Herbst

09. Oktober 2019 21:30; Akt: 09.10.2019 21:35 Print

Hast du Angst vor Dämmerungseinbrüchen?

In dieser Jahreszeit ist es häufig schon dunkel, bevor du nach Hause kommst. Der perfekte Zeitpunkt für Einbrecher, um aktiv zu werden.

Bildstrecke im Grossformat »
Im Herbst wird es schneller dunkel. Für Einbrecher heisst das, dass sie in der Dämmerung ... ... auch mal vor den Haus- oder Wohnungsbesitzern da sind. Wir zeigen Ihnen Wege, sich gegen Einbrüche zu schützen. Offensichtlich, aber auch wichtig: Abschliessen. Und zwar alles, also nicht nur die Haustür, sondern auch ... ... das Gartentor, die Haustür zum Mehrfamilienhaus, ... ... und wirklich alle Fenster, auch die im Keller. Schräggestellte Fenster sind für Einbrecher kein Hindernis, die könnten genau so gut offen sein. Seien Sie Aufmerksam: Wenn Sie Personen im Haus oder im Garten sehen, die Ihnen verdächtig erscheinen, sprechen Sie sie an. Sie müssen sich dabei ja nicht gerade mit einem potenziellen Kriminellen anlegen: Fragen Sie einfach mal ganz höflich, ob das Gegenüber jemanden sucht und ob Sie vielleicht behilflich sein können. Dann könnten Sie zusätzliche Sicherheitsmassnahmen ergreifen, zum Beispiel Fenster mit Schlössern ... ... oder Gitter vor den Kellerfenstern. Um zu verhindern, dass ein Einbrecher Ihre Wohnung überhaupt als Ziel sieht, können Sie so tun, als wären Sie daheim: Lampen mit Zeitschaltuhren vermitteln den Eindruck, eine Wohnung sei belebt. Eine andere Möglichkeit sind Geräte, die Fernseher simulieren: Eingeschaltet projezieren sie Lichter an die Wand, die aussehen wie Bewegtbild. Dieses Modell gibt es für 13.95 Franken bei Pearl.ch. Wenn Sie sich damit nicht sicher genug fühlen, dann lohnt es sich vielleicht, in zusätzliche Sicherheitsmassnahmen zu investieren, zum Beispiel in eine Alarmanlage – oder in eine Kamera. Allein Attrappen (oder ein Schild mit «Kameraüberwachung») können hier abschreckend wirken. Und: Wenn Sie sehr wertvolle Stücke besitzen, dann sollten Sie einen sichereren Lagerplatz in Betracht ziehen, ... ... zum Beispiel ein Bankschliessfach, das es schon ab circa 60 Franken pro Jahr gibt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Rund 83-mal pro Tag, also durchschnittlich alle 17 Minuten, geschieht gemäss Kriminalstatistik in der Schweiz ein Einbruch. Dazu gehören auch die sogenannten Dämmerungseinbrüche.

Umfrage
Hast du Angst vor einem Einbruch?

Sie finden kurz vor Feierabend statt, wenn es bereits dunkel ist, die Haus- oder Wohnungsbewohner aber noch bei der Arbeit oder auf dem Heimweg sind. Was tun?

Abschliessen
Haus- und Kellertür sind natürlich geschlossen. Aber auch Garagentore, Sitzplatzeingänge und Gartentore müssen gut zugesperrt werden. Und gekippte Fenster sind ein No-go – ein gekipptes ist für einen Einbrecher ein offenes Fenster. Und: Auch Wohnungstüren in Mehrfamilienhäuser sollten beim Verlassen immer abgeschlossen werden, denn mehr als die Hälfte der Einbrüche in Mehrfamilienhäusern erfolgt durch die Wohnungstüren. Wichtig ist deshalb auch, dass der Haupteingang geschlossen ist.

Ansprechen
Wer in der Umgebung, in der Tiefgarage oder im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses eine unbekannte Person antrifft, sollte diese ansprechen.

Aufrüsten
Absolute Sicherheit gibt es nicht. Aber Hauseigentümer können wirksame Massnahmen ergreifen. Dazu gehören neben einbruchhemmenden Fenstern, so genannte RC2-Fenster, Gitter an den Kellerfenstern, stabile Wohnungstüren oder abschliessbare Fenstergriffe. In der Regel gilt: Schafft es der Einbrecher nicht, in ein bis zwei Minuten ins Haus oder in die Wohnung zu gelangen, gibt er meistens auf und verschafft sich woanders Zugang.

