Murat Yakin

03. Juli 2014 17:30; Akt: 03.07.2014 17:30 Print

«Petkovic braucht Mut zur Veränderung»

20-Minuten-Kolumnist Murat Yakin sinniert darüber, was gegen Argentinien hätte sein können. Und auch darüber, was jetzt alles möglich wird.

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Die Schweizer Brasilien-Reise endet mit der letzten Amthandlung von Ottmar Hitzfeld als Nati-Coach. Vor dem Abflug in São Paulo spricht er ein letztes Mal vor den Medien. «Ich empfinde grosse Dankbarkeit», sagt er zum Schluss. Auch Gökhan Inler nimmt sich noch ein letztes Mal in Brasilien Zeit für die Journalisten. Xherdan Shaqiri und die Schweizer sagen nach dem bitteren WM-Aus gegen Argentinien Tschüss. Und auch Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld verabschiedet sich von den Spielern und den Fans, es war für den Lörracher die letzte Partie als Trainer der Schweizer Nati. Ottmar Hitzfeld stellte sich knapp 24 Stunden vor dem Achtelfinal den Medien in São Paulo. Dabei sagte er unter anderem: «Ich vertraue meiner Verteidigung.» «Respekt haben wir vor Argentinien, aber keine Angst», sagt Captain Gökhan Inler. Auch ein lockeres Training durfte vor dem Knüller gegen die Gauchos nicht fehlen. Die Schweizer Nati verlässt ihr Lager in Porto Seguro und reist weiter nach São Paulo, wo am Dienstag der Achtelfinal gegen Argentinien stattfinden wird. Auch Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld hat seine Koffer gepackt. Zuvor absolvierte die Nati noch ein letztes lockeres Training. Angeführt von Captain Gökhan Inler hat die Schweizer Nati ihr zweitletztes Training im WM-Camp in Porto Seguro absolviert. Xherdan Shaqiri und Philippe Senderos zeigen vollen Einsatz. Nati-Goalie Diego Benaglio stellt sich an seinem freien Tag den Journalisten und gibt Auskunft, wie die Stimmung im Team ist vor dem Knüller gegen Argentinien am Dienstag. «Um gegen Argentinien bestehen zu können, braucht es einen aussergewöhnlichen Tag von jedem Einzelnen», sagt der Goalie der Nation. Auch SFV-Präsident Peter Gilliéron ist guter Dinge, dass gegen Messi und Co. ein Exploit möglich ist: «Gegen Argentinien wäre ein Sieg fällig.» Gelöste Stimmung am Tag nach dem grossen Sieg gegen Honduras. Josip Drmic demonstriert einem Journalisten den Jubel mit Xherdan Shaqiri nach dem zweiten Tor. Auch Innenverteidiger Fabian Schär, der gegen Honduras zum ersten WM-Einsatz kam, steht Rede und Antwort. In Sicherheit: Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld und Verteidiger Philippe Senderos werden während des Trainings in Porto Seguro gut bewacht. Lockeres Training für die Ersatz- und Einwechselspieler. Blerim Dzemaili (r.) erzielt ein Tor. Es ist geschafft: Die Schweizer Nati steht dank einem 3:0-Sieg gegen Honduras im WM-Achtelfinal. Mann des Spiels ist Xherdan Shaqiri, der alle drei Tore des Spiels erzielte. Trinkpause für die Nati: Im tropischen Manaus gilt es auch während des Trainings genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Xherdan