Tipps

27. April 2019 19:38; Akt: 27.04.2019 19:38 Print

Kinderzimmer, die mit den Kindern wachsen

Kinder verändern sich rasend schnell. Ihre Zimmer kann man aber so zeitlos einrichten, dass sie sich viele Jahre darin wohlfühlen.

Bildstrecke im Grossformat »
Wenn es um das Einrichten des Kinderzimmers geht, neigen liebende Eltern zu Übertreibungen. Wer das Kinderzimmer immer dem ständig wechselnden Geschmack der lieben Kleinen anpassen will, ... ... der dekoriert spätestens halbjährlich um. Das ist nicht nur aufwendig, sondern auch teuer. Wir haben die besten Tipps gesammelt, wie das Kinderzimmer mit Ihrem Kind mitwächst. Investieren Sie in «erwachsene Möbel» und kaufen Sie gewisse Standardmöbel, die Sie auch für sich kaufen würden. Zum Beispiel Kommoden, Regale, Schränke und Spiegel. Die meisten Kinder schlafen erst in Gitterbettchen, dann später in Einzelbetten mit 90-Zentimeter-Matratze und schliesslich, meistens im Teenager-Alter, in einem Doppelbett. Falls es der Platz zulässt: Sparen Sie sich das 90-Zentimeter-Übergangsbett. Kinderzimmer sollten ausserdem beruhigend sein und nicht unbedingt in schreienden Farben und mit vielen Ablenkungen ausgestattet. Bunt darf es natürlich schon sein. Lassen Sie aber NIE Ihr Kind die Farbe für die Wand wählen. Schon für Erwachsene ist es schwer zu beurteilen, wie eine Farbe im ganzen Raum verteilt aussieht, für Kinder ist es schier unmöglich. Beachten Sie beim Ausstatten auch, dass Kinder für Chaos sorgen. Immer und überall. Gerade Bettwäsche, Teppiche und Ähnliches sollten nicht wahnsinnig teuer sein – dann ist nämlich auch der Ärger kleiner, wenn Fingerfarben darauf landen. Eine gute Möglichkeit, mit wenig Aufwand zu personalisieren, sind Wandtattoos: Sie lassen sich leicht wieder entfernen, und es gibt sie in Hunderten von Grössen und Formen. Apropos personlisieren: Natürlich können und sollten Kinderzimmer personalisiert werden – gehen Sie dabei aber gezielt vor. Das Kind, das sich gerade sehr für Indianer interessiert und deswegen in einem Tipi schlafen will, überlegt es sich in zwei Monaten vielleicht schon wieder anders. Besser: ein Himmelbettring mit dickerem Stoff, um ein Tipi zu improvisieren.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kaum hat man das Zimmer für das Neugeborene eingerichtet, ist der oder die Kleine auch schon im Kindergarten, und dann braucht es plötzlich ein Bett für Erwachsene. Wer den Wünschen der lieben Kleinen immer entgegenkommen will, der wechselt mindestens halbjährlich die Kinderzimmer-Deko.

Umfrage
Haben Sie Kinder?

Damit ein Kinderzimmer dem Kind möglichst lange gefällt und mit ihm wächst, sollte man die Einrichtung angehen wie bei jedem anderen Raum: Manche Dinge sind Klassiker, die jahrelang gut aussehen – der Rest ist Deko, die sich bei Bedarf schnell austauschen lässt.

Investieren Sie in «erwachsene Möbel»

Ein guter Kleiderschrank, Kommoden, Lampen und Regale können Ihr Kind vom Kindergarten bis zur Lehre begleiten. Solche Möbelstücke sollten zeitlos und möglichst neutral sein – so kann man in den kommenden Jahren darum herum dekorieren.

Sparen Sie sich das Übergangsbett

Die meisten Kinder schlafen erst in Gitterbettchen, dann später in Einzelbetten mit 90-Zentimeter-Matratze und schliesslich, meistens im Teenager-Alter, in einem Doppelbett. Falls es der Platz zulässt: Sparen Sie sich das 90-Zentimeter-Übergangsbett. Auch Kinder können in Doppelbetten schlafen, und sie ersparen sich so ein mühsames Austauschen.

Beruhigendes Umfeld

Viele Eltern wollen ihren Kindern jeden Wunsch erfüllen. Entsprechend sind die Kinderzimmer oft sehr bunt, sehr vollgestopft und voller Ablenkung durch Muster, Lichter und Geräusche. Dabei sollte der Raum, in dem ein Kind schläft, optimalerweise warm, ruhig und gemütlich wirken.

Lassen Sie das Kind nicht die Farbe aussuchen!

Schon für einen Erwachsenen ist es sehr schwer zu beurteilen, wie die Farbe von einem Probestreifen auf einer ganzen Wand oder sogar in einem ganzen Raum aussieht. Für Kinder ist das noch viel schwieriger. Besser: Lassen Sie ihr Kind eine Primärfarbe auswählen und entscheiden Sie sich dann für einen Ton, der nicht zu aggressiv ist.

Kinder verursachen Chaos

Vergessen Sie beim Einrichten nicht, dass Kinder generell überall für Chaos sorgen – und manche Dinge kaputt gehen werden. Kaufen Sie Bettwäsche, einen Teppich und Accessoires eher günstig ein, damit es Sie weniger ärgert, wenn Sie sie nach einem Nagellack-Unfall oder einem umgekippten Glas Orangensaft ersetzen müssen.

Wandtattoos könnten eine gute temporäre Lösung sein

So praktisch klassische Zimmer sind: Kinder mögen es etwas ausgefallener. Eine gute Lösung, um ihnen da entgegenzukommen, sind Wandtattoos: Sie verändern einen Raum optisch schnell und lassen sich danach genauso schnell wieder entfernen – oder austauschen.

