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26. Oktober 2019 11:44; Akt: 26.10.2019 11:47 Print

So sparst du Heizkosten

Wärme braucht viel Strom: Bis zu zwei Drittel der verbrauchten Energie in deinem Zuhause gehen für das Heizen drauf.

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In vielen Haushalten der Schweiz läuft seit einigen Tagen oder Wochen wieder die Heizung. Das wird sich in der Nebenkostenabrechnung niederschlagen. Wenn du Heizkosten sparen möchtest, gibt es einige Tricks. Zuerst einmal: In den meisten Wohnung ist es zu warm. Wenn du mitten im Winter in T-Shirt und kurzen Hosen in der Wohnung sitzen kannst, dann heizt du vermutlich zu fest. Faustregel: Etwa 20 bis 22 Grad sollten im Wohnzimmer herrschen. Im Badezimmer darf es etwas wärmer sein, 23 bis 24 Grad sind hier optimal. Und im Schlafzimmer sollte es, für einen optimalen Schlaf, sogar etwas kühler sein: 18 bis 20 Grad sind zum Schlafen ausreichend. Dann solltest du die Türen in deiner Wohnung schliessen, damit die schlechter beheizten Räume die anderen nicht abkühlen. Auch wichtig: Damit deine Heizkörper optimal heizen können, dürfen sie nicht zugestellt sein. Das heisst, keine Sofas, keine Tische, keine Blumentöpfe ... ... und auch keine Vorhänge, die über die Heizung hängen. So verteilt sich die Wärme optimal. Dann solltest du deine Heizung warten: Wenn sie gluckert, dann hat es Luft drin. Die kann mit einem passenden Schlüssel entlüftet werden. Dann: Das richtige Vorgehen beim Lüften ist Stosslüften. Zehn Minuten lang zwei Fenster, am besten gegenüberliegen, ganz öffnen. So geht viel weniger Wärme verloren, als wenn das Fenster permanent schräggestellt ist. Apropos Fenster: Gerade in alten Häusern geht viel Wärme durch undichte Türen und Fenster verloren. Diese zusätzlich abzudichten, kann viel Geld sparen. Und zuletzt: Zieh dich einfach wärmer an. Es ist nicht nötig, dass du im Winter halb nackt in deiner Wohnung herumsitzen kannst. Das ist zwar kuschlig, aber auch teuer und schlecht fürs Klima. Wenn du also sparen möchtest, dann drehe die Heizung etwas runter und ziehe dafür flauschige Socken und kuschlige Pullis an. Ist ja auch schön!

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Es ist wieder kälter geworden und in den meisten Haushalten laufen mittlerweile die Heizungen. Natürlich ist der Energieverbrauch für jedes Haus unterschiedlich und variiert je nach der Bauart (Dämmung) des Hauses, aber auch nach dem Lebensstil der Bewohner.

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Damit die Nebenkostenabrechnung etwas tiefer ausfällt, gibt es aber ein paar kleine Tricks, mit denen ihr die Heizkosten minimieren könnt.

1. Die richtige Temperatur

In den meisten Wohnungen ist es viel zu warm. Faustregel: Wenn du im Winter bei gekipptem Fenster im T-Shirt in deiner Wohnung liegen kannst, dann ist es zu warm. Optimal sind Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad – im Badezimmer etwas wärmer (23–24 Grad) und im Schlafzimmer etwas kühler (18 Grad).

Falls du dir nicht sicher bist, wie warm es denn nun eigentlich ist, kannst du ein Thermometer nutzen und die Einstellungen der Heizung entsprechend anpassen.

2. Schliesse die Türen

Mach die Türen zu schlechter beheizten Räumen zu, damit diese Räume nicht den Rest der Wohnung wieder herunterkühlen. Früher gab es oft nur einen beheizten Raum (meist die Küche, wegen des Ofens) im ganzen Haus und die Bewohner haben einfach mehr Zeit in diesem Raum verbracht.

Wenn also dein Wohnzimmer optimal geheizt ist, dann schliesse dort die Tür und verbringe möglichst viel Zeit da. So kannst du die Heizungen in den anderen Räumen runterstellen. Übrigens: Ganz ausschalten solltest du die Heizungen nicht – ist der Raum erst mal richtig kalt, dauert es ewig, bis er wieder eine anständige Temperatur hat.

