7:0 gegen Union Berlin – Olise glänzt mit Hattrick für den FC Bayern

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Bundesliga

Publiziert 18. September 2026, 23:05

Bayern zerstört Lustrinellis und Aebischers Union Berlin

4. Spieltag

FC Bayern
7 – 0
Union Berlin

FC Bayern München

Spielende

1. FC Union Berlin

J. Musiala

-

18

10

H. Kane

-

39

20

M. Olise

-

43

30

H. Kane

-

54

40

I. Saibari

-

70

50

M. Olise

-

73

60

M. Olise

-

76

70
Bevorzugte Quelle
Olise und Kane waren die überragenden Spieler.
Olise und Kane waren die überragenden Spieler. Getty Images

Der FC Bayern um Torjubilar Harry Kane und Dreierpacker Michael Olise hat seine Fans für das Oktoberfest in Bierzeltstimmung gebracht. Am Vorabend des Beginns des grössten Volksfestes der Welt schenkten die Münchner in ihren kunterbunten Wiesn-Trikots dem 1. FC Union Berlin beim 7:0 (3:0) kräftig ein. Zumindest für eine Nacht rückte der deutsche Fussball-Rekordmeister durch den dominanten Heimsieg an die Tabellenspitze vor.

Kane der Schnellste im 100er-Club

Besonders bejubelt wurde Kane für seinen 100. Bundesliga-Treffer im 98. Spiel. So schnell wie der 33-jährige Engländer, den die Münchner bei der Kür im Oktober so gerne als Ballon-d’Or-Gewinner sehen würden, erreichte noch keiner diese Marke.

Passenderweise feierte Kane Tor Nummer 100 in seiner Spezialdisziplin Elfmeter. 26 Mal trat er in Deutschlands Eliteliga vom Punkt an, 25 Mal war der Ball drin. Später legte Kane zu Tor Nummer 101 nach (54.).

Übertrumpft wurde Kane aber noch von Michael Olise. Der Franzose traf gleich dreimal (43./73./76.), ein Tor war schöner als das andere. Und bei beiden Toren von Kane war er dazu beteiligt. Er holte den Elfmeter raus und schlug später die Flanke auf den Kopf des Torjägers.

Den Torreigen eröffnet hatte Jamal Musiala (18. Minute), ausserdem feierte der eingewechselte Marokkaner Ismael Saibari seine Tor-Preiere im Bayern-Trikot vor den 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena. In der Schlussphase durfte auch Nationalspieler Serge Gnabry nach langer Verletzungspause zum Comeback ran.

Bei Union ist nichts (mehr) eisern

Vor der Abreise zu ihren Nationalteams stimmten sich die Bayern-Stars auch für ihren eigenen Wiesn-Besuch ein. Am Sonntag feiert die Mannschaft im Bierzelt.

Für Union ging es dagegen mit einem kräftigen Kater heim. Von dem unangenehmen Gegner vergangener Tage war beim Team des neuen Trainers Mauro Lustrinelli keine Spur. Insgesamt agierten die Gäste hinten hilflos und vorne harmlos. Von den einst Eisernen war nichts zu sehen.

Lustrinelli konnte es kaum glauben.
Lustrinelli konnte es kaum glauben. Harry Langer/dpa

Symptomatisch war der Treffer zur Münchner Führung. Im zaghaften Vorwärtsgang verloren die Berliner den Ball, über Luis Díaz und Alphonso Davies kam der Ball zu Musiala. Der 23-Jährige schloss mit einem sehenswerten Distanzschuss zur zeitigen Führung ab. Vor seinem 49. Liga-Tor hatte er zuletzt im April in der Bundesliga getroffen.

Olise, Kane und Musiala nicht zu stoppen

Zwar rettete Union-Keeper Frederik Rönnow gegen Jonathan Tah (22.) und rückte auch sonst mehrfach in den Mittelpunkt. Aber beim Elfmeter von Kane nach einem Foul von Tom Rothe an Olise war Rönnow ebenso machtlos wie beim 0:3 durch Olise. Musiala legte nach einem Freistoss zurück auf den Franzosen, der die freie Schussbahn aus halbrechter Position nutzte.

Nach dem Seitenwechsel gab es das einzige offensive Lebenszeichen der Gäste. Tim Skarke (51.) und Rothe (52.) scheiterten aber jeweils an dem lange beschäftigungslosen und dann glänzend haltenden Manuel Neuer. Michel Aebischer konnte die hohe Pleite auch nicht verhindern.

Praktisch im Gegenzug zeigte Kane wieder, was ein effizienter Spitzenclub mit einer Torchance macht. Nach einem langen Ball von Joshua Kimmich bediente Olise Bayerns Tormaschine perfekt – und Kane köpfte eiskalt ein. Der eingewechselte Saibari durfte sich nach einer feinen Einzelleistung für sein erstes Tor im siebten Pflichtspiel feiern lassen. Olise legte noch zweimal nach.

«Wir wollen, dass die Fans sehen, wie hungrig wir sind», hatte Trainer Vincent Kompany vor dem Spiel gefordert. Sein Team demonstrierte das mit dem dritten Heimspiel nacheinander mit mindestens fünf Toren.

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