Urteil der Fifa

26. Juni 2014 15:56; Akt: 26.06.2014 17:01 Print

Suárez für neun Spiele und vier Monate gesperrt

Uruguays Luis Suárez wird für seine Beissattacke von der Fifa für neun Länderspiele gesperrt. Auf Klubebene darf der Skandal-Stürmer während vier Monaten kein Spiel bestreiten.

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Skandal-Stürmer Luis Suarez hat die ganze Härte der Fussball-Gesetze zu spüren bekommen und ist für seine skandalöse Beissattacke mit einer Rekordstrafe in der WM-Geschichte belegt worden. Für vier Monate darf der 27-Jährige nicht mehr auf Torejagd gehen. Für Länderspiele Uruguays wurde der Angreifer zudem für neun Partien gesperrt und verpasst nach seinem sofortigen WM-Aus zumindest auch den Anfang der Copa America 2015 in Chile. Die Zeitsperre bis in den Herbst hinein bedeutet, dass Suarez für den FC Liverpool weder in der englischen Premier League noch in der Champions League spielen darf.

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Angesichts dieser konsequenten Bestrafung ist die zusätzlich Geldbusse von 100 000 Schweizer Franken (etwa 82 000 Euro) nur eine Randnotiz. «So ein Verhalten kann auf keinem Fussball-Platz toleriert werden», sagte der Chef der FIFA-Disziplinarkommission, Claudio Sulser, am Donnerstag in Rio de Janeiro. Unter Berufung auf Artikel 124 der Fifa-Gesetze ist ein Einspruch zwar möglich, hätte aber keine aufschiebende Wirkung. Suarez oder der uruguayische Verband können also ein Mitwirken im Achtelfinal gegen Kolumbien am Samstag nicht durch einen Gang durch die Instanzen der Sportgerichtsbarkeit erwirken.

Fifa-Richter haben TV-Bilder konsultiert

Suarez hatte am Dienstag im letzten Gruppenspiel seinen Gegner Giorgio Chiellini bei einem Zweikampf im Strafraum unbemerkt vom Schiedsrichter in die Schulter gebissen. Die Fifa-Richter bewerteten das Vergehen nun nachträglich dem Reglement entsprechend auch nach Ansicht der TV-Bilder.

Die bisherige Rekordstrafe bei einer WM waren acht Spiele für den Italiener Mauro Tassotti für einen Ellenbogenschlag gegen Spaniens Luis Enrique im WM-Viertelfinal 1994. Der Kroate Josip Simunic wurde wegen rassistischer Vergehen nach dem WM-Playoff gegen Island sogar für zehn Spiele gesperrt und verpasste die WM in Brasilien.

Der umstrittene Suarez hatte bereits 2010 bei Ajax Amsterdam und im Vorjahr beim FC Liverpool Gegenspieler gebissen und Sperren von sieben beziehungsweise zehn Spielen von den nationalen Verbänden erhalten. Wegen seiner rassistischen Bemerkungen gegen den Franzosen Patrice Evra von Manchester United - die Suarez bis heute bestreitet - wurde er 2011 für acht Spiele verbannt. Bei der WM 2010 hatte er mit einem absichtlichen Handspiel im Viertelfinal gegen Ghana und anschliessenden arroganten Bemerkungen über sein unsportliches Verhalten für Wirbel gesorgt.

Sein derzeitiger Klub FC Liverpool wollte vor einem Kommentar zunächst den Bericht der FIFA-Disziplinarkommission abwarten, erklärte Vorstandschef Ian Ayre.


(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paolo am 26.06.2014 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Nützt bei dem eh nichts

    Italien nützt diese Strafe nichts mehr. Lernen wird er davon auch nicht. Wo nichts im Kopf ist kann man auch nicht lernen.

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  • Birnboym am 26.06.2014 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr

    Zuwenig. Mindestens 3 Jahre Totalsperre, denn Menschenbisse sind gefährlich, gefährlicher noch als Hunde- und Katzenbisse: " Das Infektionsrisiko ist dabei beim Menschenbiss am höchsten und liegt bei etwa 50 Prozent."

  • Tiesto am 26.06.2014 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maulkorb

    Und die Maulkorbpflicht?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tamy Gross am 27.06.2014 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Forfait-Sieg für Italien und Uruguay aus dem Turnier ausschliessen.

  • Rafael am 27.06.2014 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    Tschüss und weg

    Sein Sponsoringvertrag mit 888 Poker wurde, auf Grund des unsportlichen Verhaltens, ebenfalls aufgelöst. Ist also ein teurer Biss.

  • Zane am 27.06.2014 01:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keinen umgebracht

    Die wunde ist ja halb so wild... Unsittliches verhalten aber lebenslang wäre übertrieben. Habe schlimmere fouls ohne solche konsequenzen gesehen.

    • Gesundheit am 27.06.2014 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Krankheiten

      Was ist mit Krankheiten, die so übertragen werden können???

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  • Beobachter am 27.06.2014 00:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Härter bestrafen

    Warum nicht lebenslang? Der wird wieder beissen!

    • Luca Val am 27.06.2014 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Der Beisser

      ja, der soll zurück in den Sandkasten....!,,Dem hätte ich die Lizenz zum weiter Fussball spielen entzogen!!!

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  • Rene am 27.06.2014 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bleibt fair

    Sperre für die WM wäre in Ordnung, alles andere ist übertrieben... Es gab viel brutalere Fouls wo der Gegenspieler wirklich verletzt wurde. Wieso wird eigentlich Liverpool dafür bestraft? Der Spieler hat an der WM und mit Uruguay einen Fehler gemacht und Liverpool wird bestraft??? Die FIFA ist lächerlich

    • Pat am 27.06.2014 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Fifa ist lächerlich

      Bin Voll deiner Meinung! Und ja Die FIFA war schon immer lächerlich seit Der Sepp der Chef ist...

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