Studie

08. Juli 2019 21:09; Akt: 16.07.2019 09:37 Print

Die Schweizer nehmen Schlaf zu wenig wichtig

von Meret Steiger - In einer grossen Schlafstudie hat Ikea die Schlafgewohnheiten der Schweizer unter die Lupe genommen.

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Für eine grosse Schlafstudie hat Ikea im vergangenen Jahr 2049 Schweizer nach ihrer Schlafqualität und ihren Schlafgewohnheiten gefragt. Besonders auffällig: Die grosse Diskrepanz zwischen der Wichtigkeit, die die Befragten dem Schlaf beimessen, und dem eigentlichen Schlafen.

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Kannst du gut schlafen?

Das heisst: Obwohl die Befragten Schlafen als sehr wichtig erachten, werden andere Aktivitäten dem Schlaf vorgezogen, sodass dieser oft auf der Strecke bleibt. Gleichzeitig wissen die Befragten nicht, wie sie zu mehr und besserem Schlaf kommen. Kurz gesagt: Sie geben dem Schlaf nicht die Bühne, die er verdient.

Schlafen ja, aber später

So denken zwar 89 Prozent der Befragten, dass Schlaf wichtig bis extrem wichtig ist, priorisieren schlafen aber nicht vor anderen Aktivitäten. Die Teilnehmer sollten alltägliche Tätigkeiten auf einer Skala von 1 (am wichtigsten) bis 7 (am wenigsten wichtig) bewerten.

Schlaf rangiert auf dieser Skala an zweitletzter Stelle – mit einer Bewertung von 4,4: Wenn wir vor die Wahl gestellt werden, dann verbringen wir lieber Zeit mit Freunden, Essen und Trinken, Hobbys, Sport und Arbeiten als mit Schlafen.

Was stört?

Interessant ist auch der Abschnitt, in dem die Studienteilnehmer gefragt wurden, was für Geräusche oder Dinge einen (positiven oder negativen!) Einfluss auf ihre Schlafqualität haben. Bei der Schlafzimmer-Atmosphäre ist vor allem die Raumtemperatur und die Art der Bettwäsche entscheidend, dicht gefolgt von einem Partner (33 Prozent schlafen besser) und einem regelmässigen Schlafrhythmus.

Einen besonders schlechten Einfluss auf die Schlafqualität haben Angst und Stress (44, respektive 41 Prozent) und Insekten im Schlafzimmer (ebenfalls 41 Prozent). Danach kommen körperliche Schmerzen oder Unwohlsein oder mangelnde Müdigkeit. Lustig: Während sich 30 Prozent vom Schnarchen des Partners gestört fühlen, gibt es doch tatsächlich zwei Prozent, bei denen die nächtlichen Geräusche des Partners einen positiven Einfluss auf den Schlaf haben.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frau am 08.07.2019 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Leben mehr hier

    Die Schweiz mag ihren Wohlstand haben. Aber zu welchem Preis? Man rennt täglich mit einem Lätsch zur Arbeit, um 6 Uhr oder früher geht's los, man kommt kaputt heim, im Winter bei Dunkelheit, man ist gestresst, frustriert, und dann möchte man noch leben. Schon klar, schläft man zu wenig. Und das nur wegen einem: GELD. Das man dann Ende Monat abliefern darf. Man hält mit diesem Verhalten das grausige System am Leben. Einmal pro Jahr geht's in die Ferien, wenn's denn noch drinliegt. Schlafstörungen sind weit verbreitet, aber sie machen immer weiter.

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  • heneli am 08.07.2019 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bis zum Bournout

    Stress hat einen schlechten Einfluss auf die Schlafqualität. Zuwenig Schlaf erhöht den Stress. Das ist ein Kreislauf.

  • Detlef Mühlemann am 08.07.2019 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vonwegen unwichtig

    Für mich ist Schlaf ein wichtiger Bestandteil. Wenn ich früher aufstehen muss, gehe ich auch früher schlafen. Aber mind. sieben Stundeen müssen schon drinn liegen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Abil am 16.07.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    mit 30 aussehen wie mit 60

    Meine arbeitslosen Kollegen leben besser, zufriedener und somit auch länger ich mache mir den Kopf kaputt während andere sich drücken und braungebrannt ohne Augenringe jeden Tag aufs neue geniessen Jedem das seine aber ich bin seit 14 auf dem Arbeitsmarkt, habe mit 22 schon eine Glatze mit teils grauen Haaren und meine Parkbarkwärmer Kameraden lachen sich ins Fäustchen ...

