30 Tipps und Tricks

20. Mai 2019 18:40; Akt: 20.05.2019 18:40 Print

So sparst du Geld mit Nachhaltigkeit

von M. Steiger - Wir haben für euch 30 Tipps und Tricks, mit denen ihr nicht nur nachhaltiger lebt, sondern auch euer Portemonnaie schont.

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Sparen klingt gut, oder? Die meisten von uns sollten mehr Geld zur Seite legen, als sie tatsächlich können. Gleichzeitig wollen auch die meisten von uns nachhaltiger leben, aber lieber nicht um jeden Preis. Wir hätten da eine Lösung: Mit den folgenden 30 Tipps lebt ihr nicht nur nachhaltiger, sondern es ist auch besser für euer Portemonnaie. Beginnen wir mit Dingen, die ihr in euren Wohnungen verbessern könnt. Strahlregler kosten kein Vermögen (Wassersparer gibt es beispielsweise bei Galaxus schon ab 8.90 Franken), sind einfach zu montieren ... ... und sparen auf Dauer ganz schön viel Wasser. Was beim Brünneli funktioniert, klappt auch bei Duschköpfen: Ein Sparaufsatz reduziert die Wassermenge, ohne dabei den Wasserdruck zu beeinträchtigen. Ein uralter Trick, um Wasser zu sparen, ist der Backstein im Spülkasten. Alternativ geht auch eine PET-Flasche, gefüllt mit Sand. Damit reduziert ihr die Wassermenge, die pro Spülgang genutzt wird. Schlechte Nachrichten für Fans der Weichtrockner: Tumbler, besonders die älteren Modelle, sind nicht besonders energieeffizient. Wäsche trocknet auch an der Luft – gerade im Sommer fast so schnell wie im Wäschetrockner – ausserdem riecht sonnengetrocknete Wäsche besonders gut. Lass die Maschine erst laufen, wenn die angegebene Füllmenge des Herstellers erreicht ist, und spare so Wasser und Strom. Das scheint offensichtlich, gerade für Menschen mit vielen empfindlichen Teilen ist es aber nicht selbstverständlich. Je kälter der Waschgang, desto weniger Energie braucht es zum Erhitzen des Wassers. Logisch, oder? Normal verschmutzte Kleidung wird mit dem richtigen Waschmittel schon ab 20 Grad sauber. Für Putzmaterial, Bettwäsche und Handtücher entweder eine Ausnahme machen oder ein spezielles Waschpulver verwenden. Klar, im Sommer sollte die sowieso nicht laufen. Aber auch gerade im Winter braucht es in der Wohnung keine T-Shirt-Temperaturen. Falls das bei dir möglich ist, könnte sich auch eine Smart Home-App lohnen: Damit kannst du aus der Ferne Heizungen oder Beleuchtung an- und ausschalten. Genau wie bei der Waschmaschine ist der Geschirrspüler am energieeffizientesten, wenn er voll ist. Neuere Modell haben in der Regel auch einen Öko-Waschgang, der einfach nur etwas länger dauert. Küchenrollen sind ein Klassiker und zum Putzen für die meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie sind aber nicht besonders ökologisch. Besser: Nutze waschbare Putzlumpen. Nein, Steckerleisten allein sind natürlich nicht ökologisch. Aber: Wenn du deinen Fernseher, deine Lautsprecher und andere elektronische Geräte dort einsteckst, dann kannst du sie mit nur einem Schalter «ganz» abstellen – auch Geräte im Stand-by-Modus brauchen nämlich ständig Strom. Gerade in Büros oder bei Menschen, die zu Hause viel am Computer arbeiten, läuft die Kiste rund um die Uhr. Stelle den Stromfresser ab – und falls in deinem Büro über Nacht Updates installiert werden, dann mach wenigstens den Bildschirm aus. Das Gleiche gilt natürlich für Laptops, die gern einfach zugeklappt werden. Achtung: Es hängt von den Einstellungen des Gerätes ab, ob der Laptop nach dem Schliessen herunterfährt oder nicht. Übrigens: Ein geladenes Handy an der Steckdose vergeudet nur unnötig Strom. Sobald das Licht grün leuchtet, solltet ihr das Gerät ausstecken. Es ist ein Detail, aber ein entscheidendes: Aufladbare Batterien sorgen für weniger Abfall. In der Anschaffung sind die zwar ein bisschen teurer, auf Dauer lohnt es sich aber. Falls du für deinen Beruf oder dein Hobby regelmässig ausdrucken musst, verwende das Papier so oft wie möglich doppelt und drucke beidseitig. Fehldrucke können als Notizpapier genutzt werden. So weit zu den Spartricks im Inneren der Wohnung. Kommen wir nun zu Möglichkeiten, wie man draussen Geld spart. Sofern du auf deinem Balkon einen Quadratmeter übrig hast, kannst du vielleicht einige Dinge, die du normalerweise kaufst (und die vom Produktionsort in den Laden transportiert werden mussten), anpflanzen. Für den Balkon eignen sich zum Beispiel Tomaten, Peperoni, manche Salate und Chili. A propos Gemüse: Auch wenn du nur einen