Tischlein deck dich

08. November 2018 17:42; Akt: 09.11.2018 11:24 Print

In 10 Schritten zum entspannten Znacht

Wer Familie und Freunde zu einem grossen Essen einladen will, der hat viel Aufwand. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich optimal vorbereiten.

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Wer für eine grössere Gruppe kochen will, der braucht Zeit, Nerven und im besten Fall ein bisschen Übung. So etwas kann schnell stressig werden, gerade, wenn man nicht oft zum Abendessen einlädt. In der folgenden Bildstrecke finden Sie Tipps und Tricks, wie das Abendessen auch für Sie als Gastgeber entspannt wird. Beginnen wir ganz am Anfang: Die Einladung. Überlegen Sie sich, wie viele Menschen sie bekochen können und an welchem Tag Sie die meiste Vorbereitungszeit haben. Laden Sie früh genug ein, damit sich die Gäste den Termin reservieren können. Fragen Sie bei der Gelegenheit gleich nach Allergien und Unverträglichkeiten. Stellen Sie sich vor, sie kochen mehrere Stunden an einem Satay-Gericht, um dann zu erfahren, dass die neue Freundin Ihres Bruders eine Erdnussallergie hat. Checken Sie früh genug, ob alles da ist. Sprich: Haben Sie genug Geschirr, Besteck und (Wein-)Gläser für die Anzahl Gäste? Genug Stühle? Pfannen und Auflaufformen in der richtigen Grösse? Falls nicht, haben Sie jetzt nämlich noch genug Zeit, zusätzliches Material bei Nachbarn, Freunden oder Familie auszuleihen – oder neu zu kaufen. Dann: das Putzen. Ihre Wohnung muss keineswegs steril sein, aber halt auch nicht chaotisch und dreckig. Grundsätzlich müssen sich die Gäste einfach wohl fühlen. Ein wichtiger Tipp: Leeren Sie den Geschirrspüler vor dem Eintreffen der Gäste, damit er danach gleich einsatzbereit ist. Und auch wenn es mühsam ist: Um das Chaos in der Küche möglichst überschaubar zu halten, hilft es, benutztes Zeug abzuwaschen. Weitere Vorbereitung: Tischen können Sie, je nachdem ob Sie den Tisch vorher noch brauchen, bereits am Vortag oder zumindest am Nachmittag. Betreffend Deko: Nicht übertreiben. Servietten allein tun es auch, Sie müssen keinen Herbstmarkt und kein Winterwunderland aufbauen. Es kann auch zu viel Deko sein: Wenn Sie ihr Gegenüber am Tisch nicht mehr sehen können, wäre weniger mehr gewesen. Oft gerade in kleinen Wohnungen und Küchen ein Problem: Sie können zwar Essen und Getränke vorbereiten, haben aber nicht genug Platz, um alles zu kühlen. Hier kommt Ihnen die Jahreszeit entgegen: Sobald es draussen ist, können Sie Lebensmittel (gut verpackt) einfach auf den Balkon oder ein breites Fensterbrett stellen. Ein Getränkelager auf dem Balkon spart Ihnen ausserdem die mit Eis gefüllte Badewanne. Kommen wir zum Essen! Grundsätzlich empfiehlt es sich, keine neuen Gerichte zu kochen. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, dann kochen Sie etwas, was Sie schon kennen ... ... und nicht zu kompliziert und aufwendig ist. Kochen Sie nichts, bei dem Sie den ganzen Abend in der Küche stehen – Ihre Gäste wollen auch etwas von Ihnen haben. Idiotensichere und einfache Gerichte können genauso ein Highlight sein wie ein Fünfgänger. Stichwort Tischgrill: Fleisch und Gemüse können Sie vorbereiten, beim Käse auf Qualität und Vielfalt achten. Das Gleiche gilt für Fondue: Ein Klassiker, bei dem die Vorbereitungszeit überschaubar ist. Das Brot können Sie kurz vor Eintreffen der Gäste schneiden, das Fondue selbst ist schnell bereit. Ebenfalls easy-peasy: Aufläufe aller Art. Auch die können Sie problemlos vorbereiten, je nach Inhalt sogar bereits am Vortag. Gerade im Winter ist so ein warmer, käsiger Auflauf genau das Richtige. Die Vorspeisen könnten Sie vom Aufwand des Hauptganges abhängig machen. Wenn Sie einen einfachen Hauptgang kochen, können Sie etwas mehr Zeit in Vorspeise und/oder Apéro investieren. Besonders einfach: Blätterteig. Gut vorzubereiten sind zum Beispiel Blätterteigschnecken. Einfach Blätterteig auslegen und mit Aufschnitt und Brät oder beispielsweise Lachs und Avocado belegen/bestreichen. Dann einrollen, einfrieren und bei Bedarf Scheiben abschneiden und in den Ofen schieben, bis sie braun sind. Voilà. Falls der Hauptgang aufwendig ist, müssen Sie es bei den Vorspeisen nicht übertreiben. Ein paar Oliven, Grissini und Aufschnitt – oder gleich italienische Antipasti – sind einfach vorzubereiten und füllen nicht zu sehr. Betreffend Dessert: Das Einfachste ist hierbei vermutlich Glace, auch weil sich viele Hobbyköche mit Patisserie eher schwertun. Falls das bei Ihnen nicht der Fall ist und Sie sich beim Backen sicher fühlen: Nur zu. Ansonsten: Vielleicht laden Sie ja einen begnadeten Bäcker ein, der gerne etwas beisteuern würde. Grundsätzlich gilt: Sie sind Gastgeber, Sie sind verantwortlich. Das heisst aber nicht, dass Sie keine Hilfe annehmen dürfen. Wenn die Gäste helfen wollen, lassen Sie sie Gemüse schnippeln oder Saucen überwachen – oder Dessert mitbringen. Alles klar? Dann viel Spass bei den (vor-)weihnachtlichen Abendessen mit Freunden und Familie!

