Finanzen

05. März 2019 11:52; Akt: 05.03.2019 15:18 Print

Sieben Spartricks von echten Geizkragen

«Von den Reichen lernt man das Sparen.» Sagt man. Wir zeigen Ihnen Spartricks von Geizkragen – und weniger extreme Alternativen.

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In der amerikanischen TV-Show «Extreme Cheapskates» werden Menschen gezeigt, die nicht sparen müssten – und trotzdem jeden Rappen umdrehen. Oft geschieht dies auch zuungunsten ihres Umfeldes. Die Geizkrägen haben aber auch einige praktische Spartipps, die wir Ihnen in der folgenden Bildstrecke zeigen. Um Geld für Batterien zu sparen, könnten Sie fast leere Batterien aus leistungsstarken Geräten (Kinderspielzeug) in weniger leistungsfähige Geräte (Fernbedienungen) legen – die Energie reicht dort noch eine Weile. Zum Sparen ist es aber fast schlauer, Sie investieren einfach in wiederaufladbare Batterien. Die sind im Erstkauf etwas teurer, sparen aber auf lange Sicht Geld. Falls Sie regelmässig Dokumente ausdrucken müssen, die danach in der Papiersammlung landen würden, machen Sie ein Papier-Recycling neben dem Drucker und bedrucken Sie Rückseiten. Oder Sie drucken gleich schon doppelseitig. Optimalerweise bräuchten wir in Zeiten von E-Mail und Internet sowieso nur noch sehr wenig Ausgedrucktes. In der Geizkragen-TV-Sendungen gibt es mehrere Menschen, die den «Buttertrick» nutzen. Anstatt das Butterpapier wegzuwerfen, wenn die Butter aufgebraucht ist, behalten sie das Papier, um damit Pfannen oder Kuchenformen zu fetten. Alternativ: Butter ist tiefgefroren sehr lange haltbar, zwischen 12 und 18 Monaten, wenn sie schnell eingefroren wird. Kaufen Sie also ein Kilo Butter, wenn sie gerade Aktion ist, und frieren Sie sie ein. Biegen Sie so wenig wie möglich links ab. Klingt absurd, spart aber laut dem Logistikunternehmen UPS viel Benzin. Links abbiegen unterbricht den Verkehrsfluss, normalerweise muss man zum Linksabbiegen auch anhalten. Wieder anfahren braucht dann viel Benzin. Natürlich müssen Sie deswegen jetzt nicht im Kreis fahren – aber berücksichtigen Sie bei der Routenplanung das nächste Mal die Anzahl Abzweigungen nach links. Alternativ können Sie viel Benzin sparen, wenn Sie Ihre Klimaanlage so wenig wie möglich laufen lassen ... ... oder beim Tanken darauf achten, eine günstige Tankstelle zu finden. Das geht am einfachsten, wenn Sie nicht einfach warten, bis der Tank leer ist, sondern ständig ein Auge auf verschiedene Preise haben – und bei besonders tiefen zuschlagen. Bei «Extreme Cheapskates» wird die durchaus vermögende Annabelle gezeigt, die jeweils ihre Zip-Verschlussbeutel auswäscht und wiederverwendet. Besser: Einmachgläser. Die sind besser für die Umwelt, lassen sich leichter reinigen, eignen sich auch für flüssigere Lebensmittel und sehen erst noch sehr chic aus. Wenn Sie wirklich nur die Spitzen schneiden wollen oder sowieso regelmässig sich selbst die Haare schneiden und färben, dann geht das wunderbar zu Hause. Haben Sie aber keine Übung, wollen etwas Neues ausprobieren oder mit extremen Farben arbeiten ... ... sollten Sie trotzdem zu einem Coiffeur. Eine ruinierte Frisur zu retten, wird je nachdem teurer, als es gleich von Anfang an richtig machen zu lassen. Eine gute Möglichkeit sind hier Lehrlinge: Sie können in der Regel schon einiges, sind aber deutlich günstiger als ausgelernte Coiffeure. Um Warmwasser zu sparen, können Sie kälter duschen. Gerade im Winter ist das aber für viele keine Option. Besser: Waschen Sie Ihre Wäsche kälter und mit den Sparprogrammen, die normalerweise einfach etwas länger dauern. Sauber werden Ihre Kleider trotzdem und es braucht wesentlich weniger Energie. Victoria, eine Teilnehmerin bei «Extreme Cheapskates» benutzt die Toilette in ihrem Haus nicht. Stattdessen geht sie in den Garten – und sagt, dass der nur so schön blühe, weil er natürlich gedüngt werde. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber: Die Schweizer spülen täglich 45 Liter Frischwasser pro Person das Klo hinunter. Bei Urin ist das tatsächlich nicht nötig. Wer Wasser sparen will, der spült also nur noch nach grossen Geschäften. Das sogenannte «Dumpster Diving», bei dem in Containern nach Lebensmitteln gesucht wird, ist in der Schweiz meist verboten: Die Container stehen auf abgesperrten Hinterhöfen, etwas herauszunehmen (auch wenn es Ausschussware ist), ist Diebstahl. Gemacht wird es natürlich trotzdem und die meisten Detailhändler gehen damit entspannt um. Containern ist aber nicht für jeden. Stattdessen: Seien Sie grosszügig mit dem Ablaufdatum. Grundsätzlich gilt: Können Sie es ansehen und daran riechen, ohne das Ihnen schlecht wird? Dann ist es höchstwahrscheinlich noch geniessbar. Das gilt ganz besonders für Früchte, Gemüse und Milchprodukte.

