Auch in Wohnungen

13. August 2019 21:29; Akt: 13.08.2019 21:29 Print

So kompostierst du wie ein Profi

Ein grosser Teil unserer Abfälle wäre kompostierbar. Das sind die Gründe für einen eigenen Kompost.

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Anstatt Gartenabfälle, Obst- und Gemüsereste sowie Eier in den normalen Abfall zu werfen und damit die Kehrichtverbrennungen zu befeuern, wäre es wesentlich besser für die Umwelt, solche organischen Abfälle zu kompostieren.

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Kompostierst du?

Neben dem ökologischen Mehrwert hilft ein Kompost auch beim Gärtnern: Komposterde entsteht in einem Ab- und Umbauprozess organischer Stoffe, an dem Mikroorganismen, Asseln, Strahlenpilze und Würmer beteiligt sind. Er ist ideal als Dünger für die obersten Bodenschichten, eignet sich aber nicht als Anzuchterde, da er zu nährstoffreich ist. Gemischt mit Erde und Sand ergibt er gute Blumenerde. Es gibt aber noch weitere Gründe für einen Kompost:

1. Es ist easy
So ein Kompost ist sehr einfach gemacht: Einfach ein geeignetes Behältnis an einen guten Platz (sonnen- und windgeschützt, optimal ist Halbschatten) stellen und die richtigen Dinge reinschmeissen: Voilà, ein Kompost. Für den Anfang braucht es eigentlich nur drei Dinge: Braunes (Äste, braune Blätter), Grünes (Gras, Obst- und Gemüseabfälle) und Wasser.

2. Würmer sind wichtig
Würmer sind an der Zersetzung der organischen Stoffe im Kompost beteiligt und entsprechend wichtig. Um anderes Ungeziefer musst du dir aber keine Sorgen machen: Solange du keine Milchprodukte und kein Fleisch kompostierst, sollte sich das Getier in und um deinen Kompost im Rahmen halten.

3. Kompost stinkt nicht
Falls der Kompost stinkt, ist er vermutlich zu feucht. Einfache Lösung: Gib mehr Braunes (Äste, abgefallene Blätter) dazu, das sollte das Problem lösen.

4. Sogar in der Wohnung gehts
Kein Garten, kein Kompost? Doch: Auch in einer Wohnung kannst du kompostieren. Und zwar mit einem sogenannten Bokashi-Eimer: Dieser wurde in den 80er-Jahren in Japan erfunden und fermentiert organische Abfälle.

Diese Methode setzt aber ein bisschen mehr Arbeit voraus: Wenn der Bokashi-Eimer fertig ist, muss der Inhalt noch mit normaler Erde gemischt und einige Wochen ruhen gelassen werden – und schon hat man die nährstoffreiche Komposterde eines grossen Gartenkomposts.

5. Es kann viel mehr kompostiert werden als gedacht
Auf den Kompost gehören Gartenabfälle, Rasenschnitt, Laub, Strauch- und Baumschnitt, Eierschalen, Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeesatz, Teesud, Stroh, Heu und Hobelspäne. Nichts im organischen Abfall zu suchen haben Essensreste, samentragende Unkräuter (zum Beispiel Brennnessel), Wurzelunkräuter (Giersch), Gartenabfälle mit Pflanzenkrankheiten (Feuerbrand) und mit Insektiziden behandelte Pflanzen. Alles klar?

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sulejka am 13.08.2019 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das tun wir seit 10 Jahren

    Wir kompostieren bereits seit 2009 so und verwenden dann den Kompost später in unserem Garten das funktioniert super. Wir haben auch einen grossen Regenwasser Container wo sämtliches Regenwasser vom Haus und Gewächshaus aufnimmt.So giessen wir unsere Pflanzen und Zitrusbäume nur mit Regenwasser.

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  • Werbung!-) am 13.08.2019 22:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WormUp

    ein Hoch auf lnseren WormUp Haus-Kompost

  • Hugop am 13.08.2019 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    noch essbar

    Die Hälfte von dem Zeug auf dem Foto sieht noch essbar aus. Ich ahne Foodwaste.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Valon am 14.08.2019 12:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Compostiere?

    Das kommt für mich überhaupt nicht infrage wisst ihr was im Komposthaufen stinkt und zieht alle möglichen Viecher an vergiss es Alter

  • Heidi Heidnisch am 14.08.2019 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Früher so, heute so

    Früher habe wir die Reste einfach vom Balkon geworfen, ist ja alles öko. Heute haben wir einen Komposthaufen im Schlafzimmer, inkl. neuer Haustiere.

  • Dan the Man am 14.08.2019 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bokashi - natürlicher Abflussreiniger

    Bokashi ergibt nicht nur wertvollen Dünger aus organischen Abfällen, sondern auch Fermentationssaft, der sich als hervorragender, natürlicher Abflussreiniger eignet. Die Gewässer danken es!

  • Doris Isi am 14.08.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ein alter Kompostierer

    Eierschalen müssen zuerst getrocknet werden sonst verrotten sie nie. Nach ein paar Tagen zerkleinern und auf den Komposthaufen geben so kommt Kalk in die neue Erde

  • Guellenrohr am 14.08.2019 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hans

    "Jeder": was fuer missionarische spinnerideen! Die gruenen und roten und die jungen, die auf die strasse gehen sollen mal ihre badewanne umfunktionieren! Mit gutem beispiel voran, bitte. So wie wir es gelernt haben!

    • Analyst am 14.08.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      Schade

      An deinem Kommentar ist ersichtlich das du in einer Betonsiedlung aufgewachsen bist,ohne Bewusstsein für Ökologie und Zugang zur NaTür.

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