Aufräumen

24. März 2019 21:29; Akt: 24.03.2019 21:29 Print

Die sechs besten Tipps von Marie Kondo

Die Netflix-Serie um Marie Kondo und ihre Aufräumtechnik hat grosses Aufsehen erregt. Wir zeigen die sechs wichtigsten Tipps des Ordnungsprofis.

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Mario Kondo ist die Königin des Aufräumens. Die Japanerin ist Bestsellerautorin ... ... und zeigt in ihrer Netflix-Sendung «Aufräumen mit Marie Kondo», wie man richtig aufräumt: mit ihrer MariKon-Methode. Wir haben für Sie die sechs wichtigsten Tipps gesammelt. Bei der KonMari-Methode geht man unterschiedliche Bereiche der Wohnung nacheinander an, das Chaos wird also erstmal in Kategorien unterteilt. Die Kategorien sind Kleider ... ... Bücher ... ... Dokumente ... ... Komono (Verschiedenes), was Küchengeräte .... ... Badezimmerschrank-Inhalte ... ... und Schminkzeug beinhaltet. Aber auch Zeugs in der Garage oder Spielzeug gehört in die Komono-Kategorie. Die letzte Kategorie sind Stücke mit sentimentalem Wert. Nehmen Sie alles, was aufgeräumt und aussortiert werden soll von seinem Platz und stapeln Sie es in der Mitte des Zimmers zu einem grossen Haufen. Das gibt Ihnen nicht nur einen Überblick über Ihre Besitztümer ... ... es zwingt Sie auch, diesen Teil des Aufräumens fertig zu machen und nicht einfach nach der Hälfte aufzugeben. Ein entscheidender Teil der KonMari-Methode ist die Frage «Macht es dich glücklich?» («Does it spark joy?»), die bei jedem Teil gestellt werden sollte. Abgesehen von Notwendigkeiten sollten Sie nichts behalten, was Sie nicht glücklich macht. Marie Kondo empfiehlt, beispielsweise Kleidung nicht aufzuhängen ... ... sondern mit ihrer Methode zu falten und in eine Schublade zu packen. Die Idee dahinter: Jedes Mal wenn Sie die Schublade öffnen, haben Sie sofort eine Übersicht über alles – und Sie müssen keinen Stapel gefalteter Shirts kippen, nur um an das unterste Shirt zu kommen. Kleinere Boxen helfen, besonders in Schubladen für mehr Ordnung zu sorgen: Zum Beispiel bei Socken, Unterwäsche und BHs ... ... aber auch in der Küche. Boxen müssen aber nicht zwingend in Schubladen verpackt sein: Büro- oder Bastelmaterial lässt sich auch in Boxen auf dem Schreibtisch lagern. Dinge, die Sie nicht übersichtlich in eine Schublade falten können, sollten Sie gemäss Marie Kondo ... ... nach Grösse sortieren – so wissen Sie immerhin gleich, wo Sie suchen müssen. Die Quintessenz von Marie Kondos Aufräummethode ist, dass alles seinen Platz braucht. Wenn nämlich jedes Teil in der Wohnung ein «Zuhause» hat, neigen wir weniger dazu, es einfach irgendwo liegen zu lassen. Und was, wenn einem mal alles zu viel wird? Auch nicht schlimm. Kondo: «Wenn es zu viel wird, gehen Sie einfach ins Bett. Machen Sie morgen weiter.» Aufräumen und Ausrümpeln ist ein Prozess und muss nicht sofort fertig sein. Übrigens: Jede Episode ihrer Netflix-Sendung wird während eines ganzen Monats gedreht – und nicht an einem Wochenende.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Viele von uns haben durch die «Gilmore Girls» das erste Mal von Marie Kondo gehört. In der Miniserie «Ein neues Jahr», die Ende 2016 auf Netflix veröffentlicht wurde, nutzt Emily Gilmore die Aufräumtechnik von Marie Kondo – und endet in Jeans und T-Shirt, weil sie alles andere entsorgt hat.

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Räumen Sie mit Tipps von Marie Kondo auf?

