Schlafmythen

12. Oktober 2019 21:27; Akt: 12.10.2019 21:27 Print

Deswegen schlafen Sie schlecht

Rund ein Viertel der Schweizer leidet unter Schlafstörungen. Mit ein paar Tricks steigen Ihre Chancen auf eine gute Nachtruhe.

Bildstrecke im Grossformat »
Gemäss Bundesamt für Statistik geben nur gerade fünf Prozent der befragten Schweizer an, dass sie regelmässig gut und genug schlafen. Ein Viertel der Schweizer kämpft mit «gravierenden Schlafproblemen». Die Gründe dafür sind vielfältig, wir nennen Ihnen fünf mögliche Ursachen. Der Mensch braucht zwischen sieben und zehn Stunden Schlaf pro Nacht. Zwar können wir für eine gewisse Zeit mit weniger auskommen, das sorgt aber ... ... früher oder später für ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein geschwächtes Immunsystem. Wer regelmässig mit einem leuchtenden Bildschirm einschläft, beeinflusst seine Schlafqualität negativ. Das gilt natürlich nicht nur für den Fernseher und Laptops, sondern auch für Handybildschirme. Das Problem: Das blaue Licht der Bildschirme suggeriert unserem Hirn, es sei Tag. Und während es mittlerweile Apps gibt, die das böse blaue Licht filtern, können die Bildschirme ein anderes Problem nicht lösen: Der Stress, ständig erreichbar zu sein. Das macht auf Dauer erschöpft. Laut Studien haben Schichtarbeiter ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme, Bluthochdruck und andere Krankheiten als Menschen, die einen regelmässigen Schlafrhythmus haben. Menschen mit Schlafproblemen neigen dazu, mit einem Schlummertrunk nachzuhelfen. Das hilft zwar theoretisch beim Einschlafen, ist aber insgesamt kontraproduktiv: Alkohol verhindert, dass der Körper in die Tiefschlafphase fällt. Die Folgen von Schlafapnoe sind nicht nur eine schlechtere Nachtruhe sowie Müdigkeit und Erschöpfung tagsüber, sondern auch damit verbundene gesundheitliche Risiken: Menschen mit Schlafapnoe haben ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Bluthochdruck.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gemäss dem Bundesamt für Statistik schläft rund ein Viertel der Schweizer richtig schlecht, ein Grossteil kämpft mit nächtlichem Aufwachen und hat Mühe beim Einschlafen. Nur gerade fünf Prozent der Befragten gaben an, regelmässig gut und genug zu schlafen.

Umfrage
Schlafen Sie gut?

Das sind bedenkliche Zahlen, wissen wir doch, wie wichtig Schlaf für unser Wohlbefinden, unser Immunsystem und unsere Leistungsfähigkeit ist. Wir haben für Sie mögliche Gründe zusammengestellt, warum es bei Ihnen mit der Nachtruhe nicht wirklich klappt.

1. Sie schlafen zu wenig

Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass der Körper sich an zu wenig Schlaf gewöhnen kann – das ist nicht so. Der Körper durchläuft während etwa 90 Minuten vier Schlafphasen, und je mehr dieser Zyklen wir in einer Nacht durchlaufen können, desto besser: Wir brauchen zwischen sieben und zehn Stunden Schlaf pro Nacht.

Natürlich können wir über kurze Zeit mit weniger auskommen, auf Dauer ist das aber keine Lösung: In Studien hat man herausgefunden, dass Menschen, die über längere Zeit zu wenig schlafen, ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein geschwächtes Immunsystem haben.

2. Sie schlafen mit einem laufenden Fernseher

Steht bei Ihnen ein Fernseher oder ein Laptop im Schlafzimmer, dessen Bildschirm Sie jeden Abend ins Bett begleitet? Dann hören Sie sofort damit auf! Ein Fernseher, der beim Einschlafen läuft, hat verheerende Auswirkungen auf die Schlafqualität und das Einschlafen. Das liegt einerseits an der Farbe des Lichts, das unserem Körper suggeriert, es sei Tag.

Auch Handybildschirme sind deswegen ein Problem. Und während es mittlerweile Apps gibt, die das böse blaue Licht filtern, können die Bildschirme ein anderes Problem nicht lösen: Der Stress, ständig erreichbar zu sein. Wer kurz vor dem Einschlafen noch Mails checkt, auf Instagram und Facebook rumhängt oder Nachrichten liest, der sorgt für eine Reizüberflutung kurz vor dem Schlafen. Im besten Fall sollten Sie rund zwei Stunden vor dem Zubettgehen in keinen Bildschirm mehr schauen – lesen Sie stattdessen ein Buch.