Simulieren
Einbrecher meiden meist die Konfrontation mit den Hausbewohnern oder Wohnungsmietern. Wenn es so aussieht, als ob jemand zu Hause wäre, werden sie es gar nicht erst versuchen. Brennt in der Dämmerung oder nachts das Licht, bietet das schon einen gewissen Schutz. Eine weitere Möglichkeit ist ein TV-Simulator, der wie ein echter Fernseher flackert. Mit Hilfe einer Zeitsteuerung lässt sich das Gerät bei Dämmerung automatisch einschalten.

Alarmieren
Je nach individuellem Sicherheitsbedürfnis empfiehlt sich eine Alarmanlage. Geht eine laute Sirene los, ist der Einbrecher schnell weg. Und selbst wenn er trotzdem ins Haus oder in die Wohnung eindringt, wird er sich da nicht allzu lange aufhalten können, weil er mit dem Eintreffen der Polizei oder den Nachbarn rechnen muss.

Aufbewahren
Egal wie gut man Schmuck und andere Wertgegenstände zu Hause versteckt – richtig sicher sind sie nur im Banksafe. Ein Bankschliessfach kann man bei fast allen Banken mieten. Das kleinste Fach gibt es ab circa 60 Franken pro Jahr.

.

(mst)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Easy going am 09.10.2019 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Kavaliersdelikt

    Alle 17 Minuten ein Einbruch, wo leben wir eigentlich? Wieviele Einbrüche pro Stunde pro Einwohner gab es vor 30,20,10 Jahren und heute? Mein Eindruck ist, dass die Politik dies als Kavaliersdelikt geschehen lässt, Bussen sind einträglicher.

    einklappen einklappen
  • FilVic am 09.10.2019 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr

    Ich hoffe es versucht ja niemand, denn ich werde der sein, der schlussendlich strafrechtliche Folgen zu befürchten hat!

    einklappen einklappen
  • Linda am 09.10.2019 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr als vor den anderen.

    Um ehrlich zu sagen, habe ich nicht mehr Angst vor Dämmerungseinbrüchen als vor Einbrüchen die in absoluter Dunkelheit oder mittags um 12.00 Uhr stattfinden. Auch vor denen am Nachmittag zwischen 14.00 und 15.00 Uhr habe ich gleich viel Angst. Ganz zu schweigen von denen die vormittags stattfinden.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 10.10.2019 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Haha

    Lasst euch nicht aufhetzen und provozieren Leute. Die tagtägliche Angstmache soll eben bewirken, dass wir alle mächtig Angst haben vor allem und dem bösen Wolf. Denn wenn wir alle Angst haben, sind wir bestens steuerbar und entscheiden uns für Dinge, die wir ohne Angst nie tun würden. usw. Alles ist so, wie wir glauben, dass sie sind. Merkt euch diese Macht! Die meisten Dinge sind gerade 180 Grad anders als von der linksgrün-dominierten Presse aufgedrückt. Das ist immer im Nachhinein erkennbar. Der Pressekodex - die Bibel der Journalisten - wird mit den Füssen getreten.

  • S. R. am 10.10.2019 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo habt ihr eure Preise her?

    Mich würde interessieren, wo gibt es das kleine Bankfach für 60.- schon vor 30 Jahren kostete es 90.- jedenfalls auf dem Platz Zürich.

  • PS am 10.10.2019 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen nur kommen..

    Wären aber ziemlich enttäuscht, da es nix zu klauen gibt...

  • FortKnox am 10.10.2019 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tevue

    Da mein haus bestens gesichert ist (wurde ein muss durch diese kathastrophen politik seit 1990) habe ich keine bedenken! Im gegenteil, der einbrecher bekommt 2000.- von mir wenn er unbeschadet und ohne nachher IV zu beziehen ins haus kommt egal welche zeit!

  • Thurgauerin am 10.10.2019 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es stimmt was nicht bei unserer Sicherheitspolizei

    Es ist ja himmeltraurig, dass wir Angst haben müsse vor solchen verbrechern....mann sollte es mal hinterfragen warum, wieso es soweit kam kommen konnte und jahr um jahr schlimmer wird trotz immer mehr polizeiaufstockung..... wo ist eigentlich die polizei, polizeipräsenz? Polizeiautos sieht man einige aber meistens fahren sie auf autobahnen hauptstrassen....polizisten zu fuss in dörfern unterwegs bei dämmerung, in der nacht, habe ich seit ich mich erinnern kann noch nie gesehen.......