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In der Vergangenheit haben wir Ihnen bereits gesagt, wie Sie sich als Gastgeber unbeliebt machen können. Jetzt legen wir nach: Ein Abendessen für mehrere Personen zu kochen (die man vielleicht auch ein wenig beeindrucken will), ist anstrengend und aufwendig. Mit ein paar Tricks können Sie den Aufwand fürs Kochen, Putzen und Betreuen aber minimieren.

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In unserer Bildstrecke zeigen wir Ihnen 10 Tipps, mit denen Ihr Abendessen nicht nur für die Gäste, sondern auch für Sie stressfrei und entspannt wird.

(mst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maira am 09.11.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nur unkomplizierte Gäste

    Ich koche richtig gerne für viele Leute, aber nur, wenn sie unkompliziert sind. Wenn ich erst überall anfragen muss, wer denn aktuell gerade an einer Laktose-Intoleranz leidet, zum Vegi geworden ist oder aus ökologischen Gründen nur Produkte aus der Region konsumiert, ist es mir zu mühsam. Und diejenigen, die grad auf Diät sind, die bleiben ohnehin besser zuhause.

  • Müller David am 08.11.2018 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz entspannt!

    Ganz entspannt: darum hab ich mir jetzt eine Pizza bestellt!

  • Magen, Herz und Seele am 08.11.2018 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufwärmer

    Meine recht scharfe ungarische Rindsgulaschsuppe köchelt schon am Vorabend ca. 4 Std. und schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt mit frischem Brot und einem Glas Rotwein köstlich!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Maira am 09.11.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nur unkomplizierte Gäste

    Ich koche richtig gerne für viele Leute, aber nur, wenn sie unkompliziert sind. Wenn ich erst überall anfragen muss, wer denn aktuell gerade an einer Laktose-Intoleranz leidet, zum Vegi geworden ist oder aus ökologischen Gründen nur Produkte aus der Region konsumiert, ist es mir zu mühsam. Und diejenigen, die grad auf Diät sind, die bleiben ohnehin besser zuhause.

  • Magen, Herz und Seele am 08.11.2018 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufwärmer

    Meine recht scharfe ungarische Rindsgulaschsuppe köchelt schon am Vorabend ca. 4 Std. und schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt mit frischem Brot und einem Glas Rotwein köstlich!

    • Sarah am 11.11.2018 21:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Magen, Herz und Seele

      Verraten Sie uns bitte das Rezept? Vielen Dank :-)

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  • E-Bike Kurier am 08.11.2018 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuzeit Generation

    Döner und Hamburger für alle. Ruf an...

    • Blerim Casanova Romantiker am 08.11.2018 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E-Bike Kurier

      Döner und pizza mit der freundin bei eine filmabend, mit einbischen kuscheln versteht sich, aber wenn familie einladen dann wird gekocht.

    • Köchli am 08.11.2018 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Blerim Casanova Romantiker

      Cevapcici machen sich auch selber.

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  • Müller David am 08.11.2018 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz entspannt!

    Ganz entspannt: darum hab ich mir jetzt eine Pizza bestellt!