Die Mannschaft

03. Juli 2018 15:09; Akt: 03.07.2018 15:13 Print

Jogi Löw bleibt trotz WM-Debakel

Nun ist es offiziell: Joachim Löw trainiert weiterhin die deutsche Nationalmannschaft. Sein erst im Mai verlängerter Vertrag hat noch Gültigkeit bis 2022.

Das 2:0 Südkoreas in der Nachspielzeit besiegelt das Aus: Die Deutschen müssen erstmals an einer WM nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. (Video: SRF/Tamedia)
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Sechs Tage nach dem frühzeitigen Scheitern in Russland hat sich Joachim «Jogi» Löw entschieden, an seinem Posten festzuhalten. Er verspüre immer noch die nötige Motivation und Energie, um den bald entthronten Weltmeister auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten, heisst es in der Mitteilung des Deutschen Fussball-Bundes (DFB). Die Entscheidungsträger im DFB hatten schon am Freitagabend in einer Telefonkonferenz für einen Verbleib von Löw gestimmt.

Der DFB bestätigt auf Twitter, dass Jogi Löw Nationalcoach bleibt:

Löw hatte sich nach dem historischen WM-Debakel und der Rückkehr aus Russland zunächst daheim in Freiburg abgeschirmt. Unmittelbar nach dem 0:2 gegen Südkorea in Kasan schien der 58-Jährige innerlich zu schwanken. Er müsse sich zunächst «sammeln». Bereits am Montagabend soll sich Löw fürs Weitermachen entschieden haben, am Dienstag legte er zusammen mit Teammanager Oliver Bierhoff offenbar eine erste Analyse zum WM-Out vor.

Massnahmen sind notwendig

«Tiefgehende Massnahmen» hatte Löw schon in Kasan angekündigt, ohne im Detail zu sagen, was er sich darunter vorstellt. Wie stark das Spieleraufgebot vom geplanten Umbruch betroffen ist, wird sich spätestens in zwei Monaten abzeichnen. Am 6. September empfängt Deutschland in München Frankreich im Rahmen der neuen Nations League. Drei Tage später ist Peru in Sinsheim Testspielgegner.

Als erster deutscher Nationaltrainer erhält Löw nach einem Scheitern in der Vorrunde eine zweite Chance. Jupp Derwall (1984), Erich Ribbeck (2000) und Rudi Völler (2004) mussten jeweils nach einem K.o. in der EM-Gruppenphase ihren Posten räumen - oder taten das wie Völler freiwillig. Das Vertrauen hat sich Löw in den vergangenen Jahren verdient. Nachdem er Jürgen Klinsmann zwei Jahre assistiert hatte, übernahm er 2006 den Chefposten und führte Deutschland bei allen Turnieren bis zum Misserfolg in Russland mindestens in den Halbfinal.

WM-Center

(tzi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gustav am 03.07.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Hilflosigkeit der DFB-Spitze

    Löw ist genauso stur wie Merkel - ihre Zeit ist abgelaufen- sie müssen mit Zwang von ihrem Thron gestürtzt werden.

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  • St.St. am 03.07.2018 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jogi

    Das finde ich super dann scheiden sie in vier Jahren gegen China in den Gruppenspielen aus! Der Jogi wird total überschätzt!

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  • Susanne am 03.07.2018 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Bilanz Joachim Löw letzte 12 Jahre:

    3 WM Teilnahmen, 2 x Halbfinale erreicht, 1 x Weltmeister. Darunter so denkwürdige Spiele wie das 4:1 gegen England, das 4:0 gegen Argentinien und das Jahrhundertspiel 7:1 gegen Brasilien. 3 EM Teilnahmen, immer unter den besten 4 abgeschlossen. Liebe Leute, so einen feuert man nicht grad wenns einmal nicht so gut läuft. Vor allen wer mit ähnlicher Qualität soll nachfolgen? Und letztlich ist das Deutschland, da geht alles etwas langsamer und gemütlicher, nix hire & fire, das sollten wir als Schweizer wohl am Besten verstehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • where wolves fear to prey am 05.07.2018 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wetten, dass...

    Was dauert länger? Die Merkel-Ära oder die Löw-Ära? Man kann darauf sogar wetten !

  • Frau Löw am 04.07.2018 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mimimimimi

    Liebe Neidgenossen Kaum seid ihr draußen, widmet ihr euch wieder voll und ganz dem DFB... Euer Interesse in allen Ehren, aber kümmert euch doch lieber um eure eigene Baustelle (bzw. BaustelleN)!! Es wär doch z.B. mal toll, den 64-jährigen Fluch zu besiegen! Ich mein ja nur...

  • Achim am 04.07.2018 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    dann qualifiziert sich D nicht einmal mehr für die WM selber. Er lässt auch ungern 4 Millionen pro Jahr sausen. Super Zahltag für wenig Leistung.

  • Fussballmanager am 04.07.2018 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Löw muss weg

    Nach der WM2014 wäre der optimale Zeitpunkt gewesen. 2018 ist erbärmlich gewesen nach all den nicht erkannten Vorzeichen, und jetzt ernsthaft weitermachen? Wie lame ist das denn.

  • Sven Elsa am 04.07.2018 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Jogi?

    Einen Neuanfang kann kein Trainer VOR einem Turnier wagen! Also... auf gehts Jogi... nach der WM ist vor der EM....

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