Publiziert 30. August 2026, 16:10
5. Spieltag


Sion
Lugano
D. Moncada
-3
W. Boteli
-55
B. Castro
-79

Was für ein Bock von Anthony Racioppi! Der Sion-Goalie sieht in bester Position den Schuss von Castro Espinosa auf sich zufliegen. Racioppi setzt zur Parade an, springt auf den Ball und drückt ihn dabei unglücklich mit dem Körper über die Linie. Ein bitterer Patzer, der zum 2:1-Siegtor für Lugano führt.

Castro Espinosa wird eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff zum Matchwinner. Der Kolumbianer, der mit vollem Namen Beckham David Castro Espinosa heisst, macht mit seinem Sprint und seinem Torinstinkt den Unterschied und avanciert zum neuen Leader der Super League.
Lugano startet fulminant: Kurz nach dem Anpfiff zappelt der Ball im Netz der Walliser. Das frühe Gegentor löst bei Sion eine Trotzreaktion aus. In der Folge setzt das Heimteam die Luganesi mit starken Pressing-Phasen unter Druck. Die Bemühungen werden allerdings erst nach der Pause belohnt. Nach dem Ausgleich folgt ein munterer Schlagabtausch, der im glücklichen Ende für Lugano mündete.

Trotz der Niederlage zaubert Winsley Boteli den Fans auf der Tribüne ein Lächeln ins Gesicht. Mit seinem Ausgleichstor pflegt er seine bemerkenswerte Statistik: Der Torjäger braucht in der Super League in dieser Saison bisher gerade einmal 66 Minuten für einen Treffer. Das macht ihn zu einem der auffälligsten Stürmer des jungen Super-League-Jahrgangs.
3' | 0:1 | – Dereck Moncada Arguijo (Lugano) profitiert von einem Eckball von Grgic. Moncada springt am höchsten und köpft den Ball ins Netz.
55' | 1:1 | – Winsley Boteli (Sion) wird im Zentrum perfekt von Baltazar angespielt, der einen flachen Ball durch die Beine von Bichsel spielt. Boteli muss die Kugel nur noch über die Linie schieben.
79' | 1:2 | – Beckham David Castro Espinosa (Lugano) zieht schnell von links in den Strafraum und zieht voll ab – unpräzise, aber scharf genug, dass sich Sion-Goalie Racioppi die Kugel nicht richtig krallen kann.
Jan Kronig (Sion, gegenüber blue Sport): «Wir haben heute viel Aufwand betrieben. Letztes Jahr haben wir genau solche Gegentore, wie das Eckball-Tor zu Beginn, nicht bekommen. Aber ja, wir müssen uns diese Clean Sheets jetzt mit harter Arbeit wieder verdienen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das wieder werden. Und ab und an ist es auch an der Zeit, damit lange anhaltende Serien enden und ein Neustart angebracht ist.»
Renato Steffen (Lugano): «Es ist immer ein schwieriges Spiel hier im Tourbillon und Sion ist seit 16 Heimspielen ungeschlagen. Wir haben versucht, in der zweiten Halbzeit etwas mehr Ballsicherheit zu haben. Das ist uns bedingt gelungen, aber wir hatten sicherlich eine gewisse Entlastung. Schlussendlich gilt es, solche Spiele zu gewinnen, und das haben wir heute gemacht.»
Winsley Boteli (Sion): «Wir haben alles gegeben, aber am Ende hat es nicht geklappt. Wir müssen weiter arbeiten und uns jetzt auf das Spiel gegen Basel fokussieren.»
Lugano spielt am Donnerstag gegen Servette und Sion muss am gleichen Tag gegen den FC Basel ran.
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