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03. April 2019 19:42; Akt: 03.04.2019 19:42 Print

Diese 5 Dinge ändern sich, wenn man zusammenzieht

von M. Siegenthaler - Erst die Liebe, dann die gemeinsame Wohnung. Aber Achtung: Da wird sich einiges ändern.

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Wer zum ersten Mal mit einem Partner zusammenzieht (oder einfach mit einem neuen), der muss sich auf einige Veränderungen einstellen. Wenn man plötzlich viel mehr Zeit miteinander verbringt, hat das sehr viel Konfliktpotenzial. Aber: Daran können Sie wachsen – und lernen, wie man richtig streitet und sich danach auch wieder verträgt. Als Paar in der gemeinsamen Wohnung werden Sie dort vermutlich auch mehr Zeit verbringen. Übrigens: Gemäss einer österreichischen Studie verbringen glückliche Paare mehr Zeit gemeinsam vor dem Fernseher als weniger glückliche. Apropos TV: Wenn Sie sich mit einem anderen Menschen den Fernseher teilen, wird es dort Kompromisse geben müssen. Vielleicht steht Sie mehr auf Brautkleider-Sendungen ... ... und er mehr auf Science Fiction. Oder umgekehrt. So oder so: In einem gemeinsamen Haushalt muss man Kompromisse eingehen. Auch wenn Sie bestimmt schon mit Ihrem Partner im selben Bett geschlafen haben: Manche Marotten kommen erst mit der Zeit zum Vorschein. So schläft der eine vielleicht immer mit dem Buch im Gesicht ein ... ... während der andere auf dem Laptop rumdrückt, bis ihm die Augen zufallen. Falls es stört: Schlafmaske und Ohrstöpsel. In einer Wohngemeinschaft ist der Fall klar: Wenn man sich zurückziehen will, schliesst man einfach die Zimmertür. Wenn man als Paar gemeinsam in einer Wohnung lebt, fehlt möglicherweise eine solche Rückzugsmöglichkeit. Idealerweise sollte man deshalb schon beim Einzug dafür sorgen, dass jeder wenn nicht ein eigenes Zimmer, so zumindest eine Ecke in einem Raum hat, die nur ihm beziehungsweise ihr gehört.

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Ständig zusammen? Dann könnte man ja auch gemeinsam eine Wohnung beziehen. 80 Prozent aller Paare in der Schweiz ziehen denn auch bis spätestens im dritten Jahr ihrer Beziehung zusammen, wie eine Umfrage ergeben hat.

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Schliesslich kennt man sich inzwischen sehr gut und kann auch mit den «Möödeli» des anderen umgehen. Trotzdem werden sich mit dem Zusammenzug einige Dinge ändern. Manche Veränderungen sind willkommen, an andere muss man sich erst gewöhnen.

Mehr Zoff

Auch wenn man sich sehr gut kennt – manche Gewohnheiten outen sich erst beim Zusammenleben. Dass der Partner beispielsweise niemals den Klodeckel schliesst. Oder die Partnerin die Milch direkt aus der Packung trinkt. Ja, und dann ist da noch der Klassiker: der Zahnpastadeckel, der nicht richtig zugedreht wird. Jedenfalls gibt es immer mal wieder was zu meckern. Es sei denn, man lebt einfach damit und ist tolerant.

Mehr Gemütlichkeit

Sobald man fest zusammenlebt, ist es kaum mehr möglich, sich ständig frisch rasiert, frisiert und perfekt gestylt zu präsentieren. Gut so, denn jetzt wird es gemütlich und man darf auch mal in der Jogginghose einen Sonntag lang ungeschminkt vor dem TV rumgammeln. Und ein Samstagabend zu Hause statt im Ausgang ist kein verlorener Abend mehr. Im Gegenteil: Gemäss einer österreichischen Studie verbringen glückliche Paare mehr Zeit gemeinsam vor dem Fernseher als weniger glückliche.

Mehr Kompromisse

Er liebt Science Fiction, sie mag eher die amerikanische Brautkleider-Shows – oder umgekehrt. Wie auch immer: Nicht nur in Sachen TV muss man Kompromisse finden. Ein grosser Knackpunkt ist auch häufig die Möblierung: Jeder hängt an seinem eigenem Mobiliar, aber ein doppelter Haushalt passt nicht nur nicht in die Wohnung rein, sondern ergibt womöglich auch einen fürchterlichen Stilmix. Ohne Kompromisse geht da gar nichts. Paartherapeuten raten zudem, dass man sich das eine oder andere Möbelstück gemeinsam anschafft – das verbindet.

