Organisationstalent

03. Oktober 2019 16:29; Akt: 03.10.2019 16:29 Print

Das können wir von Profi-Aufräumern lernen

von M. Steiger - Die Amerikanerin Erin Johnson räumt professionell auf. Sie ist keine Putzfrau, sondern Profi-Aufräumerin.

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Mit dem Aufräumen und Organisieren ist es so eine Sache. Seit Marie Kondo gehen aber auch normale Chaoten mit Profimethoden gegen das Chaos vor. Laut Erin Johnson, einer Amerikanerin, die seit einiger Zeit als Profi-Aufräumerin arbeitet, gibt es ein paar einfache Tricks, mit denen dein Zuhause immer besser organisiert ist. Besonders wichtig, gerade wenn du Schränke oder Schubladen ausräumst ... ... alles muss raus! Statt die vorhandenen Dinge einfach nur neu zu gruppieren, ist es besser, wenn du alles ausräumst. So hast du nicht nur einen besseren Überblick, es zwingt dich auch, die angefangene Aufräumarbeit zu beenden – sonst steht nämlich einfach viel Zeug herum. Auch wichtig: Entferne Verpackungen. Gerade bei Lebensmitteln und Hygiene-Produkten brauchen die Verpackungen oft mehr Platz als das eigentliche Produkt – und ohne siehts erst noch schöner aus. Dann solltest du dich Fragen, nach welchem Prinzip du sortieren möchtest. Nehmen wir zum Beispiel ein Bücherregal: Dort kannst du Bücher nach Genre sortieren, nach Autor ... ... oder, falls du ein optisch sehr ansprechendes Bücherregal möchtest, auch nach Farben. Während dem Aufräumen wirst du auf Dinge treffen, die irgendwie nirgends so wirklich dazugehören. In den meisten Fällen ist das Zeug, das du gar nicht brauchst. Verschenke oder Spende alles, was auch nach intensivem Aufräumen immer noch keinen fixen Platz hat. Aufräumen und sortieren wird einfacher, wenn du zusätzliche Lagermöglichkeiten (wie Kisten oder Körbe) hast. Aber, wichtig: Die Kisten oder Körbe müssen möglichst genau ... ... in die Schränke und Regale passen. Sind sie zu gross, ärgerst du dich, sind sie zu klein, können sie den vorhandenen Platz sogar verkleinern. Und wenn du anfängst, deinen Kram auf Kisten und Körbe zu verteilen, vergiss das Beschriften nicht! So findest du auch garantiert alles wieder. Erins Pro-Tipp: Beschrifte nie eine Kiste oder einen Korb mit «Zeug» oder «gemischt». Das ersetzt dann nämlich sehr schnell die Grümpelschublade in der Küche – und das ist nicht das Ziel.

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Erin Johnson hielt sich selbst für ziemlich organisiert: Sie hat Marie Kondos Buch gelesen, ihr Bücherregal ist nach Farben sortiert und die meisten Lebensmittel fein säuberlich in schön beschriftete Behälter verpackt.

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Wie aufgeräumt ist es bei dir zu Hause?

Um mit diesem Organisationstalent Geld zu verdienen, begann Erin für ein Unternehmen zu arbeiten, das sich auf professionelles Sortieren und Aufräumen spezialisiert hat. Im Online-Magazin Apartment Therapy teilt die Amerikanerin jetzt die besten Tipps, die sie in ihrer ersten Woche im neuen Job gelernt hat.

Zuerst: Räume alles aus

Angenommen, du sortierst deinen Badezimmerschrank neu. Der ist vermutlich voller Cremes, Sprays, Zahnpasten und Ähnlichem. Anstatt jetzt einfach die Cremes zu den Cremes zu stellen, räume alles aus dem Schrank aus.

Das ist zwar mühsam, aber wichtig: Nur so bekommst du einen tatsächlichen Überblick über all das Zeug, das in den hintersten Ecken deiner Schränke lagert. Es ist auch einfacher zu beurteilen, Welche Produkte du tatsächlich nutzt – und welche eigentlich nur dekorativ herumstehen. Ausserdem zwingt dich dieser Schritt, dein Aufräumprojekt zu beenden, damit nicht eine ganze Reihe Zeug im Badezimmer herumsteht.

Entferne Verpackungen

Eine optische Verbesserung ist das Entfernen von Verpackungen, immer und überall. Halb aufgerissene Plastik- oder Kartonverpackungen sehen einfach immer irgendwie chaotisch aus. Packe also alles aus und drappiere dein Zeugs unverpackt – so ist es nicht nur direkt parat, es sieht auch einfach besser aus.