Shaqiri zeigte sich zuletzt genervt von der Kritik an seiner Person, gegen Honduras kann er mit einer guten Leistung Gegensteuer geben. Erlebt er am Mittwoch sein letztes Spiel als Nati-Trainer? Ottmar Hitzfeld scheint angespannt während der Trainingseinheit in Manaus. Am Montagabend reist die Schweizer Nati nach Manaus. Mittelfeldpuncher Valon Behrami hofft, dass sich das Team am Mittwoch gegen Honduras von einer anderen Seite zeigt. Auch Xherdan Shaqiri nimmt sich Zeit, um die Fragen der Journalisten zu beantworten. Zwei Tage hatten die Nati-Stars Zeit, den Kopf durchzulüften. An einer Pressekonferenz nehmen Granit Xhaka (l.) und Blerim Dzemaili Stellung zum Frankreich-Spiel. Auf dem Weg an die Medienkonferenz stehen die Fans Spalier. Die Torhüter beim Kraftraining. Auf die Zähne beissen ist angesagt. Schwerer Gang für Ottmar Hitzfeld. Der Nati-Coach muss sich nach der 2:5-Pleite gegen Frankreich den Medien stellen. Im Training ist der Himmel über dem Platz.verheissungsvoll wolkenverhangen. Die Schweizer Akteure zeigen sich aber bemüht, nach vorne zu blicken. Im zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich werden die Schweizer regelrecht demontiert: Les Bleus gewinnen 5:2. Bereits nach 18 Minuten liegt die Nati 0:2 hinten. Oliver Giroud und Blaise Matuidi heissen die Torschützen. Coach Ottmar Hitzfeld ist nicht zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft: «Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt.» 24 Stunden vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich stellt sich Ottmar Hitzfeld noch einmal den Medien. Er ist überzeugt, dass sein Team gelöster auftreten wird als gegen Ecuador. Danach versammelt der Nationaltrainer sein Team in der Arena Fonte Nova in Salvador. Der Schweizer Assistenztrainer Michel Pont gibt den Medien gut gelaunt Auskunft. Pont mit der Radio-24-Reporterin Nora Hesse, die als Übersetzerin amtet. Die Schweizer Spieler wollen Berge versetzen - oder zumindest eine Wand verschieben. Stephan Lichtsteiner, Ricardo Rodriguez, Valon Behrami und Haris Seferovic (v.l.) posieren für die Fotografen am Strand. Lichtsteiner geniesst das Strandleben. Seferovic hat als Schweizer Siegtorschütze gegen Ecuador gut lachen. Rodriguez ist ein gefragter Mann beim Interviewtermin. Ein Hemd wäre während eines Medientermins angebracht . Zurück in Porto Seguro lässt es die Nati am Tag nach dem 2:1 über Ecuador ruhig angehen. Bis auf die Ersatzspieler, die im Training zum Schwitzen kommen. Reto Ziegler zeigt seinen Teamkollegen, dass er ein gutes Ballgefühl hat. Torschütze Haris Seferovic nimmt das Geschehen unter die Lupe. Gute Stimmung bei der Pressekonferenz bei Diego Benaglio und Johan Djourou. Die Schweiz gewinnt das WM-Auftaktspiel gegen Ecuador 2:1. Der Jubel ist riesig, schliesslich fällt das entscheidende Tor erst in der dritten und letzten Nachspielminute. Haris Seferovic ist der Schütze und wird von Coach Ottmar Hitzfeld beglückwünscht. Der Stürmer wurde erst in der 