gehören zu den grossen Verlierern. Dabei wären die laufstarken, disziplinierten und wendigen Japaner und Südkoreaner eigentlich prädestiniert für den modernen Fussball.

Die Rentner-Trainer: Fabio Capello (68, Russland), Volker Finke (66, Kamerun), Roy Hodgson (66, England), Luiz Felipe Scolari (65, Brasilien) und Vicente Del Bosque (63, Spanien) – sie feierten alle grosse Erfolge. Doch nun scheint ihr Verfalldatum überschritten.

Die Spanier Casillas, Xavi und Diego Costa: Eine Goalie-Ikone (Iker Casillas) floppte Spanien ins Verderben, ein weiterer Nationalheld (Xavi) wurde via Ersatzbank aussortiert, und ein Champions-League-Bomber (Diego Costa) brachte kein Bein vors andere.

Die Brasilianer Fred, Dani Alves und Dante: So verschmäht von den eigenen Fans wie Fred wurde noch kaum ein Spieler. Ganz bitter war es auch für Verteidiger Dante: ein WM-Spiel, 7 Gegentore. Einen grossen Abstieg hat auch Dani Alves hinter sich: vom Barça-Star zum überzähligen Spieler einer schwachen Seleção.

Cristiano Ronaldo: ausgepowert und angeschlagen. Die WM musste ohne den Zauber des Portugal-Superstars auskommen.

Frankreichs Olivier Giroud: Erst kickte er Steve von Bergen ungestraft aus der WM, dann stand er Karim Benzema nur auf den Füssen herum und verlor seinen Platz. Schwaches Zeugnis für den Arsenal-Stürmer.

Belgiens Eden Hazard: Die zentrale Figur im Spiel der Belgier erhielt so viele Vorschusslorbeeren wie kaum ein Zweiter. Doch Hazard wurde diesen nie gerecht und verpatzte seinen ersten Auftritt auf der ganz grossen Bühne.

Italiens Ciro Immobile und Mario Balotelli: Der Torschützenkönig der Serie A galt als Hoffnungsträger und ideale Ergänzung zu Balotelli. Doch Immobile enttäuschte auf ganzer Linie, und Balotelli sorgte primär auf Nebenschauplätzen für Schlagzeilen.

Russlands Igor Akinfejew: Er galt als einer der sichersten und souveränsten Goalies in Europa. Doch der Schlussmann von ZSKA Moskau leistete sich gleich zwei grosse Flops und besiegelte damit das vorzeitige Aus des nächsten WM-Gastgebers.