Shaq-Attack vs. La Pulga

01. Juli 2014 16:10; Akt: 02.07.2014 16:07 Print

Messi gegen Alpen-Messi – ein Vergleich

von Oliver Fischer - Der Achtelfinal Argentinien-Schweiz steht ganz im Zeichen der jeweiligen Superstars. Lionel Messi und Xherdan Shaqiri sind die offensive Lebensversicherung ihrer Teams.

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Liest man sich durch die Schlagzeilen der letzten Tage, könnte man den Eindruck bekommen, heute Abend spielen nicht die Nationalmannschaften der Schweiz und Argentiniens gegeneinander, sondern allein zwei Spieler: Lionel Messi gegen Xherdan Shaqiri. Natürlich braucht es für beide Nationen sehr viel mehr als je einen Superstar, um in den Viertelfinal einzuziehen, dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf die beiden Hoffnungsträger.

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Die wohl offensichtlichste Gemeinsamkeit ist die Körpergrösse, beide messen nur 1.69 Meter. Was den beiden an Grösse fehlt, machen sie durch Schnelligkeit und vor allem Wendigkeit wett. Gefährlichste Waffe von beiden ist der linke Fuss, mit dem sie jeden Torhüter der Welt vor oft unlösbare Probleme stellen. Alle ihre Tore haben sie an dieser WM bisher mit links erzielt, und da waren Treffer dabei, die es in die Top 10 dieses Turniers schaffen können.

Messi ist effizienter, Shaqiri lauffreudiger

In den offiziellen Fifa-Statistiken der WM gleichen sich die Profile des Anden-Messi und des Alpen-Shaqiri weitgehend: In den drei Spielen der Vorrunde stand der Schweizer 267 von 270 möglichen Minuten auf dem Platz. Der Argentinier kommt auf 243 Minuten. In dieser Einsatzzeit erzielte Shaq 3 Tore bei 17 Schüssen, Messi brauchte für seine vier Treffer nur 13 Schüsse. Der Argentinier ist im Abschluss also effizienter. Er hat mit 118 gegenüber 111 auch etwas mehr Pässe an den Mitspieler gebracht. Dafür sticht der Schweizer seinen Gegenpart in den defensiveren Statistiken aus. So hat Shaqiri neun Bälle erobert, während Messi gerade mal eine Rückeroberung verbucht hat. Zudem ist der Schweizer sehr viel lauffreudiger: 31,2 Kilometer gegenüber 22,3.

Die Leistungen von Lionel Messi in den drei Vorrundenpartien glichen sich stark: der Argentinier bewegte sich auffällig wenig, tauchte in allen drei Spielen phasenweise komplett ab, war aber jedes Mal für die entscheidenden Offensivaktionen verantwortlich. Kurz, ohne den genialen Stürmer stünde Argentinien nicht im Achtelfinal. Doch zeigen die Spiele eben auch, dass La Pulga («der Floh») nicht viele Chancen braucht, um Tore zu schiessen. Mit ihm muss man immer rechnen, selbst wenn er 90 Minuten abgemeldet war, reicht eine Aktion in der Nachspielzeit, um ein Spiel zu entscheiden.

1:0-Hammer gegen Honduras war der Befreiungsschlag

Xherdan Shaqiri hat dagegen einen Steigerungslauf hinter sich. In den ersten beiden Partien kam der Kraftwürfel nicht auf Touren und kaum zur Geltung. Er mühte sich auf der rechten Seite mit hautenger Deckung ab und hatte wenig Einfluss aufs Spiel. Und das bekommt Shaq nicht gut. Er muss schnell in ein Spiel finden, braucht ein, zwei gelungene Aktionen, um danach seine Wirkung zu entfalten. Das hat man gegen Honduras deutlich gespürt. Der Hammer zum 1:0 in der sechsten Minute war der Befreiungsschlag, den er brauchte. Danach schien ihm alles viel leichter zu fallen und man hat den Shaqiri gesehen, den die Schweiz für ihr Offensivspiel so dringend braucht.

Was heisst das nun für den Achtelfinal? Xherdan Shaqiri hat den Tritt gefunden, das ist wichtig für die Schweiz, und dem Duo Shaqiri-Drmic sind mit schnellen Kontern durchaus Tore zuzutrauen – dass Argentinien anfällig auf diese ist, hat Nigeria gezeigt. Auf der anderen Seite werden zehn Argentinier alles daran setzen, ihrer Nummer 10 den Ball so oft wie möglich auf den linken Fuss zu servieren und auf einen Geniestreich zu hoffen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Egbert am 01.07.2014 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Name trifft ins Schwarze

    Wenn Shaqiri der "Alpen-Messi" ist, ist Messi dann wohl der "Anden-Messi". Und genau diese ca. 2 km Höhenunterschied trifft den Unterschied zwischen einem Ersatzspieler der Bayern und einem mehrfachen Weltfussballer.

  • Ausländer am 01.07.2014 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    100% für die Schweiz

    Ich bin zu 100% für die Schweiz. Man kann aber Shaqiri nicht mit Messi vergleichen. Das sind zwei verschiedene Welten meiner Meinung nach.

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  • Stkggvcjvcbxgc am 01.07.2014 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Vergleich

    Messi kann man jetzt nie mit Shaqiri vergleichen... Messi ist der beste Spieler der Welt und Shaqiri nur einer der besten der Schweiz. Und ausserdem spielen 22 Leute auf dem Platz und nicht nur 2...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sabrina am 01.07.2014 23:24 Report Diesen Beitrag melden

    lauf messi lauf....

    kommt schon leute...messi hatte heute null Chancen....warten bis der ball kommt, kann jeder. sorry !

  • Real Messi am 01.07.2014 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Der Unterschied ist:

    Der Argentinische Messi kann Fussball Spielen hin gegen der Alpenmessi seine wohnung nicht aufräumen kann daher der Name Messi :-)

  • Jürg am 01.07.2014 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht normal..

    Oke, dass man cr7 mit messi vergleicht kann man noch verstehen. Aber shaq? Please..

  • Phil am 01.07.2014 20:54 Report Diesen Beitrag melden

    Und?

    Wer war am entscheidenden Tor beteiligt? Das Original oder der Hochgejubelte? Peinlich.

  • Max am 01.07.2014 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shaquiri wer?

    Niemand ausserhalb der Schweiz kennt Shaquiri - ausser ein paar Bayern-Fans. Also lieber mal die Kirche im Dorf lassen.

    • Markus W. am 02.07.2014 00:02 Report Diesen Beitrag melden

      frustriert?

      stimmt schon, er hat ja nie in der Bundesliga, im Cup oder in der CL gespielt, deshalb gänzlich unbekannt in der ganzen Fussballwelt.... du verstehst was von Fussball... thumbs up.... "ironie aus" und lustigerweise sind es ja nur eine Handvoll Bayern-Fans.... nur im 2stelligen Millionenbereich.... also ein "paar" ... und an der WM hat auch niemand gesehen, dass er Tore geschossen hat... uiii, und das vor leerem Stadion... vor 0 Zuschauern daheim vor den TV-Kisten... uiuiui

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