Ausserdem sparst du gerade bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln viel Platz, wenn du die voluminösen Verpackungen wegschmeisst.

Entscheide dich, wie du organisieren möchtest

Sagen wir, du möchtest dein Bücherregal neu sortieren: Entscheide dich erst mal für einen Organisationsstil. Möchtest du, dass dein Bücherregal möglichst hübsch aussieht? Dann ist das Sortieren nach Farbe optimal. Bücher können auch nach Thema oder Autor sortiert werden – oder danach, ob du sie bereits gelesen hast.

Unsortierbares ist meist Abfall

Beim Aussortieren und Neuarrangieren wirst du auf Dinge stossen, die irgendwie nirgends wirklich dazu passen. Sammle dieses Zeug und gehe es am Ende nochmals durch. Laut Erin Johnson ist der grösste Teil dieser unsortierbaren Dinge meistens nur eins: unnötiger Ballast.

Werde den los: Du kannst diesen Kleinkram, zum Beispiel die Werbe-Schlüsselanhänger von letztem Jahr, entweder wegwerfen oder (besser) verschenken und spenden.

Immer abmessen!

Ein entscheidender Faktor für gut organisierte Schubladen und Schränke sind kleinere Lagermöglichkeiten, also Kisten oder Schüsseln. Das Problem: Wenn die Behälter nicht die richtige Grösse haben, dann passen sie entweder nicht in die vorgesehenen Schränke oder sie minimieren den Platz dort noch mehr.

Also: Immer alles abmessen. Bevor du in einen Möbelmarkt gehst, solltest du alle wichtigen Masse aus deiner Wohnung haben – und zwar nicht nur die Abstände zwischen Wand und Türrahmen, sondern eben auch die Grössen der Schubladen und die Tiefe deines Badezimmerschranks.

Beschriften

Weisst du, wie viel Kram man in Kisten und Körben lagern kann, wenn man es nicht permanent ausgestellt haben möchte? Genau: Unglaublich viel. Und damit du dein Zeug danach wiederfindest, ist es wichtig, Körbe und Kisten sorgfältig zu beschriften.

Erins Pro-Tipp: Beschrifte nie eine Kiste oder einen Korb mit «Zeug» oder «gemischt». Das ersetzt dann nämlich sehr schnell die Grümpelschublade in der Küche und das ist nicht das Ziel.

Erin liebt ihren neuen Job und sagt: «Eigentlich ist Aufräumen ja auch nur eine Art von Problemlösung, ein bisschen Tetris mit Nachdenken. Wichtig ist eigentlich nur, dass man ehrlich mit sich selbst ist und sich fragt, ob man Teil XY jetzt wirklich noch braucht – und falls ja, wo es am besten versorgt sein sollte.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 03.10.2019 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Besitz, mehr Zeit

    Ich besitze so wenige Sachen das es gar nichts zum aufräumen gibt. Bleibt mehr Zeit um das Leben zu geniessen :)

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  • Messie Opfer am 03.10.2019 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles mus raus..

    Nach meiner Trennung bin ich gerade am Ausmisten und Aufräumen für einen Neuanfang. Könnte so einen Service wirklich gebrauchen. Es hilft sich von Sachen zu trennen.

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  • Ärklärbär am 03.10.2019 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chaos im Kopf

    Sieht bei mir immer so aus wie auf den Bildern. Klar, hagelt es nun die Daumen runter, aber manchmal brauche ich das, weil: Genau wie in der Räumlichkeit, so sieht es auch im Kopf aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pius W. am 05.10.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Steht in der Bibel

    Die Welt ist aus dem Chaos entstanden, nicht aus der Ordnung.

  • Urs M. am 05.10.2019 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Auch ein Tipp

    Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen.

  • Marge am 05.10.2019 05:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Spruch zum Thema

    Halte Ordnung und die Ordnung wird dich halten.

  • Veronika, Richterswil am 05.10.2019 00:36 Report Diesen Beitrag melden

    Irrenhãusler

    Übertriebenes Aufräumen ist was für Leute mit Komplexen.

  • Caroline am 04.10.2019 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufräumcoach

    Bin selbst Aufräumcoach. Es ist erstaunlich wie einfacher es sich lebt ohne Chaos! Und man kann wieder tiieef atmen. Ahhhh

    • Gary K. am 05.10.2019 00:54 Report Diesen Beitrag melden

      @ Caroline

      Chaoten können sogar noch tiefer atmen. Glaub's mir.

    • Nightbird am 05.10.2019 05:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Caroline

      Ich brauche einen Aufräumcoach, denn ich schaffe es auch nach x Anläufen alleine nicht, Ordnung zu schaffen.... :-(

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