Balkon hast, kannst du mit einem Komposteimer sparen – unter anderem Platz im normalen Abfallsack. Wenn du einen Garten hast, dann kannst du hier natürlich noch dicker auftragen ... ... und einen richtigen, grossen Kompost machen. Zum Bewässern deiner Pflanzen kannst du gespeichertes Regenwasser nutzen. Das geht auch bei Balkongärten. Rasen muss man hin und wieder mähen. Wenn du nur eine sehr kleine Rasenfläche hast, könntest du das mit einem Handrasenmäher machen, den du mit Muskelkraft betreibst. Oder du lässt den Rasen gleich weg und machst stattdessen ein Gemüsebeet. Für die Gartenbeleuchtung könntest du auf Solarlampen umsteigen: Die gibt es zum in den Boden stecken, zum Aufhängen und als Lichterketten für die Grillparty. Im Alltag fällt es vielen Menschen schwer, nachhaltig zu sein, gerade wenn es um Fortbewegungsmittel geht. Wenn irgendwie möglich sollten kürzere Wege zu Fuss zurückgelegt werden, ... ... mit einem Velo, ... ... oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Falls du auf den Privatverkehr angewiesen bist, wäre vielleicht ein Motorrad eine Option: Das braucht weniger Benzin und deutlich weniger Platz auf der Strasse. Und falls es wirklich nicht ohne Auto geht: Bemühe dich um eine ökologische Fahrweise (wenig Bremsen, kein zackiges Beschleunigen) und stelle dein Auto im Stau ab. Laut dem ARD-Magazin «Plusminus» lohnt es sich bereits ab ... ... mehr als 20 Sekunden Stillstand, den Motor auszuschalten. Dass das Ein- und Ausschalten des Motors mehr Benzin braucht, als bei angelassenem Motor herumzustehen, ist ein Irrtum – und der Anlasser nimmt bei häufiger Nutzung auch keinen Schaden. Kommen wir zur letzten Unterkategorie: dem Einkaufen. Auch beim Shoppen lohnt es sich, auf Nachhaltigkeit zu achten. Die sogenannten No-Spending-Challenges (kein Geld ausgeben) erfreuen sich gerade bei jungen Menschen mit kleinen Budgets grosser Beliebtheit. Setze dir selbst ein Limit oder ein Ziel, das es zu erreichen gilt: Beispielsweise einen Monat lang nur das wirklich Nötige (Klopapier!) kaufen. Oder eine Woche lang von 50 Franken leben. Wer keine neuen Möbel kauft, der spart nicht nur Geld, sondern lebt auch nachhaltig. Im Brockenhaus gibt es viele schöne und einzigartige Stücke, die einen neuen Besitzer suchen. Das gilt natürlich nicht nur für Möbel: Auch bei Kleidung kann man mit Secondhandshops Geld sparen und den eigenen ökologischen Fussabdruck verbessern. Die Wasserqualität in der Schweiz ist aussergewöhnlich gut. Du kannst Kosten und Plastik sparen, indem du auf Mineralwasser aus PET-Flaschen verzichtest und einfach das trinkst, was bei dir aus dem Wasserhahn sprudelt. Falls dir die Qualität trotzdem Sorgen macht, gibt es diverse günstige Wasserfilter. Und falls du kein stilles Wasser magst: Sodastream ist dein Freund. Das Gerät kommt nicht nur mit wiederverwendbaren Flaschen, es erspart dir auch das Schleppen des Sechserpacks Mineral. Wenn immer möglich (bei Druckerpapier, WC-Papier, etc.) solltest du recyceltes Papier kaufen. Damit verhinderst du, dass Bleichmittel (für das schneeweisse Papier) in die Umwelt gelangen und rettest Bäume. Je unverarbeiteter deine Lebensmittel sind, desto nachhaltiger: Wenn du kochst, kannst du darauf achten, dass deine Zutaten möglichst wenig Verpackung haben. Zusatzpunkte gibt es für lokales Gemüse und Saisonprodukte. Deine Lieblingszeitschrift hat ziemlich sicher eine Online-Ausgabe. Aus ökologischen Gründen kannst du die lesen ... ... und auf die gedruckte Variante verzichten. Damit sparst du nicht nur Papier, sondern auch die Energie, die für Produktion und Auslieferung genutzt wird. Apropos Papier sparen und so: Wenn du gern liest, dann brauchst du einen Bibliotheksausweis! Nicht nur gibt es dort Tausende von Büchern, die mehrfach gelesen werden, es gibt auch eine Auswahl an Magazinen. Wenn du weisst, dass du ein Ding die nächsten zehn Jahre regelmässig benutzen möchtest, dann lohnt sich auch die Investition in ein Qualitätsprodukt. Zum Beispiel bei einer Kaffeemaschine: Ein teureres Modell hält fünf bis zehn Jahre, während das billige Plastikding nach einem Jahr bereits wieder entsorgt wird. Während gerade die jüngere Generation nur E-Banking kennt, sträuben sich ältere Menschen tendenziell mehr gegen diese technologische Entwicklung. Online-Banking macht aber Sinn: Auch hier sparst du grosse Mengen an Papier und Wegkosten – und natürlich Zeit, was sowieso unbezahlbar ist.

