Ungesund?

28. Oktober 2019 21:22; Akt: 28.10.2019 21:25 Print

Deswegen solltest du nicht zu heiss duschen

Heisse Duschen sollen schlecht für die Haut sein. Aber stimmt das wirklich?

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Heisse Duschen sind, gerade jetzt im Herbst, etwas Schönes: Wenn man durchfroren oder durchnässt nach Hause kommt, dann hilft eine warme Dusche, den Körper wieder aufzuwärmen. Heisse Duschen sind aber bekanntlich nicht besonders gesund, aber was für einen Effekt hat das heisse Wasser wirklich auf den Körper – und müssen wir künftig kalt duschen?

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Heisse Duschen können Hautprobleme verursachen

Laut diverser Dermatologen können heisse Duschen bereits bestehende Hautprobleme verstärken, zum Beispiel bei Psoriasis (Schuppenflechte), Ekzeme und Rosacea (Hauterkrankung, bei der die Haut schnell und stark gerötet ist).

Das liegt daran, dass das heisse Wasser den natürlichen Schutzmantel der Haut stört und sie so anfälliger macht für Infektionen, Allergien und Irritationen.

Akne?

Zum natürlichen Schutzmantel der Haut gehören auch gute Bakterien. Eine heisse Dusche lässt auch diese (zeitweise) verschwinden. Entsprechend ist die Haut danach auch anfälliger für Hautkrankheiten wie zum Beispiel Akne: Nach einer heissen Dusche trocknet die Haus stark aus, was dazu führt, das die Poren mehr Talg produzieren. So kann eine heisse Dusche einen Akneschub verschlimmern oder verursachen.

Rötungen

Heisse Duschen schwächen die Kapillaren (kleinste Verzweigungen von Blutgefässen), was zu roten Linien im Gesicht führen kann, vor allem auf der Nase und den Wangen. Die Wände dieser Kapillaren sind sehr elastisch, werden sie aber regelmässig erweitert (durch heisse Duschen, scharfes Essen, Alkohol und genetische Vorbelastung), dann können sie dauerhaft sichtbar bleiben.

Heisse Duschen haben aber auch Vorteile!

Es gibt aber natürlich Momente (und Körperteile), bei denen eine heisse Dusche genau das Richtige ist. Zum Beispiel wenn du ein bisschen erkältet bist: Der heisse Wasserdampf hilft, Schleim in der Nase zu lösen. Dazu kommt, dass das warme Wasser die Durchblutung fördert und so dabei hilft, Muskel- und Gliederschmerzen zu lindern.

Ausserdem wirken heisse Duschen entspannend – wer nur schlecht schlafen kann, der sollte also am Abend duschen. Der Grund dafür: Wenn wir heiss duschen, dann erhöht sich unsere Körpertemperatur kurzfristig – und fällt danach sehr schnell wieder. Dadurch werden wir entspannt und müde.

Optimal: lauwarm

Niemand möchte für immer auf heisse Duschen verzichten. Wenn Sie aber Hautprobleme haben oder Ihrer Haut gern etwas Gutes tun möchten, dann sollten Sie mehrheitlich mit lauwarmem Wasser duschen – für maximal fünf bis zehn Minuten.

Anschliessend ist es wichtig, der Haut die verlorene Feuchtigkeit zurückzugeben und sich gründlich einzucremen. Wer dafür zu faul ist, kann es ja mal mit einer In-Shower-Bodylotion probieren, die sich wie ein Duschgel auftragen lässt und dann abgewaschen wird.

(mst)

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