3. Sie schlafen in einem unregelmässigen Rhythmus

Egal wann, Hauptsache Sie schlafen acht Stunden? Leider nein. Wer zu unregelmässigen Zeiten schläft, zum Beispiel Schichtarbeiter, haben ein höheres Risiko für diverse Herz-Kreislauf-Probleme, Bluthochdruck und andere Krankheiten. Im besten Fall können Sie den Schlafrhythmus Ihrer inneren Uhr anpassen.

4. Sie trinken Alkohol vor dem Zubettgehen

Menschen mit Schlafproblemen neigen dazu, mit einem Schlummertrunk nachzuhelfen. Das hilft zwar theoretisch beim Einschlafen, ist aber insgesamt kontraproduktiv: Alkohol verhindert, dass der Körper in die Tiefschlafphase fällt.

5. Sie schnarchen

Die meisten Menschen schnarchen unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel wenn sie getrunken haben oder erkältet sind. Wenn Sie aber immer schnarchen, dann ist das ein Symptom der sogenannten Schlafapnoe: Dabei hören Sie im Schlaf kurz auf zu atmen.

Hört sich bedenklich an, finden Sie? Ist es auch: Die Folgen von Schlafapnoe sind nicht nur eine schlechtere Nachtruhe sowie Müdigkeit und Erschöpfung tagsüber, sondern auch damit verbundene gesundheitliche Risiken: Menschen mit Schlafapnoe haben ein höheres Risiko für Herzinfarkte und Bluthochdruck.

(mst)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dina am 12.10.2019 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Weiterer Grund

    Grund Nummer 6: Sie haben Kinder, die gnadenlos sind und Sie zu jeder Tages-und Nachtzeit vollbrüllen können und es auch tun.

    einklappen einklappen
  • Roman am 12.10.2019 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht richtig

    Dieser Artikel stimmt einfach nicht. Nur weil jemand schnarcht, heisst das noch lange nicht, dass er/sie an Schlafapnoe leidet. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Bitte keine Angstmacherei...

    einklappen einklappen
  • insomnia am 12.10.2019 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nichts hilft

    Oder niemand kann dir sagen weshalb du bald 30 Jahre nur noch zwischen 2- 4 Stunden schlafen kannst. Die Ärzte im Schlaflabor nicht, die Psychologen nicht, nichts hilft, keine Ratschläge, Tees, Hanfprodukte, usw...manchmal nützen Schlaftabletten aber auch nicht immer...zum Wahnsinnig werden..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ill Graben am 17.10.2019 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Niemand ist gleich

    Ich schlafe nie vor Mitternacht ein, weil ich bis zu dieser Zeit immer Durst habe und auf beizentour bin.

  • Faithful am 15.10.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ein wichtiger Grund fehlt

    Mich wundert, dass der zirkadiane Rhythmus nicht auftaucht. Ein regelmässiger Rhythmus ist zwar gut und recht; es ist doch aber bekannt, dass Menschen individuell verschiedene natürliche Rhythmen haben (Stichwort: Lerchen und Eulen). Um das Problem zu lösen, muss aber gesellschaftlich dran gearbeitet werden. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich extremst früh morgens fit bin. Damit werden mir automatisch viele positive Eigenschaften zugeordnet. Jemand der eine Eule ist, gilt sofort als faul und es gibt kein Verständnis dafür, dass er /sie halt erst um 9 Uhr auftaucht und später bleibt

  • Farsight am 15.10.2019 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    mein Problem

    mit dem Schlaf ist, dass der Wecker zu früh klingelt und ich arbeiten gehen muss. In den Ferien haben ich keine Probleme.

  • R. Koch am 15.10.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Grund Nr. 6

    Meine dauergeile Freundin hält mich wach. Das ist auf Dauer anstrengend, aber zwei so gutaussehende Menschen im gleichen Bett, da ist an Schlaf leider kaum zu denken.

  • Katzenmann am 14.10.2019 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Katze

    Vielleicht liegt es ja auch daran, dass sich meine Katze Nacht für Nacht an mich kuschelt.