Mehr Hilfsmittel

Es ist sicher nicht das erste Mal, dass ein Paar die Nacht zusammen verbringt. Die typischen Schlafmarotten lernt man aber erst mit der Zeit kennen. Sie spielt vor dem Einschlafen gern auf dem Handy oder Laptop rum, er schnarcht, dass es ihr den Schlaf raubt. Da gibt es nur eins: Schlafbrille und Ohrstöpsel. Was man sich für den gemeinsamen Haushalt auch anschaffen sollte, ist eine Waage. Wer zusammenzieht, legt nämlich an Gewicht zu.

Mehr Nähe

In einer Wohngemeinschaft ist der Fall klar: Wenn man sich zurückziehen will, schliesst man einfach die Zimmertür. Wenn man als Paar gemeinsam in einer Wohnung lebt, fehlt möglicherweise eine solche Rückzugsmöglichkeit. Idealerweise sollte man deshalb schon beim Einzug dafür sorgen, dass jeder wenn nicht ein eigenes Zimmer, so zumindest eine Ecke in einem Raum hat, die nur ihm beziehungsweise ihr gehört.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • silly tina am 03.04.2019 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mit ihm

    wir sind nach 1,5 Jahren zusammen gezogen. ich hatte angst vor zuviel nähe, streit über müll und socken. und ja... wir streiten über nähe, müll und socken. aber ich habe ihn noch nie so sehr geliebt wie jetzt. ich freue mich auf ihn und das zuhause. es war die beste entscheidung meines lebens.

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  • Cordula Grühn am 03.04.2019 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Grosszügig sein

    Wir sind jetzt 24 Jahre verheiratet. Mein Mann und ich brauchten immer etwas Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten, so wohnen wir nicht auf engsten Raum, sondern zu zweit auf 130 m2 Wir haben unsere Wohn-und Lebensforn für uns gefunden. Ansonsten regen wir uns nicht über gegenseitige Macken auf. Ach ja, mein Mann lernte dann schnell , seine Schmutzwäsche in den Wäschekorb zu deponieren und nicht überall in der Wohnung> nur Wäsche im Wäschekorb wird von mir gewaschen ...ich halte mich an die Regel ...

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  • Susi N am 03.04.2019 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Ich bin vor 15 Jahren mit meinem jetzigen Mann zusammen gezogen. Hab keinen Tag bereut. Das beste in meinem Leben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Exbäuerin am 04.04.2019 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Glücklich alleine

    Ich werde mich hüten, jemals wieder mit einem Mann zusammen zu ziehen. Mein Exmann hat mich schwer enttäuscht. Nach der Geburt der Kinder wollte er, dass ich nicht mehr arbeite, mein Hobby nicht mehr ausübe und Ausgang bzw. Freiraum hat er mir auch nicht mehr gegönnt. Im neu gebauten Haus hatte ich nichts zu sagen, ausser es zu putzen, den Kindern zu schauen und ihm auf dem Hof zu helfen. Das 40jahre alte Sofa, noch von seinen Eltern, durfte ich nicht mal ersetzen. Geld hab ich auch keins bekommen. Dann hab ich 3 Teilzeitstellen erhalten und bin dann ausgezogen. Gott sei dank.

    • die Ritterin am 04.04.2019 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Exbäuerin

      Mein Exmann ist kein Bauer, aber in etwa so erging es mir auch, nur dass ich arbeiten gehen durfte, damit er noch mehr Geld zum ausgeben hatte. Mein jetztiger Mann ist aber Bauer und einfach eine Seele von Mensch. Damit, dass Sie alle Männer in denselben Topf schmeissen, tun Sie sich nichts Gutes. Wer bleibt, der leidet nicht genug. Wir beide sind wohl zu lange geblieben, weil wir fanden, dass wir nicht genug gelitten haben.

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  • Mila Mila am 04.04.2019 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    2 wohnungen

    wir behalten nach 6 jahren beziehung unsere eigenen wohnungen und das bleibt auch so. wir besuchen uns gegenseitig, das hält uns frisch und flexibel. ausserdem darf jeder sein kleines paradies haben.

  • die Ritterin am 04.04.2019 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenzug ändert nichts am Partner/Partnerin

    Nun, wenn jemand den WC Deckel nicht schliesst, die Zahnpastatube nicht zuschraubt und das Lavabo nach dem Zähne putzen nicht von Zahnpastaresten befreit, wird er/sie das auch nach dem Zusammenzug nicht ändern. Auch rumhängen in Trainerhosen geht gar nicht. Streit brauche ich auch nicht mehr, das hatte ich mit meinem Ex genug. Mein Mann und ich streiten nie und das soll auch so bleiben.

  • liebende am 04.04.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe wird grösser

    Ich bin nach 9 Monaten Beziehung mit meinem Freund zusammengezogen. Es war ein kurzfristiger Entscheid, aber ich bereue es bis heute nicht. Mittlerweile leben wir seit 7 Jahren zusammen. Klar, jeder hat seine Macken. Aber gewisse Verhaltensweisen kann man auch ändern, dem andern zuliebe (z.B. dreckiges Geschirr in Geschirrspüler einräumen statt stehen lassen / Klodeckel schliessen). Ich liebe meinen Freund noch mehr als vorher und liebe unsere gemeinsamen vier Wände!