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In Sachen Sparsamkeit gibt es sehr unterschiedliche Herangehensweisen: Es gibt den «Ende Monat ist alles weg»-Typ, es gibt Menschen, die jeden Monat ein bisschen etwas sparen, sich aber auch viel gönnen, oder solche, bei denen das Geld einfach nur knapp reicht. Und dann gibt es die Menschen, für die Geld sparen ein Sport ist, Geizigkeit ein Lebensstil.

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In der amerikanischen TV-Show «Extreme Cheapskates» (extreme Geizhälse) zeigen solche Geizkrägen, wie sie jeden möglichen Rappen einsparen – teilweise mit absurden Mitteln. In unserer Bildstrecke sehen Sie sieben mehr oder weniger extreme Spartricks – und praktischere Alternativen.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • martin am 05.03.2019 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    billiger ist nicht gleich besser

    kenne so einige Leute die um 1rp pro Liter zusparen 10km weiter fahren. die 60rappen die sie sparen + die Zeit die sie damit verschwenden bringt nix, aber sollen sie nur

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  • roberto am 05.03.2019 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    spühlen bei grossem geschäft?

    die urinablagerungen an der wc schüssel seh ich jetzt schon.

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  • rammirocker am 05.03.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Bild 5 Zitat:

    "Optimalerweise bräuchten wir in Zeiten von E-Mail und Internet sowieso nur noch sehr wenig Ausgedrucktes." Eher das Gegenteil ist die folge: Ach ich hab's elektronisch, drucke es dir noch schnell aus.....Man neigt eher zur Papierverschwendung im "Digitalen-Zeitalter".....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrick Böni am 09.03.2019 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mach Dir einen Plan

    Ausgaben reduzieren, Einkommen maximieren und regelmässigin Aktien investieren. Einkommen aufteilen: 10% vom Nettolohn für die Steuern sparen. Restliche 90% aufteilen: 5% Spass& Spiel 10% Weiterbildung 5% Spenden & Geschenke 10% Langfristige Sparausgaben 10% in Aktien investieren Monatlich in die Säule 3a investieren. Restbetrag: Lebens- haltungskosten Je nach persönlichen Möglichkeiten etwas nachjustieren

  • Rainer D am 09.03.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen dort, wo es am Meisten bringt

    Billiger mieten, kein Leasing (oder nur das leasen, was man auch direkt bar kaufen könnte), keine teuren Urlaube, alle Abos überprüfen und ggf. downsizen. Und wenig auswärts essen. Und keine Impuls-Käufe (online und offline). Alles andere sind nur Kleckerbeträge, die kaum was bringen, selbst über 30 Jahre, aber den Aufwand nicht wert sind.

  • Moni am 09.03.2019 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein paar Spargedanken

    Viel Geld könnten wir sparen, wenn wir unsere Wohnformen überdenken und ändern würden. Wieder mehr wie früher zusammen leben, mehrere Generationen unter einem Dach, vielleicht auch in Kommunen oder Wohngemeinschaften wo jeder seinen Schlafraum hat aber alles andere geteilt wird. Es braucht doch nicht jeder einen ganzen Haushalt, ein Auto, eine Werkstatt im Keller, etc.! Man könnte sooo vieles teilen, zusammen kochen und essen und viele, die allein leben und einsam sind, wären viel weniger allein!

    • Ruedi Dogan am 09.03.2019 18:03 Report Diesen Beitrag melden

      der moralisierer

      und wie leben sie selber, erzählen sie mal...?

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  • Schneeglöggli am 09.03.2019 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratistipp von mir

    Wenn ich etwas im Laden gesehen habe, das ich mir gerne kaufen möchte, lass ich es bleiben und verlasse das Geschäft. Habe ich es bis am Abend vergessen, hat es sich erledigt. Geht es mir bis am nächsten Tag nicht aus dem Kopf, gehe ich hin und kaufe es. Meist tritt Fall 1 ein und ich spare viel Geld ohne grossen Aufwand.

  • Stefaniesli am 09.03.2019 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Abfallkübelesser

    Haha ja so weit kommt es noch, dass ich Lebensmittel aus Abfallbehältern fische. Pfuii Daibel. Ein paar Tips sind ökologisch sinnvoll.

    • Trollpatsch am 09.03.2019 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stefaniesli

      Sei dankbar, dass du nicht in einem Land geboren wurdest, wo dies zum Alltag gehört um überleben zu können.

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