Fussball-Weltmeisterschaft

14. Juni 2018 14:23; Akt: 14.06.2018 16:11 Print

Das ist unser WM-Orakel Baba Galya

Ausgerechnet Brasilien ... Was blüht der Nati gegen die Seleção? Ab Sonntag liegt das Schicksal der Schweiz in den Händen von Baba Galya. Ihre Geschichte.

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Sie kennen Baba Galya noch nicht? Voilà! Welche Prognosen sie für die Nati hat, erfahren Sie bald. In welchen Stadien die Schweiz um den Achtelfinaleinzug kämpft, verraten wir Ihnen bereits jetzt in der Bildstrecke. In der Rostow-Arena trägt die Schweizer Nationalmannschaft am Sonntag, 17. Juni, ihr erstes Gruppenspiel gegen Brasilien aus. Das neu gebaute Stadion verfügt (gemäss Angaben der Fifa) über 45'000 Sitzplätze. Rostow liegt, wie es der Name der Metropole schon sagt, am Don und 1100 km südlich von Moskau. Mit rund 1,2 Millionen Einwohnern ist es die zehntgrösste Stadt Russlands und bildet das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Südrusslands. Am Freitag, 22. Juni, duellieren sich die Schweizer im Kaliningrad-Stadion mit Serbien. Auch das zweite Gruppenspiel der SFV-Auswahl findet am Abend statt. In der multifunktionalen Arena, die sich auf der Oktyabrsky-Insel befindet, können 35'000 Zuschauer sitzen. Kaliningrad ist seit der Unabhängigkeit der baltischen Staaten im Jahr 1991 die Hauptstadt der russischen Exklave, die zwischen Polen und Litauen liegt. Bis 1946 gehörte die Metropole zu Deutschland, wobei die Königsberg Kathedrale (im Bild) noch an diese Zeit – und den ehemaligen Namen – erinnert. Als Folge des Zweiten Weltkrieges ging die Stadt, wie der gesamte Nordteil von Ostpreussen, an die russische Sowjetrepublik über. Mit rund einer halben Million – primär russischen – Einwohnern ist Kaliningrad überschaubar. Die westlichste Grossstadt Russlands liegt 4,8 Meter unter dem Meeresspiegel und am Fluss Pregel, der sie durchfliesst und westlich von ihr ins sogenannte Frische Haff mündet. Dieses wird durch die schmale Halbinsel der Frischen Nehrung von der Ostsee abgegrenzt. Kaliningrad lädt zum Flanieren ein und ist Verkehrsknotenpunkt sowie Wirtschafts- und Kulturzentrum mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Im Nischni-Nowgorod-Stadion steht das Schweizer WM-Team mit Costa Rica dem letzten Konkurrenten der Gruppe E gegenüber. Das Spiel am Mittwoch, 27. Juni, dürfte für die von Vladimir Petkovic trainierte Nationalmannschaft wegweisend werden. Der beim Zusammenfluss von Wolga und Oka neu errichtete Rundbau verfügt über 45'000 Sitzplätze. Hoffen wir, dass hier für die Schweiz das Licht an der WM noch nicht ausgeht... Mit gegen 1,3 Millionen Einwohnern und mehr als zwei Millionen in der umliegenden Region ist Nischni Nowgorod die fünftgrösste Metropole Russlands. Dennoch hat die Hauptstadt des Föderationskreises Wolga nicht an Charme eingebüsst. Ihr wichtigstes Zentrum ist der Kreml, der einst eine Zitadelle (Bild) war. Wer von Nischni Nowgorod aus nach Moskau gelangen will, muss rund 400 Kilometer in den Osten reisen. Kirchen und Museen prägen sowohl die Umgebung des Stadions als auch das Stadtzentrum. Nischni Nowgorod ist aber auch für seine Universitäten und Theater bekannt. Die 23 Spieler und Staffmitglieder der Schweizer Nationalmannschaft beziehen während der Gruppenphase das Lada-Ressort in Togliatti, wo sie sich auf die Partien vorbereiten und erholen können. Die Metropole mit rund 730'000 Einwohnern ist nach der Gebietshauptstadt Samara die zweitgrösste und -wichtigste der Oblast (steht für Verwaltungsbezirk). Bekannt ist sie vor allem durch die dortigen Lada-Werke. Als Gruppensieger würde die Schweiz am Montag, 2. Juli, in der 45'000 Zuschauer fassenden Samara-Arena auf den Zweiten der Gruppe F (Deutschland, Mexiko, Schweden und Südkorea) treffen. Dieser Achtelfinal ist auf 16.00 Uhr angesetzt. Beendet die Nationalmannschaft die Gruppenphase auf dem 2. Platz, wäre das Sankt-Petersburg-Stadion am Dienstag, 3. Juli, Austragungsort des Achtelfinals gegen den Sieger der Gruppe F. In der Arena können 67'000 Zuschauer sitzen. Auch diese Begegnung ist am Nachmittag (Anpfif um 16.00 Uhr) geplant.

Sie kennen Baba Galya noch nicht? Voilà!

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Ein kleines Dorf im über 5000 Kilometer weit entfernten Sibirien. Seit über 70 Jahren lebt dort unsere Baba Galya. Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine gewöhnliche, leicht schrullige Grossmutter, die auf ihren Garten aufpasst, in einem Samowar Tee kocht und mit Dominosteinen spielt. Baba Galya hütet aber ein Geheimnis: Sie kann die Zukunft vorhersagen.

Als sie noch ein Kind war, wurde sie von ihrem Vater zum Brunnen geschickt, um Wasser zu holen. In einem Moment der Unachtsamkeit stolperte sie und fiel ins Loch – eine Woche verging, bis sie gefunden wurde. Sogleich stellte der Suchtrupp fest: Galyas Blick hatte sich verändert. Jahrelang zog sie sich in ihr Zimmer zurück und sprach kein Wort.

Als ihre Eltern allmählich zu verzweifeln drohten, geschah ein Wunder. Aus heiterem Himmel betrat sie das Wohnzimmer, in dem ihr Vater – ein grosser Fussballfan – gerade den Match seiner Lieblingsmannschaft verfolgte. «Sie werden verlieren», sagte die Tochter beschwörend. Es waren die ersten Worte seit ihrem Unfall. Ihr Vater lachte sie aus. Doch tatsächlich: Sein Team verlor haushoch.

In den darauffolgenden Jahren sagte sie das Ergebnis jedes einzelnen Spiels voraus. Nachdem Galyas Eltern verstarben, hat sie sich allerdings geweigert, weitere Prognosen abzugeben. Für 20 Minuten bricht das Orakel exklusiv sein Schweigen. Ob Baba Galya immer noch ihre Gabe besitzt? Die WM 2018 wird es zeigen!


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(20 Minuten)

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