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Das Klima und die Umwelt sind bekanntlich in einem schlechten Zustand, Nachhaltigkeit ist erfreulicherweise im Trend. Für viele ist Nachhaltigkeit aber entweder nur Recycling – oder aber mit zusätzlichen Kosten verbunden; das muss aber gar nicht sein. Wir zeigen euch 30 Tricks, mit denen ihr nicht nur günstiger lebt, sondern auch noch der Umwelt einen Gefallen tut.

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In der Bildstrecke seht ihr 30 Tipps, Tricks und Ideen für eine nachhaltigere und günstige Lebensweise. Tipp für Anfänger: Ihr müsst nicht alles sofort umsetzen – sucht euch zwei, drei Dinge von dieser Liste aus und fangt damit an. Falls ihr euch daran gewöhnt habt, könnt ihr immer noch weitere Anpassungen an euren Lebensstil vornehmen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luana T. am 21.05.2019 03:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Lies dein Lieblingsheft digital"

    empfehlen, aber selber eine Unmenge an Gratiszeitugen pro Tag drucken + am Freitag noch das Friday. Bravo.

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  • Schlaubi am 20.05.2019 19:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hab den Trick schon längst raus

    ich zahle keine Steuern und keine K.K. mehr. Noch Fragen?

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  • Peter am 21.05.2019 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wasser sparen? Evt. nicht sinnvoll...

    Wasser sparen: Dadurch werden die Leitungen nicht mehr ausreichend durchgespült und es kommt über kurz oder lang zu anderen Problemen, daher sind Wasserspartipps mit Vorsicht zu geniessen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Antonov am 24.05.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na logo

    Schmeissen die Freundin aus dem Haus, das spart ne Menge Geld.

  • linus am 24.05.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sachen

    Habe gerade richtig in's Sparen investiert, 3 Regentonnen für total 560 Franken. Dumm nur, dass ich nicht mal im Jahr so viel Wasser verbrauche und mit dem Regenwasser ja nicht duschen oder Abwaschen kann.

  • nono am 24.05.2019 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso immer sparen?

    Geht arbeiten, sucht einen richtigen Job und es geht auch ohne.

  • Hä Was!? am 24.05.2019 15:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hiiilfe!

    Was sind denn das für Neuigkeiten? Sowas von vorgestern, mein Gott! Wer das nicht weiss und nicht schon längst praktiziert dem ist eh nicht mehr zu helfen!

  • Steff am 23.05.2019 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wassersparen, aber sinnvoll

    Wassersparen ist ja an und für sich eine tolle Sache, aber am richtigen Ort. Falsch gespart ist es beispielsweise beim WC: Man hat in Berlin herausgefunden, dass, seit Klo-Spülungen mit Spartaste verbreitet sind, die Kanalisation mehr verstopft sind und man jetzt jährlich zum Reinigen der Kanalisation mehr zusätzliches Wasser verbraucht, als bei den Klo-Spülungen eingespart werden... Deshalb: Sparen ja, aber am richtigen Ort.