Personalisieren ja, aber gezielt

Wenn Ihr Kind ein Prinzessinenzimmer will, sorgen Sie mit Accessoires für den royalen Look: Ein flauschiger Teppich, ein goldener Spiegel und ein Himmelbettüberwurf lassen das Kinderzimmer schon ein bisschen wie Rapunzels Turmzimmer wirken – und wenn das Kind dann in einigen Jahren nicht mehr auf Prinzessinnen steht, dann müssen Sie kein komplettes Schloss mit integriertem Hochbett austauschen.

(mst)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sc am 27.04.2019 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn wird erzählt

    Halbjährlich umgestalten? In meiner Kindheit gab es zwei Umgestaltungen: die Erste etwa mit 5, um die Kleinkindsachen loszuwerden und die Zweite mit 12 oder 13, um das Zimmer jugendgerecht zu machen. Und das Beste: es hat total gereicht!

    einklappen einklappen
  • Sebi am 27.04.2019 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelbett muss nicht sein

    Im Doppelbett, wirklich?

  • Omi am 27.04.2019 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..........

    Die meisten Möbel im Kinderzimmer haben wir in der Brooki gekauft.Neue Möbel gab es erst mit 12 Jahren.Dann zerstören sie auch weniger und die Möbel werden von ihren Malübungen verschont.Dafür wurde bei den Schuhen nicht gespart.Bin manchmal entsetzt,wenn kleine Kinder viel zu grosse oder zu kleine Schuhe tragen müssen.Viele Kinder haben schon richtig kranke Füsse.Knick,Senk und Plattfüsse.

Die neusten Leser-Kommentare

  • St.Inker am 29.04.2019 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    designkids

    Von wegen Wand Tattoos: Wie wärs stattdessen mit Kinderzeichnungen? Immer die Erwachsenen, die glauben, es müsse alles "schön" und "richtig" designt sein. Viel wertvoller wäre, etwas mit den Kindern zusammen umzusetzen, dass diese tatsächlich selber erfunden haben.

  • A. G. am 29.04.2019 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Platz

    Wie gross sind die Zimmer auf den Fotos? Ein durchschnittliches Kinderzimmer ist nicht grösser als 12 m2. Da ist neben Bett, Schrank, Sitzgelegenheit und Schreibtisch nicht viel Platz für Design.

  • Sandro am 29.04.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doppelbett

    Heutzutage werden Teenager von ihren Eltern (zumindest des Mittelstandes) bis zum geht nicht mehr verwöhnt. Ich hatte als Teenager noch kein Doppelbett, das Geld für ein teures Boxspring Bett hab ich mir in den 20ern hart erarbeitet. Ich kenne einige die kriegen von den Eltern sogar Immobilien (geschenkt) und mussten nie Miete zahlen in ihrem Leben.

  • 80ies Kids will remember am 29.04.2019 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Und dann..

    ..gibt es noch die Variante, dass die Kinder einfach die Möbel kriegen, die man zu Hause hat und diese von Kind zu Kind weitergibt. Meine Möbel waren alle sicher 10-20 Jahre alt, manches stammte wohl sogar noch von meinen Grosseltern. Als Teenie bekam ich mal ein neues Bett und als meine älteren Geschwister nach und nach auszogen gab es vielleicht das eine oder andere Teil abzustauben. Mit etwa 20 kaufte ich mir einige Möbel selbst neu und nahm diese dann mit in meine erste eigene Wohnung.

  • Jan.Debang am 29.04.2019 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist ein Gottes Segen...

    dass von diesen kleinen Stinkern verschont geblieben bin und ich für dieses eingesparte Geld viele schönere und nützlichere Dinge leisten kann.

    • Spiegelstadt am 29.04.2019 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan.Debang

      Zum Beispiel mehr Steuern zu zahlen den von nix kommt nix. Das wäre nützlich...

    • Jangdebang am 29.04.2019 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan.Debang bng

      mutig, mutig, aber ich denke genau so. Es gibt in der Tat erstrebenswertere Dinge als nur Kinder...

    • Erwachsene am 29.04.2019 12:43 Report Diesen Beitrag melden

      Jedem das Seine

      Soll jeder selber wissen ob Kinder Ja oder Nein, aber hier allen Eltern vors Schienbein treten ist einfach nur kindisch. Von daher bleibt ihr wirklich besser kinderlos.

    • St.Inker am 29.04.2019 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan.Debang

      ...die "kleinen Stinker" nehmen sich was sie kriegen, ja. Ganz normal, hätten Sie wohl auch getan als Kind.... Bitte nicht vergessen, dass solche Beiträge von Erwachsenen geschrieben werden. Von solchen, die noch nicht begriffen haben, worum es im Leben wirklich geht...Jedenfalls braucht kein 17jähriger ein Doppelbett, um glücklich zu sein. Eher wohl die richtige Freundin...

    • die Ritterin am 30.04.2019 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan.Debang

      Wie gut es Gott doch eingerichtet hat zu verhindern, dass Leute welche Kinder als Stinker bezeichnen, sich weitervermehren. Einfach nur widerwärtig, ekelhaft und primitiv. Nur schade, dass nicht schon deren Erzeuger an der Weitervermehrung gehindert wurden. Die Welt ohne Kinderhasser wäre eine schönere.

    • Sune am 01.05.2019 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jan.Debang

      Gottseidank warst du nie ein Stinker. Großartig Erwachsen auf die Welt gekommen, und Investitionen am richtigen Ort ausgeben. BRAVO! Eine Dankbare Mutter von zwei Söhne.

    einklappen einklappen