Alejandro Sabella

11. Juli 2014 11:33; Akt: 11.07.2014 13:08 Print

Vom Schattenmann zum Messi-Flüsterer

Erst mit dem Einzug in den WM-Final rückt Argentiniens Coach Alejandro Sabella ins Rampenlicht. Das Rezept zum Erfolg: Der einst ewige Co-Trainer lässt Lionel Messi genug Raum.

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Wer ist der grauhaarige Mann mit rundem Kopf, der da bei den Argentiniern an der Seitenlinie herumtigert? Das dürfte sich so mancher Fussball-Fan während der WM gefragt haben. Gaucho-Trainer Alejandro Sabella ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Seine Auftritte an der doch schon sehr weit fortgeschrittenen WM waren bisher dezent und zurückhaltend.

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Seit dem 29. Juli 2011 leitet Sabella die Geschicke der Albiceleste. Damals trat er die Nachfolge von Sergio Batista an. Zuvor war er als Coach ein unbeschriebenes Blatt. Meist nahm er nach seiner Aktivkarriere, die ihn zu Olympique Marseille und Leeds United führte, den Posten des Assistenzcoaches ein. 1989 stieg er als Co-Trainer von Daniel Passarella bei River Plate ins Geschäft ein. Es folgten weitere Engagements als Schattenmann in der argentinischen (1994 – 1998) und uruguayischen Nationalmannschaft (2000 – 2001). Kurzzeitig assistierte er auch beim FC Parma, CF Monterrey und Corinthians São Paulo, bevor er zu River Plate zurückkehrte.

Schneller Erfolg als Cheftrainer

20 Jahre nach dem Einstieg ins Trainergeschäft erhielt er erstmals die Chance als Cheftrainer. Mit Estudiantes de La Plata gewann er 2009 gleich auf Anhieb die Copa Libertadores, das südamerikanische Pendant der Champions League. Bei der folgenden Fifa-Klub-WM unterlag sein Team im Final erst in der Verlängerung dem grossen FC Barcelona 1:2. Dieser Erfolg brachte ihm den Spitznamen «El Mago», der Magier, ein.

Auf die richtig grosse Bühne tritt Sabella nun mit dem Finaleinzug seiner Argentinier in den WM-Final in Brasilien. Der Fussball-Lehrer hat es geschafft, ein funktionierendes Team um Superstar Lionel Messi zu formen. Dass Messis Wort ein besonderes Gewicht hat, egal, was er auch immer äussert, respektiert der Coach aus Buenos Aires klaglos: «Ich diskutiere immer gern mit meinen Spielern über Fussball», sagt der viermalige Nationalspieler, «dabei kann ich auch noch etwas lernen.» Trotzdem hat Sabella es geschafft, es mit der Verhätschelung des Ausnahmekönners nicht so zu übertreiben, dass darunter die Leistung des Kollektivs leidet. Nur so hat er es mit den Gauchos zum ersten Mal seit 24 Jahren in den WM-Final geschafft.

(fbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PD am 11.07.2014 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schön ist nicht gleich nicht gut

    Klar, Argentinien hat keinen schönen Offensiv-Fussball gespielt, aber taktisch gesehen war es stark. Analysiert man die Spiele, dann sieht man, wie diszipliniert die beiden 4er-Reihen sind. Mascherano und Garay als Defensiv-Lenker funktionieren gut. Nur Messi und Higuain stehen im Mittelfeld und arbeiten defensiv selten bzw. gar nicht mit. Sogar Lavezzi war jedes Mal an seiner Position und verteidigte sauber. Argentinien hatte wenige Chancen, aber zählt mal jene der Gegner - definitiv weniger!

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  • 4. Stern für Deutschland am 11.07.2014 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Team muss es sein!

    Messi hier, Messi da... Ronaldo hier, Ronaldo da...Neymar hier, Nemar da... Bla Bla Bla.. Immer diese Alleindarstellung der Weltstars". Klar sind das Super Kicker, aber ohne funktionierendes Team ist nicht einmal die Goldene Ananas zu gewinnen. Fakt ist, außer ein paar wenigen Ausnahmen gibt es an dieser WM keine gut Funktionierenden Teams. Deshalb bin ich der festen Überzeugung dass Deutschland am Sonntag den Pokal gen Himmel stemmen wird! Das müssen auch die Schweizer Kollegen Neidlos anerkennen. Aber abwarten, wir Deutschen sollten keine große Töne spucken. Noch ist nichts erreicht.

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  • El Magooo am 11.07.2014 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Magier

    Sabella ist ein magier

Die neusten Leser-Kommentare

  • FChuzzy am 12.07.2014 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flop Messi

    Warum kann 20min keine Journalisten einstellen, die nicht Messi-Fans sind? Praktisch in jedem Artikel über Argentinien ist Messi im Titel erwähnt. Er hat an der ganzen WM noch nichts geboten und läuft etwa 5km pro Spiel. Er arbeitet keinen Meter für di Manschaft. Schaut euch mal di Maria an, wie er gegen die Schweiz gekämpft und gearbeitet hat.

  • frida am 11.07.2014 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    messi

    messi spielt wie ein schlafwandler. hat einen radius wie ein bierdeckel. deutschland wird weltmeister

  • David Neukamp am 11.07.2014 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ade Messi

    Ich kann nicht verstehen warum alle immer von Messi reden an der WM, er hat bis jetzt nichts grosses geleistet in Brasilien! Auch die Vorlage an Higuain war mehr Zufall als Berechnung und wer sich inkl dem Match gegen die Schweiz so durch ein Turnier mogelt hat es nicht verdient zu gewinnen. SCHLAAAND wird es den Argentiniern zeigen! Wir sind hungrig!!!

  • R. Ealist am 11.07.2014 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ich nicht verstehe...

    ...ist die Überheblichkeit einiger Deutschland-Fans, "Argentinien hat schlecht gespielt"?? wann denn ? Die stehen genauso im Finale, wenn auch mit einem anderen System, wann hat denn Deutschland überragend gespielt ? Ok, gegen ein dezimiertes, vom Schiri benachteiligtes Portugal und gegen, nach dem 0:1 praktisch nicht mehr existierendes, kopfloses Brasilien ! und die restlichen Spiele ?!? Lasst mal Sabella und sein Argentinien am Sonntag IHR Spiel machen, danach könnt ihr feiern "VIELLEICHT" !?

  • Reto am 11.07.2014 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spannend

    Ich würde es zwar dem argentinischen Volk gönnen, da das Land wieder einmal vor einem Bankrott steht, aber realistisch gesehen hat Deutschland bessere Karten.