Das ist eine sehr vereinfachte Interpretation von Marie Kondos Art, aufzuräumen. Detaillierter beschrieben werden ihre Methoden in ihrer eigenen Netflix-Serie «Aufräumen mit Marie Kondo», die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde. Das Konzept ist dabei immer das gleiche: Marie Kondo besucht eine Familie, wird ob des Chaos ganz aufgeregt und erklärt den Bewohnern, wie sie besser Ordnung halten können.

Mit etwas Abstand zum Aufräum-Hype haben wir uns die sechs wichtigsten Tipps abgeschaut.

Die KonMari-Methode

Ein wichtiger Teil von Marie Kondos Methode ist das unterteilen in Kategorien. Sie sollten das Aufräumen also in verschiedene Bereiche unterteilen: Kleider, Bücher, Dokumente, Komono (verschiedenes) und Dinge mit sentimentalem Wert. Sie empfiehlt auch, das Aufräumen in genau dieser Reihenfolge anzugehen.

Komono wird als Sammelbegriff verwendet, das sind beispielsweise Küchengeräte und Geschirr, Spielzeug, Dinge in der Garage und Zeugs im Badezimmer.

Alles auf einen Haufen

Marie Kondo empfiehlt, alles, was aufgeräumt werden muss, in der Mitte des Zimmers zu einem grossen Haufen zu stapeln. Das hat gleich zwei Vorteile: Einerseits gewinnen Sie so den Überblick über Ihr Zeugs, andrerseits werden Sie dazu gezwungen, das mit dem Aufräumen auch wirklich durchzuziehen – oder halt mit einem Kleiderberg im Zimmer zu leben.

Gerade bei Kleidung sehen Sie so vielleicht auch, welche Teile ganz hinten im Kleiderschrank verloren gingen und was Sie schon seit Monaten nicht mehr getragen oder benutzt haben.

Alles, was glücklich macht

Ein wichtiger Teil der KonMari-Methode ist die Frage: «Macht dich dieses Ding glücklich?» In jeder Kategorie sollten Sie jedes Teil in die Hand nehmen und sich diese Frage stellen. Angefangen bei Kleidung lernen Sie so, wie sich dieses Glücksgefühl anfühlen sollte – und wenn Sie dann bei Dingen ankommen, die schwerer auszusortieren sind (beispielsweise Erinnerungsstücke), dann sind Sie sich sehr schnell sicher, was Sie behalten wollen.

Natürlich gibt es Dinge, die uns nicht per se glücklich machen, aber trotzdem notwendig sind. Danken Sie diesen Gegenständen für die Dienste, die Sie Ihnen leisten – und vielleicht macht es Sie ja dann doch ein bisschen glücklich.

Aufstellen statt aufhängen

Ebenfalls entscheidend für KonMari: die Lagerung der Dinge, die Sie nach dem Aussortieren behalten. Gemäss dieser Methode braucht jedes Teil in der Wohnung einen festen Platz, an den es immer wieder zurückkehrt.

Im Kleiderschrank vertritt Marie Kondo ein Anti-Aufhäng-Prinzip. Bei ihr wird alles gefaltet und dann in Schubladen «gestellt», so haben Sie beim Öffnen der Schublade sofort eine Übersicht über all Ihre Besitztümer und müssen keine schön gefalteten Stapel kippen, nur um an das unterste T-Shirt zu kommen.

Kleine Boxen

Ein sehr einfacher Trick von Marie Kondo sind kleine Boxen. Wer kleine Boxen in grössere Schubladen packt, der hat automatisch mehr Ordnung. Das eignet sich speziell für Küchenschubladen (Besteck-Einsätze, aber auch für die beliebte Grümpel-Schublade), aber auch für Socken und Unterwäsche im Kleiderschrank oder Büromaterialien.

Nach Grösse sortieren

Dinge, die nicht so in Schubladen gepackt werden können, dass Sie sofort die Übersicht haben, sollen laut Marie Kondo nach Grösse sortiert werden – so wissen Sie zumindest immer, wo Sie suchen müssen. Und das ist der wichtigste Teil der KonMari-Methode: Alles hat seinen Platz. Wenn alles immer wieder an seinen Platz zurückkehrt, dann entsteht gar nicht erst ein richtiges Chaos.