75. Minute eingewechselt. Am Tag vor dem Spiel gegen Ecuador absolviert die Nati das Abschlusstraining im Estadio Nacional in Brasilia. Auch ohne Zuschauer ist es eine imposante Kulisse. Xherdan Shaqiri übt sich in der Ballannahme. Gökhan Inler und Valon Behrami treten rund 24 Stunden vor dem ersten grossen Ernstkampf noch einmal vor die Medien. Natürlich ist auch Coach Ottmar Hitzfeld da. Der Trainer hat auch noch Zeit für ein Schwätzchen mit Bundesrat Ueli Maurer im Estadio Nacional in Brasilia. Ueli Maurer hat von der Nati ein Trikot mit Unterschriften geschenkt bekommen. Die Nati macht sich von Porto Seguro aus auf nach Brasilia. Coach Ottmar Hitzfeld trägt den Rollkoffer über den holprigen Apshalt Richtung Flugzeug. Vor dem Abflug stellt sich Xherdan Shaqiri den Medien - und zeigt sich bei der Pressekonferenz gut gelaunt. Die Vorfreude auf die Partie gegen Ecuador ist gross. Zuvor stand natürlich ein Training auf dem Platz an. Josip Drmic und Reto Ziegler stellen sich am Tag der WM-Eröffnung in Porto Seguro noch einmal der Presse. Zuvor absolviert die Nati noch eine Trainingssession. Granit Xhaka präsentiert sich mit einer neuen Frisur. Materialwart Martin Suter in seinem Element. Ordnung muss sein. Das Star-Trikot von Xherdan Shaqiri. Trainer Ottmar Hitzfeld ist vor dem WM-Start guter Dinge. Viel Trinken ist wichtig in Brasilien. Hotelangestellte in Porto Seguro schiessen ein Erinnerungsfoto mit dem Schweizer Nati-Coach. Beliebter Gesprächspartner: Nati-Captain Gökhan Inler. Gezeichnet vom Härtetest in der Mittagshitze Porto Seguros: Stephan Lichtsteiner sind die Strapazen des 60-minütigen Trainingsspiels anzusehen. Man könnte meinen, jeder Schweizer Spieler hat einen eigenen Bodyguard. Michael Lang posiert mit einem weiblichen Fan. Einwohner von Porto Seguro in der Nähe des Schweizer Traininggeländes. Rund 2000 Fans verfolgen das Training der Nati und freuten sich nicht nur am heimischen Superstar - wie der kleine Neymar-Fan. Wie in der Schweiz waren vor allem «Shaqiri»-Rufe zu hören. Porto Seguro hat sein kleines Stadion «Estadio Municipal de Porto Seguro» auf Hochglanz poliert und präsentiert der Nati einen tollen Rasenteppich. Einige Details wurden - für Brasilien nicht ungewöhnlich - erst fertiggestellt, als die Spieler von Ottmar Hitzfeld bereits beim Einlaufen waren. Sogar die Garderobentüre im Estadio Municipal zierte ein Schweizer Kreuz. Damit Shaqiri auch den richtigen Eingang findet? Die Nati zeigt sich in einem ersten öffentlichen Training dem Publikum in Porto Seguro. Fans empfangen die Schweizer Delegation in Porto Seguro. Hier hat die Hitzfeld-Truppe ihr Basis-Camp während der WM. Trainer Ottmar Hitzfeld posiert mit Kindern. Zur Begrüssung gibt es eine einheimische Show. Xherdan Shaqiri ist ein begehrter Interview-Partner. Das Resort La Torre. Soldaten sorgen für Sicherheit. Bei der Bus-Ankunft wird auch eine Schweizer Fahne geschwenkt. Die Schweizer Nati ist nach einem 12-stündigen Flug in São Paulo gelandet.

