Sicherheit

29. November 2018 15:27; Akt: 29.11.2018 15:27 Print

So verhindern Sie Unfälle im Kinderzimmer

Eltern können viel zur Sicherheit ihres Kindes in den eigenen vier Wänden beitragen.

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Kinder sind von Natur aus neugierig – und meistens vergleichsweise furchtlos. So bringen sie sich manchmal selbst in Gefahr. Für die Eltern heisst das: Die Kleinen müssen entweder – so gut es geht – überwacht werden oder die Wohnung sollte so kindersicher wie möglich werden. In der folgenden Bildstrecke zeigen wir Ihnen die grössten Gefahren für Kleinkinder und wie Sie sie ganz einfach entschärfen können. Über die Hälfte aller Kinderunfälle sind Stürze, beispielsweise vom Wickeltisch. Bereits dreimonatige Babys können sich drehen oder robben und so vom Wickeltisch stürzen. Verlassen Sie niemals den Wickeltisch, wenn das Kind darauf liegt. Alternative: Legen Sie das Baby auf der Wickelunterlage auf den Boden. Achtung: An den Seiten erhöhte WIckeltischauflagen nützen nur bei den Allerkleinsten gegen das Wegrollen. Schon nach wenigen Monaten hat ein Baby genug Kraft, dieses Hindernis zu überwinden. Ausserdem rutschen die Auflagen gerne mit, wenn sich das Baby stark bewegt. Etwa jedes zwanzigste Kind, das einen Unfall infolge eines Sturzes aus der Höhe erleidet, fällt vom oberen Kajütenbett. Achten Sie auf eine stabile Leiter sowie eine Bettumrandung. Ganz wichtig: Montieren Sie das Kajütenbett Ihrer Kinder fest an die Wand, damit es nicht umkippen kann. Achten Sie auf eine stabile Leiter sowie eine Bettumrandung. Ganz wichtig: Montieren Sie das Kajütenbett Ihrer Kinder fest an die Wand, damit es nicht umkippen kann, wenn eines oder mehrere Kinder daran herumturnen. Das gilt auch für Bücherregale, Schränke und Kommoden. Steckdosen sind besonders interessant, weil man mit den Fingern oder auch kleinen Gegenständen darin herumstochern kann. Mögliche Folge: Das Kind erleidet einen Stromschlag. Lassen Sie sich durch einen Elektriker eine so genannte FI-Schaltung einrichten, die bei Kurzschluss den Strom unterbricht ... ... und montieren Sie an alle Steckdosen eine Kindersicherung. Entsorgen Sie ausserdem defekte Elektrogeräte und marode Kabel. Verschluckte kleine Spielzeugteilchen wie beispielsweise Barbieschühchen, Münzen oder Knöpfe können für Babys und Kleinkinder gefährlich sein. Achten Sie darauf, dass kleine (Spielzeug-)teile nicht in Reichweite von Babys und Kleinkindern gelangen. Geben Sie Ihrem Kind kein Spielzeug mit abreissbaren Teilen (Augen beim Teddy etc.) und hängen Sie keine Spielzeugschnüre oder -ketten ans Bettchen oder den Kinderwagen. Treppenstürze sind häufig – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Sichern Sie Treppen mit Kindergittern ... ... und ziehen Sie dem Kind rutschsichere Söckchen an. Einen Sturz aus dem Fenster oder über den Balkon kann man verhindern, ... ... indem man Kindersicherungen an die Fenster bzw. an die Balkontür montiert. Auch wichtig: Stellen Sie keine Möbel ans Balkongeländer bzw. an den Fenstersims, auf die das Kind klettern könnte. Ein sicheres Kinderzimmer ist wichtig. Aber Kinder halten sich auch gern andernorts auf, beispielsweise in der Küche. Ein Herdschutz verhindert, dass das Kleine auf die heisse Platte greifen kann. Der Pfannenstil gehört nach hinten, damit es die Pfanne nicht vom Herd reissen kann. Verzichten Sie auf Tischtücher. Wenn sich ein kleines Kind daran festhält, riskiert es, dass es sich an heissen Speisen und Getränken verbrüht. Und versorgen Sie Ihre Putzmittel an einem für Kinder unerreichbaren Ort ... ... oder verschliessen Sie Schränke auf Kleinkinderhöhe zusätzlich.

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Der Dreijährige, der mit der Schere die Steckdose erforscht, der Vierjährige, der sein Kajütenbett als Klettergestell nutzt oder das Baby, das sich erstmals selber umdreht auf dem Wickeltisch – Kinder sind neugierig und voller Bewegungsdrang und bringen sich so manchmal selber in Gefahr.

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Mit einfachen Massnahmen können aber Eltern dazu beitragen, dass ihr Kind ohne grössere Unfälle aufwachsen kann. In der Bildstrecke zeigen wir Ihnen die gefährlichsten Stellen – und wie Sie sie ganz leicht entschärfen können.

(mst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oldie aus der Steinzeit am 29.11.2018 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Gar keine Frage ...

    ... beim Spielen im Kinderzimmer grundsätzlich NUR mit Helm, Knieschoner, Zahnschine, Handgelenks-Schutz und wenn immer möglich mit feuerfestem Anzug.

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  • Lena am 29.11.2018 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überlebende

    Mein Bruder (33) und ich (32) haben getobt, gespielt....und wir leben beide noch. Auch wir hatten zum Beispiel u.a. ein Etagenbett. So ein "gefährlich" ist das eigene Zuhause nun wirklich nicht. Sind die heutigen Kinder aus Zucker?

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  • Dumby am 29.11.2018 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überlegen

    Die beste Unfallprävention: Hirn einschalten und Handy ausschalten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Don Höfi am 06.12.2018 23:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KZ Unfälle wieso

    Einfach alles versorgen wo man es vorgeholt hat.

  • Eine Mutter am 05.12.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Lernen lassen

    Ebenso wichtig: die Kinder müssen auch den sicheren Umgang mit "gefährlichen" Gegenständen lernen können. Also: zeigen wie man es richtig macht und unter Aufsicht üben lassen, anstatt alles wegschliessen. Dass immer mehr Kindergartenkinder nicht wissen, wie man eine Schere bedient, finde ich mehr als bedenklich!

  • Mustafa am 03.12.2018 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut

    Wir haben eine Bärenfalle vor der Eingangstür. Die fängt alle Kfir schon vor dem Gebäude ab.

  • Mutter am 02.12.2018 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    Schuhe anziehen

    Und was ist bitte mit den spitzigen Legoteilen, die überall am Boden liegen? Es tut höllisch weh, wenn man barfuss drauf steht

    • Autsch am 05.12.2018 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nächtliche Schreie @Mutter

      Nachts möglichst nicht im Halbschlaf auf's WC müssen.

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  • Lange Liste am 02.12.2018 03:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Probleme finden ihren Weg

    Heisse Herdplatte, etwa 5 Löcher im Kopf. Playmobil Kanonen Kügeli im Nasenloch, Onkels Medikament gelutscht, Finger im SBB Schliessfach eingeklemmt, in Heizkörper gegumpt....später entzündetes Ohrpircing, Velostürze, etwas verbotenes konsumiert, Liebeskummer....... Alle leben noch!

    • Onkel Horscht am 03.12.2018 08:52 Report Diesen Beitrag melden

      Du auch?

      Du hast auch den Blutverdünner und die Viagra vom Onkel zusammen genommen? Der arme Hamster.

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