Und was, wenn man mal wirklich gar keinen Bock hat? Das ist auch kein Problem: Die Aufräumkönigin selbst sagt: «Wenn es zu viel wird, gehen Sie einfach ins Bett. Machen Sie morgen weiter.»

Aufräumen und Ausrümpeln ist ein Prozess und muss nicht sofort fertig sein. Übrigens: Jede Episode ihrer Netflix-Sendung wird während eines ganzen Monats gedreht – und nicht an einem Wochenende.

(mst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LaMamma am 24.03.2019 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön wärs...

    Klingt alles super...ABER in unserem Haushalt wohnen ein paar Personen und somit gibt es durchaus Sachen die mich nicht glücklich machen aber andere schon...Kompromisse machen zu lernen und die Dinge zu nehmen wie sie sind ist auch ein gutes Übungsfeld...

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  • Frau Meier am 24.03.2019 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufräumen

    Es gibt nichts Befreienderes, als die Wohnung zu "misten". Brauchbares verschenke, spende oder verkaufe ich, alles Andere wandert auf den Entsorgungsplatz. Ich finde es wunderbar, dass ich immer weniger Sachen habe und lehne auch oft Dinge ab, die mir Verwandte oder Bekannte geben wollen. Es braucht nicht viel Materielles, um gut zu leben und vollgestopfte Wohnungen sind für mich persönlich keine Orte des Wohlfühlens. Die Methode von Frau Kondo finde ich gut.

  • Margrit am 24.03.2019 23:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Buch gelesen

    Ich habe letztes Jahr das Buch gelesen. Früher behielt ich jedes Souvenir und sonstige Dinge an denen ich emotional hing. Ob Geschirr, Schmuck, Fotos, Unterlagen, Kleidungsstücke, Bücher usw. Doch heute - nachdem ich ca 6 Monate nach ihrem System ausgemistet habe, lebe ich glücklicher, putze ich kaum noch, hab immer Ordnung zuhause - und lebe endlich viel entspannter. Vor allem auch mit den Kinder. Bin auch viel Ballast losgeworden. Kanns nur empfehlen! und wir sind zu 4. Mann, Kinder 3 und 6 jährig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Elfe am 27.03.2019 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ordnung muss sein, gibt Energie!

    Wenn ich mir etwas Neues kaufe, fliegt was anderes aus dem Schrank raus..... häufe gleich gar nicht erst an. Da ich hochwertige Kleider kaufe, ist alles liebevoll eingeräumt! Denke unser Wohlstand hilft nicht unbedingt in der Wertschätzung!

  • Kritiker am 27.03.2019 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Marie putzteufel

    Marie was? Schon wieder eine möchtegern berühmtheit die der menschheit sagen muss wie die zu leben hat?

  • liatia am 25.03.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Tja..

    mich machen Kleider nie glücklich, da es Gebrauchsgegenstände sind. Also geh ich ab sofort nackt raus.

  • Name am 25.03.2019 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Jeanspuff

    Ich habe auch mit der Methode angefangen und meine Jeans und Oberteile in den Schubladen so sortiert. Es ist herrlich, ich weiss genau, was ich habe und das ewige Kramen hat ein Ende. :) Kann es nur empfehlen.

  • Jaen am 25.03.2019 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich ein Lied von singen...

    Das hat meine Mutter mit mir schon als Kind gemacht. Ich habe alles in Schränke und unters Bett gepackt, das heisst, wenn man die Schranktür aufgemacht hat, kam einem der halbe Inhalt entgegen. Wenn meine Mutter die Nase voll hatte, hat sie Alles in die Mitte des Zimmers gekippt und ich durfte dann aufräumen und versorgen.

    • Gian-Luca am 25.03.2019 10:42 Report Diesen Beitrag melden

      Genau was ich sage

      wer richtig erzogen wurde, braucht so eine "Methode" nicht.

    • Susanne am 28.03.2019 07:18 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht wirklich!

      Stimmt so nicht ganz! Meine Schwestern und ich wurden alle gleich erzogen. Bei der ältesten und mir (jüngsten) klappt das Heute immer noch sehr gut. Bei der mittleren: überhaupt nicht! Sieht immer aus als wäre jemand eingebrochen! Sowas hat absolut nichts mit der erziehung zu tun! Das ist immer Menschen/Typen abhängig!

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