Für Anfänger

22. Mai 2019 21:40; Akt: 11.06.2019 10:21 Print

Tipps für das Überleben deiner Küchenkräuter

Du hast keinen grünen Daumen? Wir auch nicht. Wir verraten dir, wie es dieses Jahr trotzdem etwas mit dem eigenen Kräutergarten wird.

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Eine Auswahl an frischen Kräutern ist ein echter Mehrwert beim Kochen. Beim Pflanzen und Pflegen der Kräuter stossen aber viele an ihre Grenzen. Wir haben für euch die wichtigsten Tipps für die beliebtesten Kräuter gesammelt. Am liebsten lebt Basilikum im Halbschatten, vollsonnig geht aber auch – dann braucht er einfach mehr Wasser. Gerade im Hochsommer kommt man da mit Giessen kaum nach. Der Basilikum braucht einen permanent leicht feuchten Grund – aber um Himmels Willen kein stehendes Wasser. Falls ihr also einen Übertopf nutzt, leert ihn gelegentlich aus. Am wichtigsten ist es, den Basilikum erst nach draussen zu stellen, wenn es auch in der Nacht nicht kälter als 8°C wird. Beim Ernten immer die ganze Spitze wegschneiden und nicht nur einzelne Blätter. Wer besonders viel Basilikum ernten möchte, kauft sich im Fachhandel einen veredelten Basilikum. Der verträgt sich übrigens ausgezeichnet mit Tomaten – so wachsen zwei der Zutaten für den Tomaten-Mozzarella-Salat gleich beieinander. Der Rosmarin kommt aus dem Mittelmeerraum, entsprechend mag er es heiss und sonnig – und möglichst nicht feucht, das Wasser muss gut versickern können. Ob der Rosmarin winterhart ist (also Temperaturen unter dem Nullpunkt verkraftet), hängt stark von der Sorte und Region ab. Generell: Topfpflanzen sind empfindlicher und sollten im Winter an der Hauswand im Windschatten stehen. Thymian Wie der Rosmarin kommt auch der Thymian aus dem mediterranen Raum. Der Thymian mag es ebenfalls warm und verträgt nicht zu viel Nässe. Er ist gut winterhart, aber empfindlich auf zu viel Nässe während der kalten Jahreszeit. Wenn möglich solltest du im Herbst nicht mehr zu viel ernten und nicht mehr düngen. Dies würde die Pflanze dazu anregen, neue Triebe auszubilden, die nicht mehr genügend ausreifen. Da der Thymian nur etwa vier bis fünf Jahr alt wird, sollten sie spätestens nach drei Jahre geteilt werden. Dazu die Pflanze (mit den Wurzeln) im Frühling vierteln und diese Teile neu einpflanzen. Übrigens: Schmetterlinge und Bienen mögen Thymian auch sehr. Wer also einen bienenfreundlichen Garten möchte, sollte auf Thymian nicht verzichten. Der mehrjährige Schnittlauch hat es gern feucht, aber wie fast alle Pflanzen mag er keine Staunässe. Staunässe entsteht, wenn zu viel gegossen wird und das Wasser nicht richtig abfliessen kann. Schnittlauch ist ein wenig heikel mit seinen Nachbarn. Er ist kein guter Partner von Rosmarin und Thymian. Es wird auch nicht empfohlen den Schnittlauch mit Petersilie zusammen zu pflanzen. Gut geht es mit Kerbel, Majoran oder Dill. Beim Standort ist er nicht sehr wählerisch, aber halbschattig ist ideal. Die gerade im Sommer sehr beliebte Minze gibt es in diversen Sorten: Von Pfeffer- über englische bis hin zur Schokoladenminze. Wenn ihr der Standort gefällt, ist ihr Wuchs fast nicht mehr zu stoppen. Ein Trick, dass sich die Pflanze nicht unkontrolliert ausbreitet: Beim Einpflanzen in ein Beet könnt ihr die Minze in einen Topf ohne Boden packen. Die Minze gedeiht aber auch sehr gut in einem Topf. Da sollte sie alle zwei bis drei Jahr ausgetopft, geteilt und neu eingepflanzt werden. Im Halbschatten gedeiht sie am besten. Peterli ist vor allem in zwei Varianten beliebt: Der italienische Blattpeterli und der krause Peterli (im Bild). Der Peterli mag es gerne feucht, sonnig bis halbschattig ist ideal. Als Partner wünscht er sich beispielsweise Fenchel, Dill oder Majoran. Er ist zweijährig und muss jedes Jahr neu gepflanzt oder gesät werden. Im zweiten Jahr würde der Peterli austreiben und Blüten bilden, danach stirbt er ab. Neben den Blättern kann auch die Wurzel gegessen werden. Die meisten Kräuter sind im Vergleich zu anderen Pflanzen unproblematisch. Nicht in jedem Kräutergarten, aber definitiv eine Bereicherung sind zum Beispiel Dill, ... ... Majoran, ... ... Salbei ... ... und Blutampfer, der sich besonders gut für Salate eignet. Und was, wenn die Pflanze braun und kraftlos wird? Dann ist es leider meistens schon zu spät. Wenn nicht gerade der Basilikum gestorben ist, für den es vermutlich noch zu kalt war, dann wurde mit grosser Wahrscheinlichkeit einfach zu viel gegossen. In diesem Fall stirbt erst die Wurzel ab, dann die ganze Pflanze. Beim Schnittlauch deuten braune Blätter auf zu wenig Wasser hin. Gelbe Blätter hingegen sind generell ein Zeichen von Nährstoffmangel. Düngen ist angesagt!

