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23. Juni 2019 21:28; Akt: 23.06.2019 21:32 Print

20 Dinge, die aus unserem Leben verschwinden

von M. Steiger - Sachen, die früher in jedem Haushalt zu finden waren, verschwinden immer mehr: Festnetz-Telefone, Wecker und anderes.

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Beginnen wir mit den Dingen, die eigentlich bereits ausgestorben sind. In einzelnen Haushalten oder Büros gibt es sie bestimmt noch, aber grundsätzlich ist die Zeit dieser Ding vorbei. Zum Beispiel Fernseher mit Röhrenbildschirmen ... ... Faxgeräte, ... ... Telefonbeantworter, ... ... Telefonbücher ... ... und Adressbücher. Das Handy hat die Mehrheit dieser Dinge überflüssig gemacht. À propos überflüssig gemacht: Hat dir in der Schule auch mal ein Lehrer gesagt, dass du Kopfrechnen lernen musst, «weil du später nicht immer einen Taschenrechner dabei haben wirst»? Tja. Auch kaum noch zu finden sind VHS-Player für die alten Videokassetten ... ... und physische, gedruckte Karten. Heute haben die meisten Autos ein Navi, Handys sind mit Google Maps ausgestattet. Dann gibt es Dinge, die sind noch nicht verschwunden – aber durch neuere Entwicklungen akut vom Aussterben bedroht. Dazu gehören zum Beispiel richtige Wecker ... ... und Desktop-Computer, die in Büros zwar noch sehr verbreitet sind, zu Hause aber immer öfter durch Laptops ersetzt werden. Die Zeit der Glühbirnen ist definitiv vorbei, auch wenn wohl vereinzelte immer noch leuchten. Auch Festnetz-Telefone (auch neuere Modelle als dieses Wählscheibenteil) werden immer seltener: Wer mit einem Handy aufgewachsen ist, der verzichtet meist auf das fixe Telefon in der Wohnung. In Zeiten von Streamingdiensten, Replay-Funktion und Netflix werden auch Abspielgeräte aller Art immer überflüssiger, so auch der DVD-Player. Seltener werden auch gedruckte Take-away-Menüs: Dank Eat.ch und vergleichbaren Apps und Websites sind die Menüs der Lieferdienste online verfügbar. Auch Wandkalender erfüllen heute meist nur noch einen dekorativen Zweck. Aber neben all den Dingen, die verschwunden sind oder verschwinden könnten, gibt es auch doch Dinge, die wider Erwarten immer noch hier sind. Das beste Beispiel: Vinyl. Diese Form von Musik-Datenträger ist eigentlich längst überholt – und doch wieder so beliebt, dass vereinzelte Musiker ihre neusten Werke auf Vinyl pressen lassen. Trotz Mobile, PC- und Konsolenspielen: Klassische Brettspiele sind nach wie vor beliebt, genauso wie Kartenspiele. Egal, wie modern die Kaffeemaschinen werden: Der italienische Kaffeekocher bleibt beliebt. Auch die Gusseisenpfannen gehen trotz Teflon und Ähnlichem nicht weg, weil sie Qualitätsprodukte sind. Gerade unter Autoren sind auch Schreibmaschinen immer noch beliebt – es ist ein anderes Schreiben als auf einer PC-Tastatur.

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Die technologische Entwicklung der vergangenen zehn bis dreissig Jahre ist beeindruckend – und macht viele einst unverzichtbare Gegenstände völlig überflüssig. Während Tausenden von Schülern das Kopfrechnen noch mit «Du wirst nicht immer einen Taschenrechner dabei haben!» beigebracht wurde, trägt heute ein Grossteil der Menschen einen unglaublich leistungsfähigen Minicomputer in der Hosentasche, der neben Rechner auch noch Kamera, Wecker und Take-away-Menü ist.

Es gibt Dinge, die schon komplett verschwunden sind, Dinge, die bald verschwinden werden oder akut gefährdet sind – und dann gibt es Dinge, die wider aller Erwartungen noch da sind. In der Bildstrecke siehst du einige Beispiele. Fallen dir noch mehr ein?

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 70ziger am 23.06.2019 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ach ja

    Das Festnetztelefon vermisse ich schon, nicht weil ich gegen Handys bin, aber weil es da noch feste Regeln gab. Kein Dauergequassel, keine Anrufe nach 20Uhr ausser Notfälle und der öffentliche Raum war deutlich ruhiger.

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  • Herr Max Bünzli am 23.06.2019 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    ein richtiger Wecker ist noch immer ein muss.

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  • 2. Strasse links am 23.06.2019 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich amüsiere mich immer

    köstlich über die Laudatio auf Navi, google map und Co. Noch bereitwilliger kann man sich kaum entmündigen lassen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix Jäger am 06.07.2019 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Trendhammeleien.

    Achja, immer schön brav nach den Vorgaben der Leithammel Google, Apple, Facebook & Co. Dabei funktionierte das Festnetz vor der Digitalisierung meist auch noch bei Stromausfall. Streamen, bis die Kohlekraftwerke glühen oder der Provider Filme und Musik vom Server kippt. Passiert mir nicht mit meinen Schelllackscherben, LP, CD, Kassetten, MP3-Playern und externen Festplatten.

  • Velosolex am 28.06.2019 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tralala

    Karten, Wecker, Esspressomacchina und Festnetz.....oh je, so merke ich, das ich älter werde....schönes Wochenende

  • Carrie am 26.06.2019 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Taschenrechner

    Auch wenn heute eben doch alle den Taschenrechner dabei haben, würde Kopfrechnen trotzdem nicht schaden. Zumindest sollte man aber immerhin noch wissen, was man eigentlich ausrechnen will.

  • Adriana am 26.06.2019 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch informiert

    Die Redaktoren sind wohl definitiv zu jung, um erkennen zu können, dass auf Bild 12 KEIN Wählscheibentelefon zu sehen ist. Das ist lediglich eine Imitation mit Drucktasten.

  • Flag am 26.06.2019 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopfrechnen nützlich

    Trotz Smartphone in der Tasche ist Kopfrechnen eine Tugend: Nicht nur ist es schneller sondern es wirkt einfach peinlich, für einfachste Rechnungen auf ein technisches Gerät angewiesen zu sein. Man hört ja auch nicht auf zu laufen, nur weil es Rollstühle und Hover Boards gäbe. (Abgesehen von einigen adipösen Amis im Wallmart.)