Zügeltermin

01. April 2019 21:18; Akt: 01.04.2019 21:23 Print

So klappt es mit den neuen Nachbarn

Ob im Einfamilienhaus oder in einer Wohnung – Nachbarn hat man immer. Als neu Zugezogener sollte man den ersten Schritt tun.

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Wer wohnt, der hat meistens auch Nachbarn, mit denen er sich mehr oder weniger gut versteht. Und wer zügelt, der hat eine neue Chance auf ein gutes Verhältnis mit der Nachbarschaft. Nachbarn hat fast jeder, egal, ob Sie Mieter in einer Wohnung sind ... ... oder Besitzer eines Einfamilienhauses. Und das Verhältnis zu den Nachbarn ist längst nicht immer gut. Laut einer Umfrage von Comparis nerven sich 64 Prozent der Schweizer über ihre Nachbarn. Ganz oben auf der Ärgerliste steht Lärm (28%) ... ... gefolgt von Unfreundlichkeit (16%) ... ... Zigarettenrauch auf dem Balkon oder im Treppenhaus (14%) ... ... oder Konflikte in der Waschküche (13%). Sie müssen nicht beste Freunde werden, aber ein gutes Verhältnis erleichtert einiges: So ist Ihr Nachbar sicher eher bereit, mal ein Päckli für Sie entgegenzunehmen. Für eine gute Nachbarschaft können Sie sich beispielsweise mit einem kleinen Steckbrief (handgeschrieben – oder auch nicht) vorstellen. Dort sagen Sie, wer Sie sind ... .. und ob Sie Haustiere oder Hobbys haben. Auch drauf gehört Ihre Handynummer. Sollte es beim Zügeln (oder bei der Einweihungsparty) zu laut werden, können sich die Nachbarn direkt und unkompliziert an Sie wenden. Den Steckbrief können Sie entweder in den Eingangsbereich hängen oder direkt in die Briefkästen werfen – vielleicht mit einem Schöggeli dazu? Mit Zucker machen Sie sich bestimmt Freunde. Je nach Grösse des Hauses oder Quartiers können Sie bei Ihren Nachbarn auch klingeln und sich gleich ... ... persönlich vorstellen. Wenn Sie die neuen Nachbarn mögen, dann können Sie sie später noch zum Apéro einladen. Wenn Sie der gesellige Typ sind und sehr viel Wert auf Nachbarschaftskontakt legen, können Sie auch eine Einweihungsparty machen. Das muss kein Riesenfest sein, Kaffee mit Kuchen, ein Apéro mit Fingerfood oder gemeinsames Grillieren ist perfekt für ein erstes Kennenlernen in lockerer Atmosphäre. Auf gute Nachbarschaft!

Zum Thema
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Mit der neuen Wohnung bekommt man auch eine neue Nachbarschaft. Dass man sich mit ihr gut versteht, ist aber keine Selbstverständlichkeit. Im Gegenteil. Gemäss einer Umfrage von Comparis nerven sich 64 Prozent der Schweizer über ihre Nachbarn.

Umfrage
Wie haben Sie sich Ihren neuen Nachbarn vorgestellt?

Laut, unhöflich und auch noch Raucher

Ganz oben auf der Ärgerliste steht Lärm (28%), gefolgt von Unfreundlichkeit (16%), Zigarettenrauch auf dem Balkon oder im Treppenhaus (14%) oder Konflikte in der Waschküche (13%). Zu einem angenehmeren Zusammenleben kann jeder beitragen. So auch Sie als neu zugezogener Nachbar, indem Sie gleich von Beginn weg darauf achten, ein gutes Verhältnis zu den anderen Parteien zu pflegen.

Freunde muss man deswegen nicht werden, aber wenn die Nachbarin mal ein Päckli entgegennimmt und Sie ihr im Gegenzug helfen, ihr neues Regal in den zweiten Stock zu tragen, dann trägt das sicher zu einem freundlichen Klima im Haus bei. Und die Toleranz ist grösser, wenn Sie sich mal nicht korrekt an die Hausordnung halten. Erst müssen Sie die Nachbarschaft aber kennen lernen. Und so können Sie es angehen.

Steckbrief

Stellen Sie sich kurz in einer Art Steckbrief vor, wie Sie heissen, wer sonst noch einzieht, ob Sie Haustiere haben etc. Allenfalls schreiben Sie auch Ihre Telefonnummer auf, für den Fall, dass Sie mit Ihren Umzugstätigkeiten zu viel Lärm machen.

Das Infoblatt können Sie entweder im Eingangsbereich aufhängen oder jedem Einzelnen in den Briefkasten legen – vielleicht noch mit einem Schöggeli als Entschädigung für die Umtriebe im Haus, die durchs Zügeln entstehen.

Grüezi

Je nach Grösse des Hauses, in das Sie eingezogen sind, stellen Sie sich allen Parteien oder zumindest den Mietern auf dem gleichen Stockwerk vor.

