Audio von Diego Maradona

27. Juni 2018 11:43; Akt: 27.06.2018 13:37 Print

«Es geht mir ... äh ... gut ... sei ... äh ... beruhigt»

Nach dem Schwächeanfall im Fussballstadion schickt Maradona seiner Freundin eine Audiodatei, um sie zu beruhigen. Nur: Beruhigend wirkt die Nachricht nicht.

Diego Armando Maradona hat seiner Partnerin eine Audiodatei geschickt. (Video: 20 Minuten)
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Für Diego Maradona war der spannende 2:1-Sieg von Argentinien im WM-Vorrundenspiel gegen Nigeria etwas zu nervenaufreibend: Nach der Qualifikation Argentiniens für das Achtelfinal musste der einstige Weltstar am Dienstagabend im Stadion von St. Petersburg von Sanitätern versorgt werden.

Wie auf einem Video zu sehen ist, musste der 57-Jährige auf dem Weg in den VIP-Bereich gestützt werden. Schliesslich musste Maradona von zwei Sanitätern versorgt werden.

Argentinischen Medienberichten zufolge hatte die Aufregung einen Anstieg seines Blutdrucks verursacht. Auf Social Media verbreiteten sich Gerüchte, wonach Maradona einen Kreislaufkollaps erlitten haben soll. Es hiess sogar, er habe mit einer Adrenalin-Spritze wiederbelebt werden müssen.

Themen werden vermischt

Wie die Zeitung «Olé» berichtete, konnte der ehemalige Fussballstar später aber wieder ohne Hilfe laufen. Spätabends flog er nach Moskau. Während des Fluges schickte er seiner Freundin Rocio Oliva eine Sprachnachricht via Whatsapp und forderte sie auch auf, diese an die Medien weiterzuleiten. Darin sagt er: «Hallo mein Schatz. Wir sind gerade in Moskau gelandet. Weder Kreislaufkollaps, noch Spritze.»

Und weiter: «Im Gegenteil. Nach der ersten Halbzeit hatte ich noch ein Gespräch mit Leuten, die mir vorgeschlagen haben ...», erzählt er weiter. Doch den Satz beendet er nicht und schweift zum nächsten Thema ab. «Ich bin nicht käuflich. Wenn ich das annehme, dann ist es nur, weil uns Ruggeri vorgestellt hatte.» Maradona redet von Oscar Ruggeri, einem ehemaligen Boca-Juniors-Spieler wie Maradona, der derzeit für das argentinische Staatsfernsehen als Kommentator in Russland arbeitet.

Wie tönt es, wenn es ihm gut geht?

«Ich weiss nicht, woher sie das mit dem Kardio-Dings herhaben, Schatz», sagt Maradona. «Es ist alles sehr, es ist alles ganz verrückt… ich finde das sehr, ... sehr ... sehr doof. Aber sei beruhigt. Es ist drei Uhr morgens, wir landen bald in Moskau und hier gab es keine Probleme ... weder Alkohol noch keine, keine, keine, keine ... äh ... äh ... wichtige Geschichten».

Auch wenn er sagt, man solle beruhigt sein, es gehe ihm gut – seine Ausprache und seine teilweise unkoordinierten Sätze lassen das Gegenteil vermuten. Auf dem Nachrichtenportal Infoae kommentierte ein Leser: «Also wenn er so redet, um uns zu beruhigen, dann will ich mir gar nicht vorstellen, wie es tönt, wenn es ihm mal nicht gut geht.»

Gegenüber einem befreundeten Journalisten gab Maradona zudem einen Grund für sein schräges Verhalten während des Spiels an: «Sie haben uns nur Weisswein serviert. Wir haben den ganzen Weisswein getrunken.»

Auf Instagram betonte Maradona später, dass es ihm gut gehe. Der Doktor habe ihm jedoch schon in der Pause geraten habe, nach hause zu gehen. «Aber ich wollte bleiben, weil wir alles riskiert haben. Wie hätte ich gehen können?»

Castellano | Italiano | Inglés Quiero contarles que estoy bien, que no estoy ni estuve internado. En el entretiempo del partido con Nigeria me dolía mucho la nuca y sufrí una descompensación. Me revisó un médico y me recomendó que me fuera a casa antes del segundo tiempo, pero yo quise quedarme porque nos estábamos jugando todo. ¿Cómo me iba a ir? Les mando un beso a todos, perdón por el susto y gracias por el aguante, hay Diego para rato! Voglio solo dirvi che sto bene, che non sono e non sono stato ricoverato. Durante l'intervallo della partita con la Nigeria ho avuto un forte dolore alla nuca e un mancamento. Un medico mi ha visitato e mi ha consigliato di tornare a casa prima del secondo tempo, ma ho deciso di rimanere perché ci stavamo giocando il tutto per tutto. Come sarei potuto andarmene? Un bacio a tutti e grazie per il supporto... Diego ci sarà ancora per un bel po'! I want to tell everyone that I am fine, that I am not, neither was I interned. In the halftime of the game against Nigeria, my neck hurt a lot and I suffered a decompensation. I was checked by a doctor and he recommended me to go home before the second half, but I wanted to stay because we were risking it all. How could I leave? I send a kiss to everyone, thanks for the support!

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(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SscN am 26.06.2018 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    D10S

    Der Beste Fußballer aller Zeiten D10S .... ein trauriges Beispiel, dass auf eindrückliche Weise zeigt was die Flucht in die Drogenwelt anrichten kann .....

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  • Freezer79 am 26.06.2018 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maradona

    Der steht ja mächtig unter Strom wenn ihr wisst was ich meine. Traurig

  • vladimir am 26.06.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ah, Maradona...

    Er zeigte die Stinkfinger einem riesigen rosarosigen Elefanten, welcher ihn gerade übertrampeln wollte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruno am 27.06.2018 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Privat

    Und wieso bitteschön gelangt ein persönliches Gespräch an die Öffentlichkeit? Das geht niemanden etwas an!

  • Bigi am 27.06.2018 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein verbarmen

    Ich habe kein verbarmen mit Maradona.Er allein ist verantwortlich für sein Leben.Er hat mal gut Fussball spielen können...das war aber.

    • Alaska am 27.06.2018 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bigi

      Stimmt absolut kein erbarmen. Nur weil er einmal gut Fussball gespielt hat, meint er immer noch er sei ein Fussballstar und kann sich alles leisten. Da hat es viele ehemalige Fussballer, die man viel lieber wieder sehen möchte aus Italien, Holland, Brasilien u.a. Länder. Auf Maradonna könnten sehr viele verzichten ich sowieso. Aber nicht das Flusspferd von Argentinien ......

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  • grufti_ch am 27.06.2018 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Gestalt

    Da war er wohl schon nicht mehr bei Sinnen, als er den Nigerianern beide!! Stinkefinger zeigte. Hat so wenig mit Sport zu tun wie sein damaliges Tor mit der Hand

  • Jane_82 am 27.06.2018 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Einfach nur traurig... Ein einst so guter Fussballer, der sich so zu Grunde richtet... Aber dass seine Freundin eine solche Audiodatei weitergibt, verwundert mich auch... Hat sie so viel Geld bekommen dafür?

  • mth.sch. am 27.06.2018 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung

    Das gibt mir einen Stich, mitten ins Herz. Wie es einer der Kommentierenden schrieb, Diego Maradona sollte vor sich selbst geschützt werden.

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