GC gegen Vaduz: Grasshoppers empfangen nach dem Basel-Remis den Aufsteiger

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GC – VAD 2:2

Publiziert 31. Oktober 2026, 19:55

GC rettet Punkt gegen Vaduz mit spätem Ausgleich

12. Spieltag

GC Zürich
2 – 2
Vaduz

Grasshoppers

Spielende

Vaduz

0–1

L. Berisha

-

15

Manex Guibelalde

-

24

1–1
1–2

J. Cabrera

-

64

Lee Young-Jun

-

88

2–2
Bevorzugte Quelle

Die Szene des Spiels

War sich Vaduz des Sieges schon zu sicher? GC rannte einmal mehr einem Rückstand hinterher und warf in der Schlussphase alles nach vorne. Nach einem Freistoss flipperte der Ball in der 88. Minute durch den Strafraum der Gäste. Young-Jun Lee behielt die Übersicht und haute den Ball zum 2:2 ins Netz. Es war der Schlusspunkt dieser Partie.

GC-Profi Young-Jun Lee kontrolliert den Ball vor Vaduz' Liridon Berisha. Kurz vor Schluss sichert Lee den Grasshoppers mit dem 2:2 noch einen Punkt.
GC-Profi Young-Jun Lee kontrolliert den Ball vor Vaduz' Liridon Berisha. Kurz vor Schluss sichert Lee den Grasshoppers mit dem 2:2 noch einen Punkt.Michael Zanghellini/freshfocus

Die Schlüsselfigur

Vaduz-Profi Juan Cabrera schien an diesem Halloween-Abend endgültig zum Schreckgespenst für GC geworden zu sein. Schon beim 5:2-Sieg am fünften Spieltag traf der Mann aus Uruguay doppelt. Nun erzielte er schon seinen dritten Treffer in zwei Spielen gegen den Rekordmeister.

Mit weit ausgebreiteten Armen dreht Juan Cabrera nach seinem Treffer zum 1:2 ab. Im Hintergrund hadern die GC-Spieler im Letzigrund.
Mit weit ausgebreiteten Armen dreht Juan Cabrera nach seinem Treffer zum 1:2 ab. Im Hintergrund hadern die GC-Spieler im Letzigrund.Michael Zanghellini/freshfocus

Auch GC-Wirbelwind Samuel Krasniqi zeigte einen starken Auftritt. Mit seiner schnellen und trickreichen Spielweise stiftete er regelmässig Chaos in der Vaduzer Abwehr. Allerdings muss er noch an seiner Chancenverwertung arbeiten.

Die bessere Mannschaft

Die erste Halbzeit in dieser Partie verlief relativ ausgeglichen, mit leichten Vorteilen bei den Gästen aus dem Ländle. Die erste Top-Chance gehörte den Grasshoppers mit einem Lattenknaller, der erste Torerfolg dafür wenig später dem FC Vaduz. GC liess sich vom Gegentreffer nicht beirren und kämpfte sich keine zehn Minuten später mit dem Ausgleich zurück ins Spiel. Darauf hatten beide Teams noch ein, zwei Möglichkeiten, die aber nicht genutzt werden konnten.

Im zweiten Durchgang waren die Hausherren klar spielbestimmend. Immer wieder stiess man vor das Vaduzer Tor, die letzte Konsequenz im Abschluss war aber nur selten zu sehen. Es griff das altbekannte Fussballsprichwort: «Wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten».

Vaduz strafte die schlechte Zürcher Chancenverwertung eiskalt ab. Nach dem erneuten Führungstor agierte der Aufsteiger mutiger und versuchte den Ball so weit wie möglich vom eigenen Tor fernzuhalten. Dies gelang – bis zur 88. Minute, als Young-Jun Lee den Ball zum Ausgleich ins Tor bugsierte. Ein gerechtes Resultat am Ende.

Das Tribünengezwitscher

Amir Abrashi wurde vor der Partie für seine 300 Spiele für den Grasshopper Club Zürich geehrt. Standesgemäss wurden ihm dafür Blumen und ein Trikot mit der Nummer 300 drauf überreicht. Jedoch hielten sich die Feierlichkeiten für Abrashi stark in Grenzen.

Keine Ankündigung, keine Choreo der Fans und keine Rede des Captains. Nur ein kurzes Ehrungsvideo flimmerte leise über die beiden Bildschirme im Stadion. Dass dies alle Fans im Letzigrund mitbekommen haben, darf bezweifelt werden.

Auf Augenhöhe: Vaduz' Milos Cocic und GC-Captain Amir Abrashi sitzen nach einem Zweikampf auf dem Rasen und tauschen sich aus. Am Ende trennen sich beide Teams 2:2.
Auf Augenhöhe: Vaduz' Milos Cocic und GC-Captain Amir Abrashi sitzen nach einem Zweikampf auf dem Rasen und tauschen sich aus. Am Ende trennen sich beide Teams 2:2.Michael Zanghellini/freshfocus

Sein Jubiläumsspiel bestritt er im Cup gegen Grenchen, die Woche spielte er im Joggeli gegen den FCB. Nun stand er also zum 302. Mal für den Rekordmeister auf dem Platz. Anlässlich des Jubiläums hat der Verein für seine Legende ein spezielles Fan-Shirt angefertigt. Es zeigt das GC-Logo mit Abrashi im Vordergrund und die Zahl 300.

Die Tore

15’ | 0:1 | Liridon Berisha vollendet per Volley eine herrlich vorgetragene Passkombination nach einem Freistoss.
24’ | 1:1 | Manex Guibelalde trifft nach einer Ecke per Kopf zum Ausgleich.
64’ | 1:2 | Juan Cabrera trifft aus nächster Nähe zur erneuten Führung.
88’ | 2:2 | Young-Jun Lee schiesst kurz vor Schluss den Ausgleich aus wenigen Metern.

Stimmen zum Spiel

Marc Schneider: «Wir dürfen das späte Gegentor so nicht nehmen. Die Chance haben wir ihnen gegeben. Das war etwas enttäuschend. Wir haben es gut gemacht. Ausser den Standards hatten sie nicht viel. Nach dem ersten Durchgang war ich mit der Zweikampfführung nicht zufrieden. Dann war auch das Thema Schuhe. Wär hätten zur Pause führen können. Jetzt ist es zu Halloween Saures, alles in Allem bleibt es auch so.» (gegenüber Blue)

Juan Cabrera: «Natürlich ist es jetzt bitter, weil wir die drei Punkte hätten mitnehmen können. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Wir nehmen den Punkt so trotzdem mit, auch wenn er einen bitteren Beigeschmack hat gerade. Wir hatten ja diese Saison auswärts noch nicht gepunktet. Natürlich will man immer auf dem Platz stehen und dem Team helfen, doch wenn der Trainer frischen Wind reinbringen möchte, stelle ich mich in den Dienst des Teams.» (gegenüber Blue)

So gehts weiter

Der FC Vaduz tritt am nächsten Samstag um 18 Uhr zu Hause gegen den FC Sion an. Die Grasshoppers empfangen dann um 20.30 Uhr den FC Lausanne-Sport.

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