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So ein eigenes kleines Kräutergärtli auf dem Balkon wäre schon schön. Wenn es dann aber um die Pflege geht, sind vor allem Anfänger (und Menschen ohne einen grünen Daumen) schnell überfordert und der Basilikum in kürzester Zeit tot.

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In der Bildstrecke siehst du die häufigsten Küchenkräuter, was man über deren Pflege wissen muss – und praktische Tipps für diejenigen, die das Zeug in einem Garten anpflanzen wollen.

(mst)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin Meier am 22.05.2019 23:05 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte mehr

    Vielen Dank für diesen informativen Bericht. Bitte mehr davon!

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  • Evi von Allmen am 23.05.2019 02:17 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die Erinnerung!

    Habe kürzlich Kräutersamen und dekorative Töpfchen geschenkt bekommen - und die fast vergessen. Danke für die Erinnerung, werde die Samen am Wochenende einpflanzen. :-)

  • Manu am 23.05.2019 04:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hallo in die Runde

    Jemand hat mir mal gesagt, dass Basilikum etwas abseits sein sollte, er 'verträgt' sich nicht so mit anderen Kräutern. Stimmt das? Danke Euch ;-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 23.05.2019 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Kräuter geht nichts...

    Kräuter ist die Basis für eine feine und gesunde Küche. In unserem Garten am Meer haben wir praktisch alles inkl. Lorbeer, nur Schnittlauch gibt's hier nicht!

  • Kopfsalat am 23.05.2019 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Hydrokultur für unzuverlässige

    Ich als unzuverlässiger Giesser, habe mir für wenig Geld und etwas basteln, eine kleine Hydrokultur gebaut. Dem Salat und den Kräutern gefällts. Und mir auch. Da ich nur noch einmal die Woche das Wasser wechseln muss.

  • Manu am 23.05.2019 04:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hallo in die Runde

    Jemand hat mir mal gesagt, dass Basilikum etwas abseits sein sollte, er 'verträgt' sich nicht so mit anderen Kräutern. Stimmt das? Danke Euch ;-)

    • Kräuterfrau am 23.05.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Manu

      Nein, stimmt nicht. Aber Basilikum ist sehr heikel, schnell ist es zu kalt, zu warm, zu sonnig. Bei mir steht der ganzjährig in der Küche. Und ja, giessen muss man auch sehr häufig.

    • lance am 23.05.2019 13:24 Report Diesen Beitrag melden

      Hilfe

      was machst du mit der erde... wenn ich ihn im der küche habe entsehen in kurzer zeit sehr viel mücken?? bitte um tipps danke

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  • Evi von Allmen am 23.05.2019 02:17 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die Erinnerung!

    Habe kürzlich Kräutersamen und dekorative Töpfchen geschenkt bekommen - und die fast vergessen. Danke für die Erinnerung, werde die Samen am Wochenende einpflanzen. :-)

  • Martin Meier am 22.05.2019 23:05 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte mehr

    Vielen Dank für diesen informativen Bericht. Bitte mehr davon!

    • Mario am 23.05.2019 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      Echt. Bin ich auch dafür

      Jup. Lieber 3000 Artikel über Pflanzen und Kräuter als ein Artikel über dieses "Divers" bei den Linksfaschisten.

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