Schweizer Nati

25. Juni 2014 13:26; Akt: 25.06.2014 16:15 Print

Sportpsychologin: «Jedes Ergebnis ist ein Lehrblätz»

Die Schweiz ist nach der Frankreich-Klatsche gegen Honduras gefordert. Ist die Konzentration auf die Stärken gerichtet, sollte es mit der WM-Achtelfinal-Qualifikation klappen.

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Die Schweizer Brasilien-Reise endet mit der letzten Amthandlung von Ottmar Hitzfeld als Nati-Coach. Vor dem Abflug in São Paulo spricht er ein letztes Mal vor den Medien. «Ich empfinde grosse Dankbarkeit», sagt er zum Schluss. Auch Gökhan Inler nimmt sich noch ein letztes Mal in Brasilien Zeit für die Journalisten. Xherdan Shaqiri und die Schweizer sagen nach dem bitteren WM-Aus gegen Argentinien Tschüss. Und auch Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld verabschiedet sich von den Spielern und den Fans, es war für den Lörracher die letzte Partie als Trainer der Schweizer Nati. Ottmar Hitzfeld stellte sich knapp 24 Stunden vor dem Achtelfinal den Medien in São Paulo. Dabei sagte er unter anderem: «Ich vertraue meiner Verteidigung.» «Respekt haben wir vor Argentinien, aber keine Angst», sagt Captain Gökhan Inler. Auch ein lockeres Training durfte vor dem Knüller gegen die Gauchos nicht fehlen. Die Schweizer Nati verlässt ihr Lager in Porto Seguro und reist weiter nach São Paulo, wo am Dienstag der Achtelfinal gegen Argentinien stattfinden wird. Auch Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld hat seine Koffer gepackt. Zuvor absolvierte die Nati noch ein letztes lockeres Training. Angeführt von Captain Gökhan Inler hat die Schweizer Nati ihr zweitletztes Training im WM-Camp in Porto Seguro absolviert. Xherdan Shaqiri und Philippe Senderos zeigen vollen Einsatz. Nati-Goalie Diego Benaglio stellt sich an seinem freien Tag den Journalisten und gibt Auskunft, wie die Stimmung im Team ist vor dem Knüller gegen Argentinien am Dienstag. «Um gegen Argentinien bestehen zu können, braucht es einen aussergewöhnlichen Tag von jedem Einzelnen», sagt der Goalie der Nation. Auch SFV-Präsident Peter Gilliéron ist guter Dinge, dass gegen Messi und Co. ein Exploit möglich ist: «Gegen Argentinien wäre ein Sieg fällig.» Gelöste Stimmung am Tag nach dem grossen Sieg gegen Honduras. Josip Drmic demonstriert einem Journalisten den Jubel mit Xherdan Shaqiri nach dem zweiten Tor. Auch Innenverteidiger Fabian Schär, der gegen Honduras zum ersten WM-Einsatz kam, steht Rede und Antwort. In Sicherheit: Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld und Verteidiger Philippe Senderos werden während des Trainings in Porto Seguro gut bewacht. Lockeres Training für die Ersatz- und Einwechselspieler. Blerim Dzemaili (r.) erzielt ein Tor. Es ist geschafft: Die Schweizer Nati steht dank einem 3:0-Sieg gegen Honduras im WM-Achtelfinal. Mann des Spiels ist Xherdan Shaqiri, der alle drei Tore des Spiels erzielte. Trinkpause für die Nati: Im tropischen Manaus gilt es auch während des Trainings genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Xherdan Shaqiri zeigte sich zuletzt genervt von der Kritik an seiner Person, gegen Honduras kann er mit einer guten Leistung Gegensteuer geben. Erlebt er am Mittwoch sein letztes Spiel als Nati-Trainer? Ottmar Hitzfeld scheint angespannt während der Trainingseinheit in Manaus. Am Montagabend reist die Schweizer Nati nach Manaus. Mittelfeldpuncher Valon Behrami hofft, dass sich das Team am Mittwoch gegen Honduras von einer anderen Seite zeigt. Auch Xherdan Shaqiri nimmt sich Zeit, um die Fragen der Journalisten zu beantworten. Zwei Tage hatten die Nati-Stars Zeit, den Kopf durchzulüften. An einer Pressekonferenz nehmen Granit Xhaka (l.) und Blerim Dzemaili Stellung zum Frankreich-Spiel. Auf dem Weg an die Medienkonferenz stehen die Fans Spalier. Die Torhüter beim Kraftraining. Auf die Zähne beissen ist angesagt. Schwerer Gang für Ottmar Hitzfeld. Der Nati-Coach muss sich nach der 2:5-Pleite gegen Frankreich den Medien stellen. Im Training ist der Himmel über dem Platz.verheissungsvoll wolkenverhangen. Die Schweizer Akteure zeigen sich aber bemüht, nach vorne zu blicken. Im zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich werden die Schweizer regelrecht demontiert: Les Bleus gewinnen 5:2. Bereits nach 18 Minuten liegt die Nati 0:2 hinten. Oliver Giroud und Blaise Matuidi heissen die Torschützen. Coach Ottmar Hitzfeld ist nicht zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft: «Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt.» 