Ivan Rakitic

01. Juli 2018 23:04; Akt: 02.07.2018 08:57 Print

Ein Schweizer schiesst Kroatien in den Viertelfinal

Modric verschiesst in der Verlängerung einen Elfmeter, danach halten bei den Dänen im Penaltyschiessen die Nerven nicht. Was für ein Spiel!

Rakitic sichert Kroatien mit diesem Penalty den Viertelfinal-Einzug. Video: SRF
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Was für ein Drama: Am Ende setzte sich der Favorit doch noch durch. Kroatien besiegte in Nischni Nowgorod Dänemark nach einem 1:1 nach Verlängerung mit 3:2 im Penaltyschiessen. Ivan Rakitic, ein Doppelbürger, entschied das Penaltyschiessen.

Kroatien hätte die Partie schon in der Verlängerung entscheiden müssen. Ante Rebic lief auf und davon und um Dänemarks Goalie Kasper Schmeichel herum, wurde dann aber im Strafraum von Mathias Jörgensen regelwidrig am Abschluss ins leere Tor gehindert.

Modric verschiesst in Verlängerung einen Penalty

Es gab Penalty für Kroatien. Luka Modric, Kroatiens Star, reüssierte aber nicht. Kasper Schmeichel, Dänemarks Penalty-Killer, parierte den Elfmeter souverän.


Modric scheitert vom Punkt. Video: SRF

Schmeichel! Alles deutete darauf hin, dass der Sohn von Peter Schmeichel, der Dänemark 1992 in einem Penaltyschiessen gegen Holland (Halbfinal) und beim 2:0 gegen Deutschland im Final zum sensationellen EM-Titel gehext hatte, wieder der Held sein würde. Wie vor zwei Jahren, als er Leicester City in England zum Sensations-Meister zauberte.

Schmeichel hext

Vor dem Penaltyschiessen hatte Kasper Schmeichel diese Saison vier von sechs Elfmeter pariert. Ronaldo, Messi, Ibrahimovic, Lewandowski – all diese Helden waren an Schmeichel vom Punkt aus schon gescheitert. Schmeichel parierte im Elfmeterschiessen weitere zwei Versuche – jene von Milan Badelj und Josip Pivoric. Aber es reichte nicht.

Kroatien ringt Dänemark dramatisch nieder

Denn die Dänen schossen schlecht. Christian Eriksen, Dänemarks Star von Tottenham, zuerst, dann Lasse Schöne und schliesslich auch noch Nicolai Jörgensen scheiterten alle an Kroatiens Keeper Danijel Subasic, der zuvor diese Saison keinen von sieben Elfern hatte parieren können. Ivan Rakitic bot sich mit dem zehnten Schuss die Chance, die Partie endlich zu beenden. Rakitic behielt die Nerven.

Der Schweizer: Rakitic

Der 30-Jährige spielte bis zur U21 für die Schweiz. Er wurde in Rheinfelden geboren, wuchs in Möhlin auf. Er startete seine Karriere beim FC Basel, wurde mit dem FCB Meister und erzielte in der Schweiz das Tor des Jahres der Saison 2006/07. Vor elf Jahren wechselte er ins Ausland; seither spielte er für Schalke, Sevilla und Barcelona.

Vor dem turbulenten Finish hielt die Partie nicht, was die ersten vier Minuten versprochen hatten. Erst zum zweiten Mal in der 88-jährigen Geschichte von Fussball-Weltmeisterschaften erzielten beide Teams in den ersten vier Minuten ein Tor.

Slapstick-Tore in ersten vier Minuten

Dänemark ging nach 57 Sekunden nach einem der weiten Einwürfe von Jonas Knudsen durch Mathias Jörgensen in Führung. In der 4. Minute glich Mario Mandzukic für die Kroaten aus, nachdem ein dänischer Befreiungsversuch via den Kopf eines Dänen dem kroatischen Goalgetter Mandzukic vor die Füsse gefallen war.