  • Reddington1 am 09.07.2019 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesundheit gegen Konsumwunsch

    Ich glaube das wundert niemanden. Leider das logische Resultat unseres Lebensstils den wir sooo git finden. Vielleicht sollten wir uns fragen ob es besser ist mehr zu haben oder sich mit weniger zufrieden zu geben? Wir wollen immer mehr und missachten unsere Gesundheit die wir uns als einzige zurückwünschen wenn wir sie einmal nicht mehr haben.

  • Becca am 09.07.2019 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Standart

    7.30-19.30 für die Arbeit da. Dann noch Abendverkauf und Samstag arbeiten. Kommt man heim hat man Familie und Haushalt der wartet. Da bleiben 5h schlaf pro Nacht. Das alles, damit ende Monat brav alle Kosten gedeckt sind.

  • Anna Mia am 09.07.2019 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde gerne mehr...

    Ich würde ja wirklich sooo gerne mehr schlafen - aber mein Nachbar lässt mich nicht. Muss man Instrumente wirklich noch nach 22.00 Uhr üben?

  • Im Land der Uhren am 09.07.2019 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ticken die Leute nicht mehr richtig

    Kein Wunder leidet man unter Schlafmangel.Man wird gezwungen nach 3 1/2 Monaten wieder arbeiten zu gehen nach der Geburt.Jeder Mensch weiss dass ein Säugling jede 3. oder 4. Stunde aufwacht und gestillt werden will.Dann soll man unter Schlafmangel auch noch so arbeiten gehen,obwohl man höchstens 3 Stunden am Stück schlafen durfte.Am besten noch 100% und am besten gleich noch im Schichtdienst wird auch noch als selbstverständlich erachtet.Die Milch sollte man auch am besten abpumpen,damit dem AG ja keine Umstände bereitet werden.Obwohl wir Gesetze haben die vorschreiben dass man während der Arbeitszeit stillen darf.Wie soll man das machen,wenn man nicht in der Nähe arbeitet?Keinerlei Empathie und Menschlichkeit in diesem Land.Vorallem gegenüber Frauen und Kindern!

    • Planerli am 09.07.2019 22:35 Report Diesen Beitrag melden

      Gezwungen?

      Nein, niemand zwingt dich wieder arbeiten zu gehen, denn das wäre gegen die Verfassung. Und da du deine Schwangerschaft ja geplant und dementsprechend vorgesorgt hast, kannst du ja deine Stelle kündigen und eine Weile zu Hause bleiben. Geniesse die Zeit mit deinem Kind und gehe wieder arbeiten wenn du soweit bist. Ausgeschlafene und nicht gestresste Mitarbeiter sind eh die Besten!

    • Im Land der Uhren am 09.07.2019 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Planerli

      Wer meint es läuft alles nach Plan im Leben,der ist einfach naiv und hat noch nichts erlebt.Aber so schreiben nur Kinderlose.Übrigens spreche ich nicht von mir,bin nicht in so einer Situation,da meine schon älter sind.Da ich aber empathie besitze,schreibe ich über die geplagten Mütter in diesem Land,die genötigt werden so früh wieder arbeiten zu gehen,weil Sie finanziell keine andere Wahl haben.Auch Pläne gehen schief.Man kann sich auch plötzlich trennen.Der Mann wird gekündigt und bekommt kein Arbeitslosengeld..usw.Also nichts da mit "man muss planen".Eine Schwangerschaft inkl.Mutterschaftsurlaub dauert 1 Jahr.In einem Jahr kann sich so vieles ändern.

    • Kinderlos mit Empathie am 21.07.2019 18:40 Report Diesen Beitrag melden

      @ Im Land der Uhren

      Genau. Und wenn etwas unplannmässiges passiert und man pausiert hat, wird der Wiedereinstieg in einen qualifizierten Beruf sehr schwierig.

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