24 Stunden vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich stellt sich Ottmar Hitzfeld noch einmal den Medien. Er ist überzeugt, dass sein Team gelöster auftreten wird als gegen Ecuador. Danach versammelt der Nationaltrainer sein Team in der Arena Fonte Nova in Salvador. Der Schweizer Assistenztrainer Michel Pont gibt den Medien gut gelaunt Auskunft. Pont mit der Radio-24-Reporterin Nora Hesse, die als Übersetzerin amtet. Die Schweizer Spieler wollen Berge versetzen - oder zumindest eine Wand verschieben. Stephan Lichtsteiner, Ricardo Rodriguez, Valon Behrami und Haris Seferovic (v.l.) posieren für die Fotografen am Strand. Lichtsteiner geniesst das Strandleben. Seferovic hat als Schweizer Siegtorschütze gegen Ecuador gut lachen. Rodriguez ist ein gefragter Mann beim Interviewtermin. Ein Hemd wäre während eines Medientermins angebracht . Zurück in Porto Seguro lässt es die Nati am Tag nach dem 2:1 über Ecuador ruhig angehen. Bis auf die Ersatzspieler, die im Training zum Schwitzen kommen. Reto Ziegler zeigt seinen Teamkollegen, dass er ein gutes Ballgefühl hat. Torschütze Haris Seferovic nimmt das Geschehen unter die Lupe. Gute Stimmung bei der Pressekonferenz bei Diego Benaglio und Johan Djourou. Die Schweiz gewinnt das WM-Auftaktspiel gegen Ecuador 2:1. Der Jubel ist riesig, schliesslich fällt das entscheidende Tor erst in der dritten und letzten Nachspielminute. Haris Seferovic ist der Schütze und wird von Coach Ottmar Hitzfeld beglückwünscht. Der Stürmer wurde erst in der 75. Minute eingewechselt. Am Tag vor dem Spiel gegen Ecuador absolviert die Nati das Abschlusstraining im Estadio Nacional in Brasilia. Auch ohne Zuschauer ist es eine imposante Kulisse. Xherdan Shaqiri übt sich in der Ballannahme. Gökhan Inler und Valon Behrami treten rund 24 Stunden vor dem ersten grossen Ernstkampf noch einmal vor die Medien. Natürlich ist auch Coach Ottmar Hitzfeld da. Der Trainer hat auch noch Zeit für ein Schwätzchen mit Bundesrat Ueli Maurer im Estadio Nacional in Brasilia. Ueli Maurer hat von der Nati ein Trikot mit Unterschriften geschenkt bekommen. Die Nati macht sich von Porto Seguro aus auf nach Brasilia. Coach Ottmar Hitzfeld trägt den Rollkoffer über den holprigen Apshalt Richtung Flugzeug. Vor dem Abflug stellt sich Xherdan Shaqiri den Medien - und zeigt sich bei der Pressekonferenz gut gelaunt. Die Vorfreude auf die Partie gegen Ecuador ist gross. Zuvor stand natürlich ein Training auf dem Platz an. Josip Drmic und Reto Ziegler stellen sich am Tag der WM-Eröffnung in Porto Seguro noch einmal der Presse. Zuvor absolviert die Nati noch eine Trainingssession. Granit Xhaka präsentiert sich mit einer neuen Frisur. Materialwart Martin Suter in seinem Element. Ordnung muss sein. Das Star-Trikot von Xherdan Shaqiri. Trainer Ottmar Hitzfeld ist vor dem WM-Start guter Dinge. Viel Trinken ist wichtig in Brasilien. Hotelangestellte in Porto Seguro schiessen ein Erinnerungsfoto mit dem Schweizer Nati-Coach. Beliebter Gesprächspartner: Nati-Captain Gökhan Inler. Gezeichnet vom Härtetest in der Mittagshitze Porto Seguros: Stephan Lichtsteiner sind die Strapazen des 60-minütigen Trainingsspiels anzusehen. Man könnte meinen, jeder Schweizer Spieler hat einen eigenen Bodyguard. Michael Lang posiert mit einem weiblichen Fan. Einwohner von Porto Seguro in der Nähe des Schweizer Traininggeländes. Rund 2000 Fans verfolgen das Training der Nati und freuten sich nicht nur am heimischen Superstar - wie der kleine Neymar-Fan. Wie in der Schweiz waren vor allem «Shaqiri»-Rufe zu hören. Porto Seguro hat sein kleines Stadion «Estadio Municipal de Porto Seguro» auf Hochglanz poliert und präsentiert der Nati einen tollen Rasenteppich. Einige Details wurden - für Brasilien nicht ungewöhnlich - erst fertiggestellt, als die Spieler von Ottmar Hitzfeld bereits beim Einlaufen waren. Sogar die Garderobentüre im Estadio Municipal zierte ein Schweizer Kreuz. Damit Shaqiri auch den richtigen Eingang findet? Die Nati zeigt sich in einem ersten öffentlichen Training dem Publikum in Porto Seguro. Fans empfangen die Schweizer Delegation in Porto Seguro. Hier hat die Hitzfeld-Truppe ihr Basis-Camp während der WM. Trainer Ottmar Hitzfeld posiert mit Kindern. Zur Begrüssung gibt es eine einheimische Show. Xherdan Shaqiri ist ein begehrter Interview-Partner. Das Resort La Torre. Soldaten sorgen für Sicherheit. Bei der Bus-Ankunft wird auch eine Schweizer Fahne geschwenkt. Die Schweizer Nati ist nach einem 12-stündigen Flug in São Paulo gelandet.