  • Pragmatiker am 04.04.2019 00:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    My home,my castle.

    Ich bin schon länger Singel,doch wenn ich wieder mal eine Partnerin haben sollte,will ich um Himmelswillen nie zusammenziehen,kommt nicht in Frage,auf keinen Fall.War schon mal verheiratet,oder auch schon mit einer Freundin zusammen gezogen und nein,will ich nie mehr wieder,keinen Bock auf ihre Bedürfnisse oder Kompromisse ein zu gehen,denn Frauen wollen alles Bestimmen und zu ihrem Wohl haben in der Wohnung,mit ihrem Schnickschnack,etc.Ne,braucht kein Mann.

    • Frau Holle am 04.04.2019 00:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pragmatiker

      Schöner Wohnen jeder für sich.. ist spannender.

    • ursi am 04.04.2019 03:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pragmatiker

      ups!!! da bist du wohl "sehr" entäuscht worden. aber darfst nicht alle in die gleiche schublade werfen, es braucht immer zwei dazu.

    • S. K. am 04.04.2019 04:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ursi

      Ich geb dem pragmatiker recht. Und hat nichts mit enttäuschumg zu tun. Es funktioniert schlicht nicht, wenn manm seine eigenen bedürfnisse hat.

    • Rigorosa am 04.04.2019 09:50 Report Diesen Beitrag melden

      Erkenntnis

      Ich freue mich für jedes Paar, wo es gut klappt. Habe einige Beziehungen durch, inklusive Zusammenwohnen. Für mich kommt es nicht mehr in Frage. Mit zunehmendem Alter wird man je nach Typ entweder heikler und pingeliger oder eben nachlässiger und so lebt es sich besser, trotz Partnerschaft, getrennt zu wohnen. Man erspart sich viel Konfliktpotenzial und ich finde eine Beziehung spannender, wo man nicht ständig zusammen hockt und für sich sein kann, wenn man es braucht. Ich muss auch nicht unbedingt Zuhörerin sein, wenn der andere seine Morgentoilette verrichtet oder Blähungen hat.

    • Realistisch bleiben und sich Zeit lassen am 04.04.2019 10:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Rigorosa

      Für mich spricht deine Aussage, du hättest "einige Beziehungen durch, inklusive Zusammenwohnen" Bände. Das Zusammenwohnen, wie auch zB. eine Hochzeit, sollte gut überlegt sein. Viele Leute tun beides oft total überstürzt. Die rosa Brille legt man erst nach 2-3 Jahren vollständig ab. Klar gibt es auch die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Aber Beziehungen wo das Paar schon nach ein paar Monaten zusammenzieht oder, noch schlimmer, ein Kind macht, stehen selten unter einem guten Stern. Romantische Gefühle sind im Alltag selten gute Berater.

    • Ernst Stocker am 04.04.2019 11:21 Report Diesen Beitrag melden

      Der Spruch geht mir auf den Sack

      @ursi: Ich kann den Spruch: "es braucht immer zwei dazu." nicht mehr hören. Es gibt X Beispiele, welche belegen, dass dies eben NICHT immer so ist... Zumindest im eigentlichen Sinne. Wenn ich z.B. der Strasse entlang gehe und dann Plötzlich (ohne, dass ich etwas gemacht habe) den Spruch höre: "Hey was luegsch so blöd?!"und dann zusammengeschlagen werde, nur weil jemand mein Gesicht nicht passt, was genau konnte ich dann dafür? Nur ein Beispiel von vielen.

    • Rigorosa am 04.04.2019 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      @Realistisch bleiben und.....

      Das überstürzte Zusammenziehen, Heiraten, Kinder, gibt es häufig, da gebe ich Ihnen recht. War bei mir nicht so. Ich erlebte auch gute Zeiten in gemeinsamen 4 Wänden. Ich wollte ausdrücken, dass man sich verändert im Alter und andere Bedürfnisse hat. Jeden Abend nebeneinander einschlafen, Kuscheln, Sex, sind nicht mehr so prioritär wie in jungen Jahren. Dafür nehmen erholsamer Schlaf, Ruhe im allgemeinen, Freiraum, sich zurückziehen können, einen viel grösseren Stellenwert ein. Bei mir zumindest. P.S. Bin mit meinem 1. Partner erst nach 3 Jahren zusammen, ging trotzdem schief.

    • Wohner am 04.04.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      Alleine wohnen

      Kann dir nur zustimmen. Habe schon mit 3 komplett verschiedenen Typen von Frauen zusammen gewohnt und jedes Mal gings in die Hose. Wahrscheinlich liegts an mir und meiner Freiheitsliebe, aber ich möchte auch nur noch alleine wohnen.

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