3. Stelle deine Heizungen nicht zu

Eigentlich offensichtlich, manchmal aus Platzgründen aber kaum möglich: Heizkörper sollten nicht zugestellt werden. Da gehören keine Schränke, Tische oder Sofas davor – und auch keine Vorhänge. Nur so kann sich die Wärme optimal im Raum verteilen.

4. Entlüfte deine Heizung

Wenn die Heizung gluckert, dann befindet sich zu viel Luft darin. Die kann aber mit einem passenden Schlüssel abgelassen werden und die Heizungen arbeiten dann effizienter.

5. Stosslüften, keine Kippfenster

Lüften ist wichtig und verhindert schlechte Gerüche und Schimmel. Am besten funktioniert Stosslüften, bei dem zwei (möglichst gegenüberliegende) Fenster für etwa zehn Minuten geöffnet werden. Das ist auch für die Heizung kein Problem.

Schwierig sind dagegen permanent gekippte Fenster: Eine Heizung braucht rund 75 Minuten, um kalte Luft zu erwärmen. Sind die Fenster den ganzen Tag geöffnet, kommt die Heizung nie wirklich nach.

6. Abdichten

Viel warme Luft geht durch schlecht abgedichtete Fenster und Türen verloren. Hier lohnt es sich, gerade bei sehr alten Häusern, die zusätzlich abzudichten.

7. Warm anziehen

Und ja, wenn du mit weniger Heizen durch den Winter kommen willst, dann solltest du dich wärmer anziehen. Es ist nicht nötig, dass du bei 5 Grad Aussentemperatur in T-Shirt und kurzen Hosen in deiner Wohnung sitzt. Zieh dich richtig an und dreh die Heizung runter, so bleibt auch die Nebenkostenabrechnung überschaubar.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sälü du am 26.10.2019 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Holzofen

    In der Küche habe ich einen Kochherd. Dort verbrenne ich Holz. Die Kochplatte wird bis 400 Grad warm. Ein Kachelsitzbank im Wohnzimmer gibt dort Wärme ab. Jetzt alle Zimmertüren öffnen und schon bald ist die ganze Wohnung warm

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  • Felix am 26.10.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste Trick

    Gute Wärmeisolierende Fenster halten die Wärme sehr gut drin. Und mit einem Chmine kann man es sich schön gemütlich machen.

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  • Iglu am 26.10.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wir heizen nicht um zu sparen

    Wir heizen um schön warm zu haben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ZH Oberländer am 29.10.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe die wärme

    Lasst doch alle so wie Sie wollen die Heizungen aufdrehen. Ich selber hab sie auf dem Maximum und fühle mich wohl bei ca. 25 Grad Raumtemperatur in allen Zimmern warum sollte ich den zuhause Pullover und lange Hosen anziehen wenn es so gemütlich ist. Selber habe ich es halt gerne warm auch im Sommer darf es gerne wärmer werden 30+ ist Perfekt und traumhaft aber auch da jedem das seine.

  • Denis K. am 29.10.2019 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Verblödete Heizungstechnik

    Wären die Heizungen richtig eingestellt könnte enorm viel gespart werden. Aussensensor am Schatten und die Heizung läuft an einem sonnigen Wintertag auf Vollgas. Im Endeffekt haben wir 30 Grad in der Mietwohnung nur wegen dieser veralteten Technik.

  • m&m am 27.10.2019 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur weiter so

    Ich habe auch eine Mieterin im Haus welche an den Klimademos war. Natürlich wollte sie mich dann auch noch bekehren. Dafür konstant die Fenster gekippt und keine Ahnung was sie damit verursacht.

  • musste nie nachzahlen am 27.10.2019 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    blablabala

    Ich lebe nun alleine und wenn ich arbeiten gehe, schalte ich die Heizung zurück! Aber nicht aus!

  • kurt am 27.10.2019 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ich spare 30%...

    ...durch den Einsatz von vernetzten Heizkörper-Thermostaten und Fensterkontakten in den Räumen wo gelüftet wird. Somit wissen die Heizkörper immer ob ein Fenster offen ist und regeln automatisch runter auf 12 Grad (Frotzschutz). Und es stimmt, ich spare rund 30% Heizkosten.