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Der Aufschrei am letzten Freitag war gross. Die Schweiz kassierte im zweiten Gruppenspiel gegen Frankreich eine 2:5-Pleite. Cristina Baldasarre, Fachpsychologin für Sportpsychologie FSP, weiss, wie Ottmar Hitzfelds Mannen doch noch die Achtelfinals schaffen.

Wie kann man bei einem WM-Turnier eine Schlappe in so kurzer Zeit verarbeiten?
Cristina Baldasarre:
Das geht nur, wenn die Voraussetzungen dazu in der Vergangenheit geschaffen wurden. Wenn also nach den Spielen jeweils Debriefings stattfanden mit dem Ziel, konkrete Massnahmen für das nächste Spiel zu formulieren. Dabei spielt es keine Rolle, wer der Gegner war – es geht um technische, strategische und spielerspezifische Informationen. So gewöhnen sich die Spieler daran, dass jede Spielsituation und jedes Ergebnis ein Lehrblätz in Richtung Grossanlass sind. Der Fokus sollte dabei nicht nur auf dem zu Verbessernden liegen, es sollten auch die Stärken betont werden. Auf genau diese Stärken können sich die Spieler dann beziehen und sich anhand dieser mental wieder aufbauen.

Trainer Ottmar Hitzfeld stellte sich am Tag nach dem Debakel vor die Medien und gab Auskunft. Ist das typisch, dass der Coach die schützende Hand über sein Team hält?
Ja, das ist in Ordnung so. Gegen aussen ist sachliches Feedback angebracht, was teamintern dann wirklich diskutiert wird, gehört nicht an die Öffentlichkeit, das würde jede positive Teamdynamik gefährden.

Wie muss der Trainer gegenüber den Spielern auftreten, wenn der Druck riesig ist?
Wenn der Trainer an den Druck denkt, dann ist die Konzentration nach aussen gerichtet. Viel zielführender ist es, die Konzentration nach innen zu richten, sich mit den einzelnen Schritten zu beschäftigen. Der Fokus liegt dann auf den einzelnen Handlungen, und das erfolgreiche Spiel ist die logische Konsequenz daraus. Die Sportpsychologie nennt das Prozessorientierung.