Das muss keine grosse Sache sein, einfach mal klingeln und ein kurzes Gespräch. Falls Sie sich auf Anhieb sympathisch sind, können Sie die neuen Nachbarn immer noch auf einen späteren Zeitpunkt zum Apéro einladen.

Party

Wenn Sie der gesellige Typ sind und sehr viel Wert auf Nachbarschaftskontakt legen, können Sie auch eine Einweihungsparty machen. Das muss kein Riesenfest sein, Kaffee mit Kuchen, ein Apéro mit Fingerfood oder gemeinsames Grillieren ist perfekt für ein erstes Kennenlernen in lockerer Atmosphäre.


(mst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mommy of 2 am 01.04.2019 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einzelpersonen

    bei einigen nützt auch das freundlichste und rücksichtsvollste Verhalten nichts sie mögen uns trotzdem nicht. da hat schokolade auch nicht viel gebracht.

  • P. Steiger am 01.04.2019 22:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider Zwecklos

    Meine Nachbarn können kein Deutsch und deren übergrosse Familie auch nicht. Wie soll man da kommunizieren?

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  • Büezer am 01.04.2019 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Aber was

    Wenn man gar keinen Kontakt zu den Nachbarn möchte? Ich bin gerne alleine und möchte in meiner Freizeit einfach nicht belästigt werden...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fischers Fritz am 06.04.2019 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    My Home is my Castle

    Und der wird auch so geschützt und gegen Eindringlinge verteidigt. Wenns sein muss mit Griechischem Feuer und kochendem Öl.

  • Polo am 03.04.2019 23:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welcome Apero: das Beste!

    Ich kann es nur empfehlen, es kommt soo gut an und das Verhältnis mit Nachbarn ist mega. Es spielt keine Rolle ob Lachs oder Bretzli getischt werden... hauptsache einladen und kennenlernen, der Rest ist nur Beilage ;-) Just do it!

  • Yousay am 03.04.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Paperlapap

    Wo ich auftauche, hasst man mich schon, bevor man mich überhaupt kennt.

  • desert sun am 03.04.2019 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Arrogante CH

    Ich bin erstaunt wie Asozial die Schweizer sind oder geworden sind?Als ich noch in der CH wohnte kamen wir mit unseren Nachbarn regelmaessig zusammen.Ein Paar wurde sogar meine Freunde.Nun wohne ich in den USA und die Nachbarn sind Freunde.Man laedt sich ein zum Grillen oder fragt sogar ob jemand zum lokalen Konzert kommt (stadt hat 130'000 einwohner).Also nicht grad auf dem Lande.Komische Lebenseinstellung.darum ist der Schweizer so griessgraemig.Freundlich sein hilft im Leben.

    • Rigorosa am 03.04.2019 16:02 Report Diesen Beitrag melden

      @desert sun

      Nun, die Zeiten, wo die Schweiz eine hilfsbereite Familie war, sind definitiv vorbei. Wir sind aufgrund von sich häufenden, negativen Erfahrungen misstrauischer und auch egoistischer geworden und haben uns zurück gezogen. Zudem wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt trotz Recht auf freie Meinungsäusserung. Dazu gesellt sich noch die entstandene Neidkultur und schon hätten wir zumindest ein paar Gründe für diese Zustände.

    • desert sun am 03.04.2019 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      @Rigorosa

      Eigentlich sehr schade.Die CH hat soviel zu bieten und alle sind so Griessgraemig,neidisch und bieder geworden.Es kommt halt auch immer draufan wie man sich durch die Gesellschaft bewegt.Darum schaffe ich es wohl ueberall neue Freunde zu machen und wenn ich wieder umziehe, diese auch zu behalten.

    • Rigorosa am 04.04.2019 11:00 Report Diesen Beitrag melden

      @desert sun

      Das freut mich für Sie. Hierzulande sucht man sich seine guten Freunde sehr vorsichtig aus, bzw. wird ausgesucht, weil das Ausnützen unserer Gutgläubigkeit ziemliche Ausmasse angenommen hat. Meine Erfahrung mit Bekanntschaften in USA ist, dass man zwar schnell Kontakt hat, eingeladen wird, die ganze Lebensgeschichte erfährt, doch genau so schnell wieder vergessen und abgehakt wird. Alles sehr oberflächlich, was mir auch nicht gerade zusagt. Ausnahmen gibt es natürlich überall.

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  • Psychonaut1934 am 03.04.2019 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung

    Ich wünsche dem Schreiberling gute Besserung. Zudem würde ich noch eine Therapie empfehlen! Nachbarn sind ein notwendiges Übel und überbewertet. Vorstellen ist völlig sinnlos! Ich will mit meinen Nachbarn nichts zu tun haben, mir ist es egal wie die heissen und was die so tun.