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«Ich bedaure das Ausscheiden der Nati gegen Argentinien. Es ist schade, dass wir diese junge, hungrige Mannschaft an der WM nicht mehr sehen werden. Sie hat eine riesige Chance, Geschichte zu schreiben, knapp vergeben.

Aber so spielt das Schicksal manchmal im Fussball und oft entscheidet auf diesem Niveau nicht allein die Qualität, sondern auch das nötige Glück. Der Ball von Josip Drmic hätte ins Tor gehen und das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können. Der Schuss von Di Maria hätte auch daneben gehen können.

Aber der Konjunktiv im Sport ist die Sprache der Verlierer und die Schweiz hat nur ein Spiel verloren. Was bleibt, ist viel wertvoller, man respektiert unsere Nationalmannschaft auf der ganzen Welt.

Sie hat trotz allem mitgespielt und keine Angst vor dem Gegner gezeigt. Und das ist für mich der wichtige Fortschritt seit dem Sieg 2010 gegen Spanien. Jetzt muss sie dafür besorgt sein, dass unter dem neuen Trainer kein Rückschritt passiert. Nur – wenn zwei das Gleiche tun, bedeutet das nicht, dass sie dasselbe machen.

Vladimir Petkovic kann eine funktionierende Einheit übernehmen und muss – unter der herrschenden Euphorie - dennoch Mut zu Veränderungen haben. Dieses Gleichgewicht gilt es nun für den Nachfolger von Hitzfeld zu finden.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bryan am 03.07.2014 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    was den gross verändern?und wie?

    toller beitrag murat soo vielsagend da bin ich eher experte als du also von deiner art Fussball zu spielen habe ich als fcb fan für 10jahre genug(ich schätze dich als Person sehr) das einzige was Petkovic machen muss ist die Mannschaft offensiver einzustellen denn wenn der shaq und mehmedi die ersten verteidiger sind können sie kaum was vorne bewegen.die schweiz muss wie Belgien spielen aggressiv und offensiv die spieler dazu haben wir,schär überzeugte,fehlt nur noch ein junger top innenverteidiger ansonsten haben eigentlich alle voll überzeugt!aber eben die Moral muss immer so sein!

  • Ruedi stocker am 03.07.2014 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glück?

    Herr yakin, dass drmic' ball nicht im tor landete war ausdruck eben genau jener fehlenden qualität im vergleich zu argentinien

  • Giancarlo am 03.07.2014 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Erfahrung und Kaltblütigkeit fehlen noch

    Mut zur Veränderung? Das hat schon Gottmar gemacht, indem er die Mannschaft gezielt verjüngt hat. Was fehlt ist die Erfahrung. Die Verteidigung spielte schwach gegen Frankreich, bot aber eine sensationelle Leistung gegen Argentinien. Im Sturm haben die Schweizer gegen Argentinien drei sehr gute Chancen vergeigt. Da fehlt wirklich nicht mehr viel. Erfahrung und Kaltblütigkeit, dann spielen wir im Konzert der Grossen mit!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 04.07.2014 04:23 Report Diesen Beitrag melden

    Drmic?

    Der Schuss von Xhaka hätte reingehen müssen! Aber der Fuss war im Weg! Vorne muss die CH noch gefährlicher werden, auch wenn endlich mal die Mehrheit der Schüsse auf's Tor gingen und nicht 2 m daneben, so wie früher.

  • Bryan am 03.07.2014 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    was den gross verändern?und wie?

    toller beitrag murat soo vielsagend da bin ich eher experte als du also von deiner art Fussball zu spielen habe ich als fcb fan für 10jahre genug(ich schätze dich als Person sehr) das einzige was Petkovic machen muss ist die Mannschaft offensiver einzustellen denn wenn der shaq und mehmedi die ersten verteidiger sind können sie kaum was vorne bewegen.die schweiz muss wie Belgien spielen aggressiv und offensiv die spieler dazu haben wir,schär überzeugte,fehlt nur noch ein junger top innenverteidiger ansonsten haben eigentlich alle voll überzeugt!aber eben die Moral muss immer so sein!

  • Ich Hab's am 03.07.2014 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es fehlt nur etwas

    Wir hätten vor ein paar Jahren halt Messi auch noch einbürgern sollen...

  • Stolzer Schweizer am 03.07.2014 19:04 Report Diesen Beitrag melden

    Nationalmannschaft ist die beste jetzt

    und braucht mit Herrn Petkovic bestimmt keine Veränderungen auf den Positionen. Dieses Team kann sehr vieles erreichen und der Welt nochmals beweisen, wer wir sind.

  • Ruedi stocker am 03.07.2014 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glück?

    Herr yakin, dass drmic' ball nicht im tor landete war ausdruck eben genau jener fehlenden qualität im vergleich zu argentinien