Was bedeutet das konkret?
Jeder im Team verfolgt den abgemachten Plan und konzentriert sich jederzeit auf seine eigene Rolle sowie die Aufgaben auf dem Platz. Wenn jeder im Team dies macht, fügen sich die einzelnen Teile besser zusammen – die Aktionen und Absprachen funktionieren auf einmal.

Ist der Druck vor einem kapitalen Spiel beim Coach oder bei den Spielern grösser?
Viel oder wenig Druck zu verspüren ist etwas sehr Individuelles. Dabei steht im Zentrum, wie genau der Spieler weiss, wo die persönlichen Stärken liegen und wie er diese einsetzen kann. Aber natürlich hilft auch ein motivierender und unterstützender Führungsstil des Trainers. All diese Punkte wirken als Ressourcen und können Druck reduzieren.

Sind Floskeln wie zum Beispiel «Wir müssen jetzt als Team auftreten» selbstschützende Aussagen, um abzulenken?
Es kommt darauf an, wie gut das Team tatsächlich funktioniert. Es ist aber keine Floskel, sondern das richtige Rezept: Einzelaktionen sind zwar heroisch und spektakulär; aber auch jeder Ausnahmespieler hat ein gut funktionierendes Team im Rücken.

Wie wichtig ist denn der Mannschaftsgeist auf dem Weg zum Erfolg?
Gelingt es der Schweiz, ein tolles Teamgefühl aufzubauen, funktioniert das wie ein Katalysator, und die zusätzlichen Energien können tatsächlich freigesetzt werden. Teambildende Massnahmen sind mindestens genauso wichtig wie das eigentliche technisch-taktische Fussballtraining. Vor allem können zum jetzigen Zeitpunkt auf technischer Ebene keine Fortschritte mehr erzielt werden, auf Team- und Motivationsebene hingegen kann in kürzester Zeit sehr viel bewegt werden.

(heg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rony am 25.06.2014 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Irgend was stimmt in diesem Team nicht

    Shaqiri wird nicht lanciert, Drmic und Stocker haben nie einen Ball aus der Nähe gesehen und auch sonst ist kaum einer fähig die Spielzüge des Teamkollegen zu antizipieren. Ich weiß nicht, vielleicht mogeln sie sich ja eine Runde weiter..

  • t.z. am 25.06.2014 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    echt jetzt?

    es glauben tatsächlich 18% die Schweiz wird Weltmeister? bei Brasilien sind es nur 17%. ach wie herzig.

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  • Caesar Monetas am 25.06.2014 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Leistung

    Solange unsere Fussballvertreter nicht in der Lage sind, für ihr Einkommen 100 Prozent zu bringen, können sie getrost nach der Vorrunde nach Hause fliegen. Ein Fussballmatch dauert 90 Minuten, die Spieler trainieren professional und sollten wenigstens in diesen 90 Minute 12 km konzentriert während 90 Minuten laufen können. Hopp Schwiz. Hoffnung bleibt.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Silie am 25.06.2014 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Kanti + Matura + Uni = ca. 12 Jahre Hochschule um uns sagen zu können: 'Jedes Ergebnis ist ein Lehrblätz'.. Da wird einem richtig warm ums Herz bei unseren Hochschulen. Da werden die Eliten hergestellt.. die Besten der Besten.. Ich glaube ich mache mir noch eine Bloody Mary....

  • Psy am 25.06.2014 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jedes Ergebnis ist ein Lehrblätz..

    sehr schlau... Das sagt eine Sportpsychologin. Da wäre normaler Menschenverstand nie draufgekommen.

  • Mario am 25.06.2014 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Letzeegooo

    Wir brauchen einen sieg und nichts anderes... Hätte die schweiz die letzten 100 jahre soviel dazu gelernt wie sie verloren hat wären wir bestimmt weltmeister oder so ^^

  • chase am 25.06.2014 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ganz einfach

    mehr tore machen als bekommen

  • Helena am 25.06.2014 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Kumbaya

    Setzen wir uns doch in eine Runde und singen zusammen für den Weltfrieden. Oder die Jungs geben einfach was sie können und entweder reichts, oder es reicht nicht. It's just a game.