Der Ausgleich durch Mandzukic. Video: SRF

Es ging vorsichtig weiter, mit leichten Vorteilen für Kroatien während der ersten Stunde und Vorteilen für Dänemark in der zweiten Stunde.

Highlights blieben aber eine Rarität. Bis zu Modrics Penalty, Schmeichels Paraden und dem Drama im Elfmeterschiessen.

WM-Center

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Miro am 01.07.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    3:40 = 2 Tore

    Nach 3:40 Minuten schon zwei Tore und auf dem Platz war schon mehr los als bei Spanien während 120 Minuten.

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  • Peter Wuhrmann am 01.07.2018 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Extremes Geplapper im SRF2

    Das wird wieder ein extremes Geplapper geben im SRF. Ein Grossteil der Kommentatoren und Experten sollten endlich entlassen werden. Die SRF sollte auch im Sportbereich sparen; nicht nur in anderen Sendebereichen. Zum Glück kann die WM in anderen Sendern angeschaut werden.

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  • THINK am 01.07.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Welch ein Wohltat

    das jetzige Spiel verglichen mit dem Vorhergehenden ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nina am 02.07.2018 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Verwirrend

    Ich bin hier geboren und aufgewachsen, wurde meinen Flüchtlingsstatus jedoch erst vor einem Jahr los. Ich war gar nie ein Flüchtling. Jetzt wird hier behauptet, Personen die in der Schweiz geboren wurden und hier aufgewachsen sind, sind natürlich Schweizer und sollten für die Schweiz spielen. Liegt es daran, dass ich nicht berühmt bin? Oder zu wenig Geld habe und die Schweiz somit nicht von mir profitieren kann? Er ist ein Doppelbürger. Die meisten Menschen sind sehr stolz auf ihre Herkunft, das heisst aber nicht, dass sie das Land in dem sie leben nicht schätzen!

  • Ackermann. J am 02.07.2018 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Sache

    Die Schweizer tun mir langsam echt leid, kompletter Realitätsverlust. Die Doppeladler werden euch noch Kosten (in 10-15 Jahre), mir ist es dann aber egal, bin in Istrien am Segeln. Die Serben können euch ein Lied davon singen.

  • Hrvatica am 02.07.2018 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal wieder..

    typisch, dass eine gewinnende Tat eines Doppelbürgers (Kroaten) als Schweizer Leistung gesehen wird und wenn was Schlechtes passiert, ist immer der Kroate Schuld - wieso nicht dort auch der Schweizer?

  • vatreni am 02.07.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nervende Aussagen

    Also an alle die sagen er hätte hier nur die Ausbildung genossen: Er hat Talent und den nötigen Ehrgeiz dazu, mit dem er das erreicht hat was er heute ist. Er hätte dies genauso in Kroatien erreicht nur entscheidet niemand wo man geboren wird. Mandzukic, Modric, Kovacic, Rebic, Subasic etc sind alles sehr gute Beispiele dafür dass man es in Kroatien weit im Fussball bringen kann. Es hat nicht mit undankbarkeit zu tun aber man sollte für das Land spielen wo man mit Herz dahinter stehen kann und wenn das für Rakitic also Kroatien ist dann ist ja wohl klar was er als seine Heimat ansieht und für wenn sein Herz schlägt.

  • Tomislav am 02.07.2018 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird immer besser

    Popcorn gegessen, Kommentare gelesen. Jetzt habe ich eine andere Vorstellung von einem perfektem Halbfinale. Kroatien vs Schweiz. Kroatien gewinnt und Rakitic schwenkt die schweizer Fahne während alle anderen den Doppeladler machen ;)

    • Hrvatica am 02.07.2018 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tomislav

      Warum sollte Rakiti die Schweizer Fahne schwenken? Er spielt ja als Kroate für Kroatien, nicht für die Schweiz.. Shaqiri und Co. sollten lieber eine Schweizer Fahne mitnehmen, statt wieder den Doppeladler zu zeigen, sie spielen ja auch für die Schweiz und nicht für Albanien..

    • Tomislav am 02.07.2018 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hrvatica

      Da hat jemand den Gag offensichtlich nicht verstanden...

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