Deutscher Kurzarbeiter

13. Juli 2014 22:37; Akt: 13.07.2014 22:43 Print

Kramers bitterer WM-Final

Das Startelf-Debüt von Christoph Kramer in der deutschen Nationalmannschaft verläuft denkbar unglücklich. Nach nur 30 Minuten muss der Gladbacher ausgewechselt werden.

Christoph Kramers Startelf-Debüt im WM-Final endet mit diesem Zusammenstoss (Video: SRF).
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Die schockierende Nachricht aus deutscher Sicht verbreitete sich kurz vor dem Anpfiff via Twitter: Mittelfeldspieler Sami Khedira verliess den Rasen während des Aufwärmens und suchte mit Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt die Kabine auf. Hatte sich der Real-Spieler, der sich vor etwas mehr als einem halben Jahr das Kreuzband gerissen hatte, erneut am Knie wehgetan? Das zum Glück nicht. Aber er konnte im WM-Final gegen Argentinien doch nicht auflaufen. Er hatte mit Wadenproblemen zu kämpfen.

Trainer Jogi Löw musste also umdisponieren. Der 27-jährige Khedira von Champions-League-Sieger Real Madrid, der zuletzt mit Bastian Schweinsteiger eine starke zentrale Achse gebildet hatte, wurde in der Startformation durch Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach ersetzt. Der 23-Jährige kam im bisherigen WM-Verlauf in zwei Spielen zum Einsatz, totalisierte aber lediglich zwölf Spielminuten.

Auch im Final war für ihn bereits nach einer halben Stunde Schluss. Er wurde früh hart gegen den Kopf gecheckt und musste mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgewechselt werden. Mit feuchten Augen machte sich Kramer auf den Weg in die Katakomben des Maracanã.

(als)