Messi und Ronaldo

01. Juli 2018 06:06; Akt: 01.07.2018 11:30 Print

Aus für die WM-Giganten - wer tritt zuerst zurück?

von E. Tedesco - Es war der Kampf der Giganten, auf den die Fussball-Welt mit Spannung gewartet hat. Nun sind Lionel Messi und Cristiano Ronaldo raus. Die Fans müssen sich neue Superstars suchen.

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Was für ein Auftakt in die Achtelfinals in Russland! Innert weniger Stunden verliert das WM-Turnier seine schillerndsten Figuren. Erst muss sich Lionel Messi mit seinen Argentiniern den Franzosen 3:4 geschlagen geben. Im zweiten Spiel am Samstag erwischt es dann auch Cristiano Ronaldo mit seinen Portugiesen. Der Europameister muss nach einer 1:2-Niederlage gegen Uruguay die Koffer packen.

Von 2008 bis 2017 wurden Messi und Ronaldo jeweils fünfmal «Weltfussballer des Jahres». Das Duell der beiden Ikonen sollte die Krönung dieses WM-Turniers sein. Nach dem Hattrick im Auftakt gegen Spanien setzte CR7 ein erstes Zeichen: Er liess sich ein Ziegenbärtchen wachsen - als Antwort auf Messi, der sich mit einer Ziege ablichten liess. Die dazugehörige Schlagzeile lautete: GOAT. Englisch für Ziege. Aber auch die Abkürzung von «Greatest of all time», den Grössten aller Zeiten.»

Nach dem 30. Juni 2018 und dem Auftakt in die Achtelfinals haben die beiden Überflieger hart aufgeschlagen und nun dürften der 33-jährige Ronaldo wie auch der 31-jährige Messi die letzte Chance auf den Titel des Weltmeisters vertan haben.

Die Kronprinzen scharren bereits in den Startblöcken

Gut möglich, dass einer der beiden in den nächsten Tagen den Rücktritt bekannt gibt, wobei Ronaldo in zwei Jahren vielleicht noch die Titelverteidigung an der EM 2020 reizen könnte. Er wäre dann 35 Jahre alt. Für Messi scheint der Zug auf einen Titel an einem grossen Endturnier abgefahren. Sogar ein Rücktritt aus der Nationalmannschaft könnte zwischen den Weltfussballern zum Wettrennen werden: Wer tritt zuerst zurück?

Für die Fifa ist das WM-Aus der Giganten gar nicht schön. Messi hatte Ronaldo als einzigen Erzrivalen und Ronaldo in Messi ebenfalls den einzigen Konkurrenten. Es war der Kampf der Giganten. Und jetzt sind sie raus – schon nach der Hälfte des Turniers. Das ist schlecht für das Produkt. Die Show muss aber weitergehen und die ersten Kronprinzen lauern bereits in den Startblöcken, den kickenden Göttern, die jahrelang die Fussballbühne dominiert haben, den Rang abzulaufen.

Cavani, Kane oder Kylian Mbappé?

Vielleicht Edinson Cavani, der Portugal mit einem Doppelpack auf die Heimreise schickte? Sofern er sich am Samstag nicht so verletzt hat, dass er nicht mehr spielen kann. Oder Harry Kane, der trifft und trifft und die Aufbruchstimmung der Engländer verkörpert wie kein anderer? Vielleicht der fallsüchtige Neymar, ewiger Dritter hinter Messi und Ronaldo, der es nur mit einem 222-Millionen-Transfer zu PSG geschafft hat, die beiden Superstars irgendwo hinter sich zu lassen? Oder ist Kylian Mbappé der Kronprinz, der Messi und Ronaldo den Rang ablaufen kann? Vielleicht wird er nun zur prägenden Figur dieser WM in Russland. Er ist erst 19 Jahre alt.

Der letzte Jüngling, dem es gelang, die Fussballwelt zu erobern, hiess Edson Arantes do Nascimento. Das ist 60 Jahre her. Das Wunderkind ist Brasilianer und heute allen unter dem Namen Pele bekannt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Will H. Elmtell am 01.07.2018 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gibt nicht nur WM und EM

    Und die Copa America 2019. Da kann Messi ja auch mitspielen.

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  • Sun.shine am 01.07.2018 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Superstars

    Es muss das ganze Team zusammenarbeiten. Es bringt nichts sich nur auf einen Superstar zu verlassen. Die mögen ja gut sein aber ohne die ganze Mannschaft sind die auch nix.

  • rammirocker am 01.07.2018 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Tja.....

    Ein WELTKLASSE Spieler reicht halt nicht aus um Weltmeister zu werden. Es kann eher zu einer Belastung heranwachsen. Alle schauen nur auf DIESEN EINEN Spieler. Wenn der Gegner diesen EINEN Spieler aus dem Spiel nimmt so hat man schon die halbe Miete. Daher ist eine MANNSCHAFT viel unberechenbarer als ein MEGASTAR. Man sah es 2016: Ronaldo verletzt sich im Final und werden ohne ihn Europameister....Welch Ironie.....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tobler_One am 02.07.2018 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Unterschiedliche Nationalspieler

    Portugal ist CR7 und CR7 ist Portugal. Er wird solange spielen bis er nicht mehr kann. An der nächsten EM wird er sicher dabei sein, und die nächste WM hänt von zukünftigen Verletzungen ab. Der wird auch mit 37ig top fit sein. Nicht mehr der Ronaldo von heute, aber wohl immer noch besser als viele andere Spieler. Bei Messi sehe ich die Leidenschaft fürs ARG Trikot nicht wirklich. Und der Druck ist def. ein Problem für ihn, dieser wird nicht kleiner.

  • GG am 01.07.2018 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Weshalb sollten die Torschützenkönige zurücktreten? Nur, weil es an einer WM besser hätte laufen können? Also bitte... Bringt mir ein paar junge Torschützenkönige, dann schauen wir weiter. Bleibt zu hoffen, dass Messi und Ronaldo die WM Niederlage mit einem «so what» in der Kiste verstauen und einer fortbestehenden rosigen Zukunft entgegen blicken. Voilà!

  • pli am 01.07.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beisser schlägt zurück

    Suarez ist ja noch dabei ;)

  • Rossonero am 01.07.2018 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Titel

    Weder Messi noch ein CR 7 haben an einer WM jemals restlos überzeugt. Den Titel WM Giganten kann man sich also schenken. Ein WM Gigant war der dicke Ronaldo im Trikot Brasiliens, und was Portugal und Argentinien angeht ein Eusebio und Maradona.

  • Johnny am 01.07.2018 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ernsthaft

    Ach, was soll denn dieser Beitrag? Ronaldo wurde vor 2 Monaten noch Champions League Sieger und war einer der besten im Team und Messi ist immer noch mit Abstand der Beste bei Barcelona. Mbappe ist auf jeden Fall ein zukünftiger Star, aber bis er auf dem Level von den beiden ist, dauert es halt noch, wie man an seinen Champions League Auftritten gesehen hat. Die Leistung im Nationalteam sagt nichts über die Fähigkeiten aus. Gruss an James Rodriguez, bei dem man das gut beobachten konnte.

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